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Oranienburg Ein Fehlauer kommt selten allein
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11:52 13.10.2018
Michael Fehlauer: Sein Wunsch, ein Finanzamt zu leiten, erfüllte sich 2015. „Die Arbeit macht mir großen Spaß“, sagte der 60-Jährige. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Michael Fehlauers Arbeitsplatz ist im Finanzamt, Eike-Kristin Fehlauer ist in der Stadtverwaltung tätig, Daniel Fehlauer in der Stadtbibliothek.

Michael Fehlauer: Stadtmensch mit Hang zur Kultur

Anfang dieses Monats war es genau drei Jahre her, dass Michael Fehlauer Vorsteher des Finanzamtes in Oranienburg wurde. „Die Arbeit macht mir großen Spaß“, sagte der 60-Jährige. Er sei gut aufgenommen worden und fasst das Arbeitsklima mit einem Wort zusammen: „Toll!“

Michael Fehlauer wurde in Berlin-Charlottenburg geboren. Die Schulzeit absolvierte er in Bayreuth, machte ein Fachabitur in Wirtschaft und studierte dann Betriebswirtschaft und Jura. Als Referendar kehrte er wieder nach Berlin zurück und war gerade ein Jahr fertig, als die Mauer fiel. Der Arbeit im Rechtsamt des Rathauses Schöneberg folgte die Arbeit als Rechtsamtsleiter im Amt Bernau und später beim Landkreis Barnim. Weitere Stationen in seinem Arbeitsleben waren das Oberbergamt in Cottbus sowie das Wirtschafts- und das Finanzministerium in Potsdam. Sein Wunsch, ein Finanzamt zu leiten, erfüllte sich 2015. „Als Vorsteher kann ich anders als bei der Arbeit im Ministerium vieles selbst beeinflussen, selbst Schwerpunkte bei der Arbeit setzen“, sagt Michael Fehlauer. Das Finanzamt Oranienburg an einem Ort zusammenzuführen, sei so ein Schwerpunkt gewesen. Eine reizvolle Aufgabe, die ihn, wie er zugibt, viel Kraft und Nerven gekostet habe. Aber das Ergebnis könne sich sehen lassen.

Ein weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der Vorsteher in der Fortbildung am Arbeitsplatz. Um die häufig wechselnden oder weiterentwickelten Programme für die Arbeit am Computer zu beherrschen, könnten sich die Kollegen sehr gut untereinander helfen. Dafür müssten nicht mehrere Leute lange zu Schulungen unterwegs sein.

Obwohl ihm Oranienburg sehr gefalle, sieht sich Michael Fehlauer, der in Berlin-Pankow zur Miete wohnt, als Stadtmensch. Deshalb möchte er in Berlin bleiben, wo er als Theater- und Museumsliebhaber schnell zu Vorstellungen fahren könne. Außerdem sei er ein leidenschaftlicher Leser, der auch gerne zu Kurz- und Städtereisen unterwegs sei. Michael Fehlauer ist nicht verheiratet, führe aber, wie er sagt, eine feste Beziehung, ohne jedoch zusammenzuwohnen. Das Singledasein habe auch seine Vorteile. Vor allem nach einem anstrengenden Arbeitstag. Nachforschungen zu seinem Namen hat der Finanzamtschef bislang kaum angestellt. Fehlauer könne wohl von Feilenhauer stammen, also was mit der Herstellung von Feilen zu tun haben. Der Ursprung des Namens sei wohl Berlin. Aber damit kennt sich Michael Fehlauer lange nicht so gut aus wie etwa mit deutschen Steuerrecht.

Eike-Kristin Fehlauer Quelle: Enrico Kugler

Eike-Kristin Fehlauer: Sie liebt Tatort und die Ostsee

Eigentlich schaut Eike-Kristin Fehlauer zu Hause wenig Fernsehen. Doch sonntags, 20.15 Uhr, knipst sie das Gerät an und wird für 90 Minuten zum Kommissar. „Tatort ist ein Muss“, sagt Eike-Kristin Fehlauer, die sich bei der Stadt Oranienburg auch um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Seit 2010 beantwortet sie nun schon die Presseanfragen, gestaltet das Stadtmagazin mit und unterstützt den Bürgermeister. Erst lange Hans-Joachim Laesicke. Seit diesem Jahr den Sohn Alexander. „Die Arbeit macht mir großen Spaß. Das ist das, was ich schon immer machen wollte“, so die heute 35-Jährige, die in Wismar aufgewachsen und groß geworden ist. Nach dem Abitur zog es Eike-Kristin Fehlauer nach Berlin zum Soziologie-Studium. 2007 hatte sie den Abschluss in der Tasche und schnupperte hier und da ein wenig Luft. „Ich habe im Bundestag und Bundespresseamt gearbeitet. Dann habe ich mal die Seiten gewechselt, um zu schauen, wie es da läuft.“ Es sei aber immer der Wunsch gewesen, einmal in einer Presseabteilung zu arbeiten. 2010 hatte sich Eike-Kristin Fehlauer bei der Stadt Oranienburg beworben – und den Job bekommen.

