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Oranienburg Der Stoff aus dem die Bauträume sind
Lokales Oberhavel Oranienburg Der Stoff aus dem die Bauträume sind
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19:55 14.10.2016
In ungewohntem Licht: Die Härtekessel, in denen die Steinrohlinge unter Wasserdampf für die Verarbeitung vorbereitet werden. Quelle: Fotos (2): Heike Bergt
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Germendorf

Mit zwei gebrauchten Kalksandsteinpressen fing alles an. Mit zehn Mitarbeitern, die noch per Handschlag eingestellt wurden. Der galt etwas. Und einer Gewerbeanmeldung beim Landkreis. Das ist 25 Jahre her. Inzwischen gibt es längst Arbeitsverträge, ist die Zahl der Mitarbeiter auf 85 gewachsen und seit 2015 produziert eine hochmodernde Presse die Steine, aus denen so viele Hausbauträume sind. „Ab 1995 haben wir zusätzlich ein Porenbetonwerk aufgebaut. Heute versorgen wir den gesamten Nordosten Deutschlands“, so Geschäftsführer Christian Bertmaring auf der Feier zum Betriebsjubiläum, zu der am Freitagabend Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter eingeladen waren. Zu diesem Zweck war die Produktions- zur Eventhalle umfunktioniert worden. Dort, wo 1992 mit den ersten Steinen alles begann.

Christian Bertmaring ist seit neun Jahren im Unternehmen aktiv, übernahm die Geschäftsführung zu Jahresbeginn 2016 aus den Händen von Vater Paul Bertmaring. 2014 firmierte der Betrieb zu den Baustoffwerken Havelland GmbH & Co. KG um und verarbeitet heute im Jahr rund 150 000 Tonnen Sand zu 200 000 Kubikmetern Steinen. „Seit Beginn haben wir Steine hergestellt, die für rund 200 000 Einfamilienhäuser gebraucht werden.“ Steine aus Germendorf stecken aber auch im neuen Feuerwehrdepot des Ortsteils, „in vielen Neubauten in Berlin und vor allem auch im Neubau des Berliner Stadtschlosses“, so Christian Bertmaring. „Wir erzeugen hier 18 000 Kilogramm Dampf in einer Stunde, so viel wie 10 000 Bügeleisen“, machte der Geschäftsführer die Produktion in seiner Festrede auf unterhaltsame Weise vorstellbar.

Und er dankte seinen Mitarbeitern: „In 25 Jahren ist das Unternehmen zu dem geworden, was es heute ist: Sie haben Anteil daran. Sie haben so manche unorthodoxe Maßnahme mitgetragen, Sonderschichten gefahren. Danke für ihre Engagement.“ Für die Zukunft sieht der Geschäftsführer das Unternehmen gut aufgestellt. „Wir wollen weiter in die Verbesserung der Qualität und der Produktivität am Standort investieren.“

Das Unternehmen sei vor allem auch Vorbild in Sachen Ausbildung, so Landrat Ludger Weskamp. Derzeit bildet das Unternehmen vier Azubis zu Industriekaufleuten, Verfahrensmechanikern, Mechatronikern und Elektrikern aus.

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke, seit 23 Jahren Oranienburgs Stadtoberhaupt, erinnerte an die vielen „Glücksritter der ersten Stunde“, die auch in Oranienburg schnelles Geld machen und Sonderförderungen abgreifen wollten. „Schnell trennte sich die Spreu vom Weizen. Sie waren ein Korn, das aufging.“ Heute boomt Oranienburg, „täglich werden bei uns Bauanträge gestellt. Ich bin zuversichtlich, wir werden gemeinsam noch viel Steine hier verbauen.“ Zugleich würdigte Laesicke die Philosophie des Unternehmens: „Wenn es uns gut geht, soll es auch der Gemeinschaft gut gehen. Ich wünsche mir mehr Unternehmen in der Stadt wie ihres.“

Die Baustoffwerke Havelland unterstützen seit Jahren die freiwillige Feuerwehr in Germendorf. Vier Mitarbeiter sind dort Mitglied. Zusammen mit dem Chef der Bürgerstiftung, Ronny Schmidt, hatte Christian Bertmaring die Idee, innerhalb der Bürgerstiftung einen Stiftungsfonds für die Feuerwehr zu schaffen. 12 100 Euro sind inzwischen im Fonds. „Wer so eine Familie hat, dem kann nichts anbrennen“, freute sich Feuerwehrchef Cornel Gratz bei der symbolischen Scheckübergabe.

Von Heike Bergt

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