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Oranienburg Ist das die dickste Kiefer in Brandenburg?
Lokales Oberhavel Oranienburg Ist das die dickste Kiefer in Brandenburg?
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12:44 29.11.2018
Pächter und Verwalter Bernhard vermisst die Kiefer am Grabowsee. Quelle: ENRICO KUGLER
Friedrichsthal

Bei jedem Schritt hinunter an den Grabowsee raschelt es unter den Füßen. An diesem Mittwoch besonders laut, denn die Blätter sind über Nacht gefroren und haben einen leichten weißen Überzug, der wie Puderzucker anmutet. Obwohl die Sonne ihre Strahlen durch die Baumwipfel schickt und den Wald mit einem mystisch anmutenden gelblichen Licht flutet, ist es am Morgen noch frostig kalt. Das Thermometer zeigt minus 3,5 Grad.

Die MAZ ist verabredet – mit Bernhard Hanke. Der 57-jährige Pächter und Verwalter der ehemaligen Lungenheilstätte am Grabowsee behauptet, dass auf dem 34 Hektar großen Gelände nicht nur alte Häuser und Ruinen stehen. „Es wird gemunkelt, dass bei uns die dickste Kiefer Brandenburgs steht“, sagt der gebürtige Passauer und fügt hinzu: „Ich halte das durchaus für möglich.“

Der Beweis: 3,54 Meter misst der Umfang der Kiefer am Grabowsee. Quelle: ENRICO KUGLER

Mit jedem Schritt, der näher ans Ufer des Grabowsees führt, wächst die Spannung. Da steht die Kiefer. Schon von Weitem wird deutlich, was sich dort für ein Riese aus dem märkischen Sand aufbäumt. Je näher man kommt, desto größer wird der Umfang der Kiefer.

Als erstes erreicht „Ilse“, der Kaukasen-Mix von Bernhard Hanke, das Objekt der Begierde und wedelt freundlich mit dem Schwanz. Schnell ist das Bandmaß ausgerollt. Drei Leute sind nötig, um es in der Höhe von etwa einem Meter um den Baum zu wickeln. „3,54 Meter“, ruft Bernhard Hanke und die Begeisterung in seiner Stimmen ist nicht zu überhören. Die Wurzel der Bäume hier, so erklärt er, hätten durch ihre unmittelbare Nähe zum Grabowsee immer genügend Wasser bekommen. So konnten sie weit in den Himmel wachsen. Da es sich zudem nicht um einen Wirtschaftswald handelt, blieben die Bäume von der Säge verschont. Okay, während ihres 45-jährigen Aufenthalts auf dem Gelände hätten die Sowjets schon mal den einen oder anderen Baum umgelegt. Aber nicht hier, am Ufer des Sees. Zum Glück, so der Verwalter, mache sich auch der Biber offensichtlich nichts aus Kiefer. Dagegen sind einige Eichen, die sich zwischen den Kiefern wachsen, bereits Opfer der Nager geworden und zu Boden gegangen.

„Pinus sylvatica – ein großartiger, ein wunderbarer Baum“, sagt Bernhard Hanke, nachdem das Rekordstück vermessen ist und streicht mit der Hand fast zärtlich über die Rinde. „Da sieht man mal, wie groß so ein Baum werden kann, wenn er in Ruhe gelassen wird.“ In etwa acht bis zehn Metern Höhe teilt sich der Stamm zum ersten Mal. Dies wiederholt sich bis zur Spitze hinauf noch einige Male. Wer genau hinschaut, erkennt vier Wipfel, die über dem Stamm thronen.

Ein Prachtstück – wie alt könnte dieser Baum sein? Quelle: ENRICO KUGLER

Wie alt die Kiefer ist, lässt sich nicht genau sagen. Aber Bernhard Hanke hofft, dass sie noch lange am Leben bleibt. Schließlich ist sie die dickste Kiefer Brandenburgs. Oder kennt womöglich jemand einen Artgenossen im Land, der einen noch dickeren Stamm vorweisen kann? Derjenige melde sich bitte bei der MAZ in Oranienburg unter oranienburg@maz-online.de

Wir sind gespannt ...

Von Bert Wittke

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