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Die Stadt bleibt im Feiermodus

Oranienburg Die Stadt bleibt im Feiermodus

Auch nach der Sommerpause hat es sich in Oranienburg längst nicht ausgefeiert. Viele Veranstaltungen laden ein, ob Open Air oder in der Orangerie. Die Oranienburger lieben vor allem Comedy und Operette.

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Wird zur Finissage versteigert: Das Bild, das Olaf Haugk beim „Soundpainting“ geschaffen hat.

Quelle: Andreas Winter

Oranienburg. Die letzten Kostüme hängen noch im Flur der TKO in der Rungestraße. Täglich holen sich Gruppen und Initiativen, die dem großen Festumzug zur 800-Jahr-Feier zum Erfolg verholfen hatten, ihre DVD dort ab. Erinnerungen gratis. „Ich selbst habe kein einziges Foto hinbekommen. Beim Einfädeln des Umzugs war einfach keine Zeit“, blickt Umzugskoordinator Ulrich Koltzer ein wenig wehmütig zurück. Nicht nur er freut sich deshalb über den Film und auch die Fotoschau in der Touristinfo am Schlossplatz: „Man kann die einmalige Stimmung noch mal nachempfinden.“ Bis März arbeitet der Potsdamer noch in der Veranstaltungsabteilung der TKO, dann sucht er nach reichlich zwei Jahren eine neue Herausforderung. „Gern auch in Oranienburg“, so der Tourismusfachwirt. Oranienburg sei ihm mehr als Herz gewachsen als er erwartet hatte. „Ich hoffe, dass das gute Gefühl, die gute Stimmung der Festtage noch lange nachwirken bei den Menschen“. DVD und Printvariante zum Festumzug gibt es auch im Stadtarchiv. „Das wird bleiben.“

Derweil hat es sich im Jubiläumsjahr längst nicht ausgefeiert. Am 31. August ab 18 Uhr wird das Triptychon, das der Künstler Olaf Haugk Open Air beim „Soundpainting“ auf dem Schlossplatz live entstehen ließ, für einen guten Zweck versteigert – insgesamt oder auch in Teilen. An diesem Abend endet auch die Exposition seiner Werke im Foyer der Orangerie.

Bei den weiteren Veranstaltungen in der Orangerie wirft bereits ein weiteres Jubiläum seine Schatten voraus: Der 350.Todestag Louise Henriettes 2017. Die niederländische Autorin Reinildis van Ditzhuyzen stellt am Mittwoch, 14. September, ab 19 Uhr ihre Publikation „Das Haus Oranien-Nassau. Biografien und Bilder aus 600 Jahren“ vor. Grußworte sprechen der Bürgermeister und Botschaftsrätin Monique Ruhe. Eingeladen ist auch hier jeder Interessierte.

Viele Bekannte geben sich bis zum Jahresende in der Orangerie noch ein Stelldichein: „Wir gestalten das Programm nach dem Publikumsinteresse. Und die Oranienburger lieben, Kabarett, Comedy und Operette“, so die Veranstaltungsmanagerin der TKO, Kathrin Günther-Kalsow. Zwar schwärmten viele Künstler vom Qualiätsflügel, doch die Gemeinschaft der Liebhaber klassischer Konzerte sei einfach zu klein. „Wir brauchen mindestens 100 Gäste, damit es sich für beide Seiten rechnet.“

Die Orangerie schnell gefüllt bekommt auf jeden Fall wie immer Kultautor Waldimir Kaminer, der am 19. Oktober mit seiner Show auf der Bühne steht. „Mord auf Bestellung“ heißt das Krimi-Comedy-Dinner am 2. Dezember. Die Hamburger Schauspieler sind erstmals zu Gast. Karten sind schon knapp, aber eine Zusatzveranstaltung möglich. Auch Thomas Rühmann und seine Band schätzen das kleine Haus im Park. „Das Publikum liebt ihn einfach.“ Sie sind für den 6. Januar gebucht. Und wer mit dem Bürgermeister Weihnachtslieder singen will: Das geht wieder am Freitag, 9. Dezember, ab 17 Uhr auf dem Schlossplatz

Von Heike Bergt

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