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Oranienburg Energieinsel zieht von Germendorf nach Oberkrämer
Lokales Oberhavel Oranienburg Energieinsel zieht von Germendorf nach Oberkrämer
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00:31 20.05.2018
Rico Rückstädt, Gründer und Geschäftsführer der Energieinsel, im Vehlefanzer Gewerbegebiet. Die Bodenplatte ist schon zu sehen. Quelle: Robert Tiesler
Vehlefanz

Das Ziel ist fest im Blick: Ende September soll der Umzug abgeschlossen sein. „Laut Bauunternehmer liegen wir im Zeitplan“, sagt Rico Rückstädt, der Gründer und Geschäftsführer der Energieinsel. Momentan befindet sich das Unternehmen noch am alten Germendorfer Bahnhof. Im Gewerbegebiet in Vehlefanz entsteht aber bereits das neue Domizil. Die Bodenplatte ist bereits zu sehen.

Die Betriebsstätte in Germendorf hätte saniert werden müssen, „sie entsprach nicht mehr unseren energetischen Ansprüchen.“ Eigentlich wollte Rico Rückstädt mit seiner Firma in Oranienburg bleiben. „Wir sind da gut vernetzt, und es war schön dort.“ Aber es mangelte an Baugrundstücken. „Es war nichts zu finden.“ Große Unternehmen würden stattdessen die letzten Grundstücke blocken und kaufen. Eine Maklerin habe ihn dann auf die Grundstück im Vehlefanzer Gewerbegebiet hingewiesen.

Rico Rückstädt, Gründer und Geschäftsführer der Energieinsel, am neuen Gelände. Quelle: Robert Tiesler

„Der Standort ist charmant“, sagt Rico Rückstädt. „Er ist gut erreichbar, die Autobahn wird ausgebaut, da ist die Entscheidung schnell gefallen. Der Preis war annehmbar.“ Als klar war, dass die Energieinsel nach Oberkrämer zieht, hat sich der Geschäftsführer auch mit Bürgermeister Peter Leys getroffen. Er habe für ihn ein offenes Ohr gehabt. „Ich denke, die Gemeinde ist glücklich, wenn Unternehmer herziehen.“

Die Energieinsel gibt es seit 2012. Der Firma gehe es darum, die Menschen unabhängig von Stromkosten zu machen. Kunden werden dort zu den Möglichkeiten eines modernen Energiekonzeptes beraten, außerdem baut die Firma Photovoltaik- oder Sonnenbatterie-Anlagen auf. Kunden hat die Firma hauptsächlich in Ostdeutschland. Rico Rückstädt selbst beschäftigt sich schon seit 2002 mit erneuerbaren Energien, im Photovoltaik-Geschäft ist er seit 2007. „Immer mehr Leute achten beim Bauen auf Energieeffizienz, sie wissen, dass die einfache Dämmung heute nicht mehr reicht.“ Eine Photovoltaikanlage und eine passende Batterie könnten die Kunden von den Stromkosten entlasten.

Mehr als 50 Leute arbeiten für die Energieinsel, inklusive Subunternehmer und freier Mitarbeiter. In Vehlefanz entstehen etwa 700 Quadratmeter Bürofläche und weitere 300 Quadratmeter Hallenfläche. Geplant ist ein Holzständerwerk-Bau. „Die Wände werden im Werk vorgefertigt.“ Das Gebäude solle ein Vorzeigeobjekt werden, alle wichtigen Richtlinien erfüllen.“Wir wollen zeigen, wie modernes Bauen funktionieren kann.“ Das Interesse sei schon groß, aber die meisten Leute würden kommen, wenn alles fertig sei.

Von der Autobahn aus wird man das Haus sehen können – es wird orange. „In unseren Firmenfarben.“ Rico Rückstädt rechnet damit, dass es in Vehlefanz mehr Laufkundschaft gibt. Auch durch die Möglichkeit, Elektroautos zu mieten. Stichwort: E-Car-Sharing. „Wir wollen ein weiteres E-Auto kaufen“, kündigt der Energieinsel-Geschäftsführer an. „Wir möchten den Leuten in der Region was Gutes tun.“ Die Frage sei jedoch, ob der Standort im Gewerbegebiet dafür der richtige sei. Möglich sei auch, dass die Autos beim Bäcker in Schwante oder am Kremmener Bahnhof stehen. Klar ist aber, dass in Vehlefanz die Möglichkeit bestehen wird, Elektroautos aufzutanken.

Von Robert Tiesler

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