Seitdem sitzt die leidenschaftliche Volleyballerin nun im Schloss. „Das ist schon was Besonderes“, erzählt Eike-Kristin Fehlauer. „Am Anfang hatte ich die Panorama-Postkarte vom Schloss verschickt. Das macht mich schon stolz.“

Wie auch Tochter Paula (6), die den Leuten immer wieder erzählt, dass die Mama in einem Schloss arbeitet. Eike-Kristin Fehlauer, die gern am Kamin sitzt und bei einem Glas Rotwein ein gutes Buch liest, lebt mit ihrer Familie in Hohen Neuendorf. Mit ihrem Mann ist sie seit 2003 zusammen. Sieben Jahre später gab es die Hochzeitsparty in Wismar am Hafen. Ihre Töchter Paula (6) und Clara (2) halten die Mama ordentlich auf Trab. „Mir war es wichtig, dass ich nach der Arbeit mit dem Auto raus aus der Stadt fahre. Nach Hause“, so Eike-Kristin Fehlauer, die aber von der Entwicklung der Stadt Oranienburg begeistert ist. „Was sich hier in den letzten acht Jahren getan hat, ist bemerkenswert. Es ist eine aufstrebende Stadt mit einer spannenden Geschichte.“

Eigentlich mag es Eike-Kristin Fehlauer, morgens lange im Bett zu liegen. Seitdem die Kids da sind, ist das aber nur noch selten möglich. „Zwei Wirbelwinde“, plaudert Eike-Kristin Fehlauer, die den Urlaub gern an der Ostsee auf dem Darß verbringt. Seit Kurzem hat sie auch wieder ein Klavier zu Hause zu stehen. Immer, wenn es die Zeit erlaubt, jagt sie den Noten hinterher. Außer sonntags, 20.15 Uhr. Da kommt Tatort.

Daniel Fehlauer Quelle: Bert Wittke

Daniel Fehlauer: Bibliotheksleiter mit Vorliebe für Fußball

Mit Harry Potter hat alles angefangen. Die Bücher über den Zauberlehrling hat Daniel Fehlauer während seiner späteren Kindheit nicht nur verschlungen, sie haben auch etwas in ihm geweckt: die Liebe zum Lesen. Diese Leidenschaft hat er inzwischen zum Beruf gemacht. Der gebürtige Nauener, der dort auch heute noch wohnt, hat 2008 eine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Stadtbibliothek in Hennigsdorf begonnen. 2011 war er damit fertig und sammelte anschließend zwei Jahre Berufserfahrung, bevor er an der Fachschule in Potsdam den Fernstudiengang Bibliothekenwissenschaften belegte, den er als Bachelor abschloss. „Ich habe mich dann als Leiter für die Bibliothek in Oranienburg beworben“, erzählt der heute 29-Jährige.

Inzwischen hat sich Daniel Fehlauer, wie er sagt, ganz gut auf diesem Posten eingearbeitet. Das tolle Team, das er in Oranienburg vorfand, habe ihn dabei sehr unterstützt. Der verheiratete Vater eines zehn Monate jungen Sohns würde gern lange in Oranienburg bleiben, denn er hat viele Ideen, die er in der Stadtbibliothek umsetzen möchte. Die Einrichtung soll einen Imagewandel erleben, nach dem Zuhause und der Arbeit der dritte Ort werden, wo Menschen verweilen. Ein Forum der Stadtgesellschaft. Jeder soll sich in dem modernen Haus wohlfühlen und beste Möglichkeiten vorfinden, um Hobbys auszuleben, oder Arbeiten für Schule, Studium oder Beruf zu erledigen. Kurse möchte Daniel Fehlauer anbieten und dabei die Talente und Interessen seiner Mitarbeiter nutzen. In der Bibliothek soll es Autorenlesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben. Bereits geplant ist Lesenacht mit Übernachtung für Kinder. Kita-Kinder sollen die Bibliothek auf spielerische Art und Weise kennen und lieben lernen. Den Medienbestand möchte Daniel Fehlauer ausbauen und als eines der nächsten Vorhaben die Angebote für Blinde- und Sehbehinderte erhöhen.

Jenseits der Bibliothek hält sich der 29-Jährige gern auf dem Sportplatz auf, hat bis vor zwei Jahren in Paulinenaue Fußball gespielt und ist Fan von Hertha BSC. Er liebt Wintersport und ist durch Michael Schumacher zu einem Liebhaber der Formel-1-Rennen geworden.

Dass außer es ihm noch einige andere Leute in Oranienburg gibt, die Fehlauer heißen, aber familiär nichts miteinander zu tun haben, findet er interessant. Seine Vorfahren, so hat Daniel Fehlauer festgestellt, stammen wohl aus dem Gebiet der heutigen Ukraine. Von dort vertrieben, hat es die Fehlauers später in alle Winde verstreut.

Von Bert Wittke und Sebastian Morgner

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