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Oranienburg Der Bahnhofsvorplatz in Oranienburg wird erneuert
Lokales Oberhavel Oranienburg Der Bahnhofsvorplatz in Oranienburg wird erneuert
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01:15 31.01.2019
Der Bahnhofsvorplatz in Oranienburg wird ausgebaut. Quelle: Bert Wittke
Oranienburg

Mit der Eröffnung des Fahrradparkhauses für 1000 Drahtesel in der Stralsunder Straße Ende August 2018 war der erste Bauabschnitt der Neugestaltung des Oranienburger Bahnhofsumfeldes abgeschlossen. 2019 soll dann der zweite Bauabschnitt, der Umbau des Bahnhofvorplatzes inklusive Neuanlage der Bushaltestellen beginnen. Wenn alles glatt geht, bereits im März.

Ausschreibung läuft bis 7. Februar

Denn noch läuft die Ausschreibung für die Straßen- und Tiefbauarbeiten und den Leitungsbau. Am 7. Februar sollen die Angebote gesichtet werden. Bereits im September hatte es eine erste Ausschreibung gegeben, die jedoch kein annehmbares Ergebnis erbracht hatte, weil nur ein Angebot, dazu eines mit erheblicher Überschreitung der Kostenberechnung, eingegangen war. Somit war die Ausschreibung aufgehoben und die Leistungsverzeichnisse im Dezember überarbeitet worden.

Das ist am Bahnhof geplant:

Der neue Bussteig bekommt vier überdachte Haltestellen und zwei Stellplätze für den Schienenersatzverkehr. Es wird elf Taxistände, einen Stellplatz für die Bundespolizei sowie vier Behindertenstellplätze und sieben Stellplätze in der „Kiss & Ride-Zone“ an der Stralsunder Straße geben.

Das Fahrradparkhaus hat 1000 Abstellplätze und ein behindertengerechtes WC. Am nördlichen Rand des Busbahnhofes wird ein weiteres WC erbaut. Für Motorräder wird es fünf Plätze am Bahndamm geben und für den Schienenersatzverkehr sechs Stellplätze. Der Bahnhofsplatz und die angrenzende Stralsunder Straße wird zur Tempo-20-Zone.

Vor Runge-Gymnasium und Post werden Sitzelemente installiert. Es wird ein neues Informationssystem geben. Geplanter Baubeginn ist im März 2019. Bauzeit: 19 Monate

Doch die gute Nachricht ist, dass bereits seit April 2018 der Zuwendungsbescheid für Fördermittel aus dem Programm zur Förderung von Investitionen für den öffentlichen Personennahverkehr vorliegt. 75 Prozent der Bausumme für den Bereich östlich der Stralsunder Straße, also den jetzigen Bahnhofsplatz und den Neubau der Bushaltestelle, werden aus diesem Topf bezahlt, den Rest der Gesamtbausumme von 1,77 Millionen Euro übernimmt die Stadt. Für die Baumaßnahmen in der Stralsunder Straße und auf den Freiflächen auf der Westseite, also vor dem Runge-Gymnasium und vor der Post, gibt es Fördergelder aus Städtebauförderungsprogrammen. So übernehmen die Baukosten von 1,3 Millionen zu je einem Drittel Bund, Land und Kommune.

Entwicklungskonzept als Grundlage

Grundlage für die geplante Entwicklung des Bahnhofumfeldes ist ein vom Planungsbüro „Gruppe Planwerk“ 2015/16 bearbeitetes städtebauliches Entwicklungskonzept. Im April 2016 und erneut im Oktober 2017 war das Konzept im Rahmen einer Bürgerbeteiligung der Öffentlichkeit vorgestellt und ausführlich diskutiert worden. Vorgesehen ist eine Bauzeit von 19 Monaten, so dass die Arbeiten Ende 2020 abgeschlossen sein könnten. Mögliche Verzögerungen durch Witterungseinflüsse sind dabei bereits einkalkuliert.

Hoch frequentierter Bahnhof

Bisher ist der hoch frequentierte Bahnhofsplatz durch funktional und gestalterische Mängel gekennzeichnet. So halten die Linienbusse direkt vor dem Bahnhofsgebäude, wodurch es in Stoßzeiten zu Behinderungen für fast alle Verkehrsteilnehmer kommt. Besonders betroffen sind dabei die Fußgänger. Und Menschen mit Behinderung, denn die bisherige Oberflächengestaltung des Platzes ist nicht barrierefrei. Auch kritisieren seit Jahren die Busfahrgäste, dass die Haltestellen nicht überdacht sind. Zudem entsprechen die Zufahrtsradien und Stellflächen nicht mehr den Anforderungen größerer Fahrzeuge.

Busbahnhof zieht um

Das soll sich bis Ende 2020 ändern. So soll der Busbahnhof nicht nur auf die Nordseite des Bahnhofs – also in Richtung Bernauer Straße – gelegt werden, sondern die neue zentrale, barrierefreie Bushaltestelle, die zudem das Umsteigen zwischen verschiedenen Buslinien erleichtern soll, soll ein Dach und Sitzgelegenheiten bekommen. So will man auch die Attraktivität des ÖPNV erhöhen. Bisher galt der Bahnhofsvorplatz als unübersichtlich und wenig einladend und die vorhandene Beschilderung schuf keine wesentliche Orientierung für Reisende. Ein neues Informationssystem (Beschilderung) soll hier für Ortsunkundige Abhilfe schaffen.

Bahnhofsvorplatz in Oranienburg wird ausgebaut Quelle: Bert Wittke

Bereits veranlasst wurde die Beseitigung des Mülls auf den bislang privat genutzten Flächen, die, wie auch die alte Fahrradabstellanlage durch einen Bauzaun gesichert wurden. Die direkt vor dem denkmalgeschützen Bahnhofsgebäude liegenden Flächen befinden sich jedoch im Eigentum der Bahn, werden aber im Zuge der Baumaßnahme durch die Stadt neu gestaltet. Dazu soll ein Bauerlaubnisvertrag geschlossen werden. Die spätere Unterhaltung obliegt jedoch weiter der Bahn.

Aufenthaltsqualität verbessern

Insgesamt soll die Aufenthaltsqualität auf dem Platz und anliegenden Freiflächen erhöht werden. Dazu sollen neue Sitzgelegenheiten vor der Post und dem Gymnasium, eine neue Beleuchtung und ein farblich und materialtechnisch einheitlicher Belag von Bahnhofsplatz, Fahrbahn und Haltestellenbereich beitragen. Der Bahnhofsplatz wird ebenso wie die Stralsunder Straße in diesem Bereich verkehrsberuhigte Zone. Elf Taxistellplätze, sieben Plätze in der sogenannten Kiss & Ride-Zone, vier Behindertenparkplätze und bahnhofsnahe Stellplätze für den Schienenersatzverkehr sollen das neue Erscheinungsbild des Bahnhofes abrunden.

Von Ulrike Gawande

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