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Oranienburg Die Innenstadt ein Farbenmeer
Lokales Oberhavel Oranienburg Die Innenstadt ein Farbenmeer
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19:43 28.10.2018
Über den Köpfen der vielen, vielen Besucher: Dieser Riese schlenderte durch die Festmeile und war begehrtes Fotomotiv.
Oranienburg

Freundliche Gesichter, spielende Kinder, lachende Menschen, gesättigte Mägen, volle Einkaufstüten – die Lichternacht in Oranienburg am Freitagabend ließ die Herzen von Groß und Klein hüpfen. Wunderschöne Lichteffekte am Wasserspeicher, bei Takeda, am Schloss oder durch die große Lichtkugel an der Bernauer Straße – Oranienburg sah für ein paar Stunden ganz anders aus: bunter, geschmückt mit originellen Illuminationen, heller. „Also ich finde es sehr schön“, sagte Carsten Schneider aus Berlin. Er war mit seinem Kumpel Jürgen Maschefski zur Lichternacht gekommen – jeder in einer exklusiven Brille, deren überdimensionierter Rahmen leuchtete. „Eigentlich wollten wir mit dem Motorrad herkommen. Aber sie hatten schlechtes Wetter angesagt.“ Carsten Schneider findet das Fest sehr interessant – „und wie viele Leute hierherkommen“!

Himmel und Menschen in der Innenstadt

Verkauft wird seit Freitagabend der Oranientaler. Als erstes Geschäft durften ihn die Mitarbeiter von Nannys Kinderparadies an den Mann und an die Frau bringen. „Die meisten haben ihn sich als Sammlerstück geholt“, sagte Sabrina Pitz. Sie ist in dem Geschäft Verkäuferin aus Leidenschaft, wie sie selbst sagt. Als Geschenk würden ihn die Oranienburger und ihre Gäste auch gern kaufen. Die Kunden kämen bewusst, um ihn zu holen. Und manch einer wollte eine bestimmte Nummer auf dem Taler haben. Von dem gibt es vorerst 1000 Stück. Der „Oranientaler“ hat einen Wert von zehn Euro. Die Mitgliederversammlung der Citygemeinschaft Oranienburg hatte die Idee des Talers im Februar auf den Weg gebracht. 35 Geschäftspartner, vom Dienstleister über Händler bis zu Gastronomen machen mit und nehmen den Taler in Zahlung.

Zum zweiten Mal machte C4 Hair, das Friseurgeschäft in der Mittelstraße, aus der Lichternacht eine Spendernacht. Nachdem sie bei „Koofen und schwofen“ im April knapp 400 Euro einnahmen, sprang am Freitag eine fast identische Spendensumme heraus: 373,08 Euro. Die Geldsumme vom Frühjahr ging ans Hospiz Oberhavel, nun haben sich die Friseure den Gnadenhof Wensickendorf ausgesucht. Das Geld wurde bereits am Freitagabend übergeben. Es wurde eine Tombola ohne Nieten veranstaltet. Die Preise spendierte der Chef des Friseurladens.

Partner der Lichternacht waren die Stadtwerke, sie sorgten für Strom und Wasser auf der Flaniermeile. Dominika Hrubcova, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit: „Wir wollen die Veranstaltung aufwerten.“ Respekt zollt Unternehmerin Petra Scherwinski den Organisatoren, dass sie es schaffen, so viele Menschen in die Innenstadt zu locken. „Schön ist, dass man viele bekannte Leute trifft und dass die Bernauer Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist.“

Von Stefan Blumberg

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