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Diesterweg-Schule gegen Trägerwechsel

Schulgemeinschaft in Hennigsdorf Diesterweg-Schule gegen Trägerwechsel

Um Geld zu sparen, will die Hennigsdorfer Stadtverwaltung die Diesterweg-Oberschule wieder in die Trägerschaft des Kreises geben. Doch die Schulkonferenz wehrt sich gegen diese Pläne. Vielmehr könne man sich mit der neuen Grundschule nebenan zu einem starken Standort zusammentun.

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Die Aula der Diesterwegschule wurde Ende 2014

Hennigsdorf. In der Diesterweg-Schule könnte sich demnächst einiges ändern. Die Stadtverwaltung plant, die Oberschule – wie auch die Schweitzer-Schule – in die Hände des Landkreises zu geben, um Ausgaben zu reduzieren. Wegen der schlechten Haushaltslage hatte die Verwaltung 2015 bereits eine Million Euro eingespart, pro Oberschule und Jahr würde sie weitere 250 000 Euro einsparen. Im April könnten die Stadtverordneten darüber entscheiden, ob die Stadt die Schulen in die Hände der Kreisverwaltung zurückgibt.

Doch nun regt sich Protest in der Diesterwegschule, die Schulkonferenz spricht sich gegen die Pläne aus. Man wolle die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Verwaltung nicht aufgeben, zudem würde sich die Chance bieten, eine Oberschule mit Grundschulteil und Förderschulzweig aufzubauen. Tatsächlich richtet die Verwaltung für das neue Schuljahr in der benachbarten Schule an den Havelauen eine vierte Grundschule ein, auch Förderschüler sollen dort zunächst noch unterrichtet werden. Die Stadt hatte die Schule vom Kreis übernommen.

Unter anderem wäre man laut Schulkonferenz bei einer Zusammenlegung flexibler, was die Zügigkeit der Klassen in Grund- und Oberschule angeht, zudem werde der Übergang in die 7. Klasse erleichtert, weil die Kinder Standort bleiben. Außerdem könnten die Räume der benachbarten Schulen effektiver genutzt werden. Um das zu erreichen, müsste die Oberschule in Hand der Stadt bleiben.

Die Stadtverordneten reagieren zurückhaltend. SPD-Fraktionschef Udo Buchholz kündigt an, dass seine Fraktion das Gespräch mit den anderen Fraktionen suchen werde, um „parlamentarisch breit getragene gemeinsame Schritte zu vereinbaren.“ Petra Röthke-Habeck (Grüne) ist es wichtig, dass die Inklusion von Kindern mit Förderbedarf „Lernen“ in Regelschulen gelingt, dafür brauche man die Lehrer der bisherigen Förderschule. „Mit welchen Konzepten dies umgesetzt wird, entscheiden die Schulkonferenzen mit dem Schulamt.“ Birgit Tornow-Wendland (CDU) verweist darauf, dass die Schulen kooperieren könnten, anstatt sich zusammenzulegen. Das wäre auch möglich, wenn eine Schule in Trägerschaft des Kreises, die andere in Trägerschaft der Stadt wäre.

Bürgermeister Andreas Schulz ist nicht überrascht, dass die Oberschule in städtischer Hand bleiben will. „Das ist für uns ja auch eine Bestätigung der guten Zusammenarbeit.“ Eine mögliche Zusammenlegung wollte er aber nicht kommentieren.

Von Marco Paetzel

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