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Erweiterung ist unerwünscht

Supermärkte in Velten Erweiterung ist unerwünscht

Veltener Supermärkte dürfen ihre Flächen nicht erweitern, das soll demnächst mit der zweiten Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts festgelegt werden. Größere Märkte könnten dem geplanten Supermarkt im Zentrum die Kunden abgraben, lautet die Befürchtung.

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Veltener Discounter dürfen ihre Flächen nicht erweitern. Das sorgt für Frust bei den Betreibern.

Quelle: Foto: M. Paetzel

Velten. Kürzlich flatterte eine Anfrage von Rewe im Rathaus ein, die Kette wollte ihre Filiale in Velten um 300 Quadratmeter erweitern. Doch es sieht nicht so aus, als wenn dem Ansinnen stattgegeben wird. Die zweite Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes, die die Stadtverordneten demnächst beschließen könnten, würde die Erweiterung von Supermärkten in der Ofenstadt unterbinden. „Ein Viertel des Umsatzes würde dem geplanten Vollsortimenter wegbrechen, wenn die anderen Märkte erweitern dürften“, erklärte Planer Marc Schwade von der Consilium GmbH.

Vor den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses appellierte er, den Supermärkten die Erweiterung nicht zu gestatten. Man solle mit einer Entscheidung darüber abwarten, bis sich der geplante Vollsortimenter im Zentrum – der Baubeginn steht in den Sternen – etabliert habe. Eine Erweiterung würde außerdem die Konkurrenz der Märkte untereinander verschärfen. In Velten gebe es Penny, Lidl und Netto sowie Rewe, Aldi und Netto auf engstem Raum. „Es würden dann Standorte vom Netz gehen. Welche das sind, können wir aber nicht prognostizieren“, erklärte Schwade. Dafür prognostizierte er, dass der Penny-Markt in der Rosa-Luxemburg-Straße die schlechtesten Karten habe, weil kein Wohngebiet im Umfeld sei, sondern Gewerbe und Industrie.

Kritik am geplanten Vollsortimenter kam von Kristina Wolf (Pro Velten). Sie erinnerte daran, dass in Hennigsdorf das Ziel-Center ausgebaut wird und Ketten wie Kaufland einziehen. Das sei eine zu große Konkurrenz für den geplanten Veltener Supermarkt. „In Hennigsdorf habe ich eine bequemere Anbindung und muss mich nicht durch die Innenstadt quälen.“ Paul Niepalla (SPD) verteidigte, dass man Discountern die Expansion untersagen wolle. Es drohe sonst Wildwuchs, weil sich Supermärkte ungebremst vergrößern könnten. „Wenn wir das Konzept nicht beschließen, können wir das Wachstum nicht regulieren.“

Passend zum Einzelhandels-und Zentrenkonzept soll auch der Bebauungsplan „Steuerung des Einzelhandels“geändert werden, hier soll eine Obergrenze für die Discounter bei 800 Quadratmeter festgelegt werden, 150 Quadratmeter dürften etwa Bäcker, Fleischer oder Zeitungsläden groß sein. Darüber sollen demnächst die Stadtverordneten entscheiden. Pro Velten, die größte Fraktion, dürfte zumindest gegen das Einzelhandels- und Zentrenkonzept stimmen. „Von mir aus können sie diskutieren, wie sie wollen“, sagte Petra Künzel mit Blick auf die Bürgerumfrage vom vergangenen Jahr. Die habe ergeben, dass die Veltener keinen Supermarkt im Zentrum wollten. Die Verwaltung interpretiert die Umfrage dagegen als „Ja“ zum Supermarkt. 45 Prozent der Befragten hatten sich für einen Markt im Zentrum ausgesprochen, 18 Prozent war die Frage„unwichtig“.

Von Marco Paetzel

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