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Ein richtiger Schulleiter

Axel Klicks von der Libertasschule Löwenberg Ein richtiger Schulleiter

Ein bisschen strahlt er doch: Axel Klicks darf sich nun offiziell Leiter der Libertasschule Löwenberg nennen. Nach sechseinhalb Jahren ist es geschafft, seiner Bewerbung wurde entsprochen, nachdem er so lange als kommissarischer Schuleiter agiert hatte.

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Gratulation für Axel Klicks (links), der die längste Zeit Übergangsleiter der Libertasschule Löwenberg (Grund- und Oberschule) war. Bürgermeister Bernd-Christian Schneck gratuliert

Quelle: FOTO: STEFAN BLUMBERG

Löwenberg. Es war der 19. August 2009. An dem Tag übernahm Axel Klicks die Aufgabe des Leiters der Schule in Löwenberg. Kommissarisch. So hieß es damals. Und so blieb es lange. Wochen, Monate, Jahre. Genau genommen: fast sechseinhalb Jahre. Bis zum 31. Dezember 2015. Seit dem 1. Januar 2016 darf Axel Klicks das inzwischen lästig gewordene „k“ für kommissarisch streichen. Er ist jetzt „richtiger“ Schulleiter. Er hat es Schwarz auf Weiß vom Schulamt bekommen.

„Für mich ist das die logische Konsequenz für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren“, sagte Bürgermeister Bernd-Christian Schneck als Vertreter des Schulträgers. Er gratulierte ihm gestern. Es sei eine Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung geworden, es gebe Kooperationsverträge mit Unternehmen, Vereinen und der Gemeindeverwaltung, die Schule sei im internationalen Erasmus-Plus-Projekt voll integriert, im Sport sei Löwenberg Landesstützpunkt in der Leichtathletik und Bundesstützpunkt im Fußball. „Kurz: Der Ruf der Schule ist in den Jahren unter der Leitung von Axel Klicks wesentlich besser geworden!“ Auch einen Anteil daran hat Astrid Glass. Sie nimmt seit Jahren Stellvertreteraufgaben wahr, offiziell vergeben ist die Stelle aber nicht. Auch hieran wird gearbeitet.

Warum hat es sechseinhalb Jahre gedauert, bis die Löwenberger Schule wieder ganz offiziell einen Schulleiter hat? Die Vorgängerin von Axel Klicks, Petra Liere, hatte sich damals längerfristig krank gemeldet. Sie kam nicht mehr zurück, hatte aber noch Anspruch auf die Funktion. Erst am 30. August 2014 wurde die Stelle ausgeschrieben. „Das ist nicht ungewöhnlich, aber außergewöhnlich“, sagt der Bürgermeister. „Die ersten zwei Jahre hatte ich gar keine Zeit, mir Gedanken darum zu machen“, so Klicks. Von der Verwaltung, der Politik und vom Schulamtes wurde in all den Jahren versucht, Klarheit zu schaffen. Sogar drei Bildungsminister waren vertraut mit der Sache, in die im vergangenen Jahr Bewegung kam. Ein Kolloquium mit Vertretern des Schulträgers, des Schulamtes und des Personalrates beschäftigte sich damit. Die Schulkonferenz auch. Aus diesen Gremien gab es ein einstimmiges Votum: pro Axel Klicks.

Es hatte einen weiteren Bewerber gegeben, einen Konrektor einer Berliner Sekundarschule. „Ich war froh darüber. Das tat der Selbstreflexion gut. Und außerdem kann jetzt keiner sagen, ’ich bin nur Leiter geworden, weil kein anderer da war’“, sagt Axel Klicks. Die Widerspruchsfrist des Mitbewerbers ist abgelaufen. Danach erst verschickte das Schulamt die frohe Botschaft an den „Ex-Kommissarischen“. Der 53-Jährige sagt: „Ich bekam den Brief am 18. Dezember. Es ist mein Geburtstag.“

Von Stefan Blumberg

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