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Es fehlt an Kitas und Schulen

Oranienburg Es fehlt an Kitas und Schulen

Bauboom und kein Ende: Oranienburg wächst weiter und braucht vor allem mehr Kitas und Schulen. Was man wo erweitern, sanieren oder neu bauen könnte, das hat die Stadt jetzt in einem Plan bis 2030 zusammengefasst, den am Dienstag der Bauausschuss diskutiert.

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Warnt, dass der Haushalt schon jetzt strapaziert ist: Baudezernent Frank Oltersdorf.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Die Abc-Schützen sind die ersten Kinder, die am Sonnabend die neue Comeniusgrundschule erobern. Das Millionen-Projekt ist geschafft. Doch viel Zeit zum Luftholen bleibt nicht. Oranienburg hat enormen Zuzug. In der Stadt leben aktuell 44 000 Einwohner, davon sind knapp 4800 Kinder in Kita- und Grundschulalter. Alle Einrichtungen bleiben proppenvoll. Das Fachamt für Bildung und Soziales hat jetzt einen Entwicklungsplan für Kitas und Schulen bis 2022 und perspektivisch bis 2030 vorgelegt. Fazit: Kitas und Grundschule reichen nicht aus. „Eigentlich müssen wir sofort weiterbauen,“ so Baudezernent Frank Oltersdorf. Und so ähnlich wird es wohl auch kommen.

Basierend auf den Prognosen für die Entwicklung der Kinderzahlen schlägt die Verwaltung in Sachen Kitas Folgendes vor: „Wir sehen großen Bedarf für eine neue Kita in der Innenstadt für 125 bis 150 Kinder“, so Oltersdorf. Denkbar sei ein Grundstück an der Havel nahe der Stadtbibliothek. Die Stadt möchte über das ASZ II-Förderprogramm Geld akquirieren – bis zu 66 Prozent der Kosten sind möglich.

Entspannung der Situation im Kita-Bereich soll auch der Neubau der Germendorfer Kita bis 2018 bringen. Freier Träger ist die Johanniter Unfallhilfe. Zugleich hat die Hoffbauer GmbH, Träger der evangelischen Kita „Kleine Fische“ in der Innsbrucker Straße, die Genehmigung der Erweiterung der Platzzahlen von 40 auf 150 beantragt. Hoffbauer möchte auch bauen – das Grundstück hinter dem Hammer-Baumarkt ist in Erwägung gezogen. Nach dem Auszug aus der Innsbrucker würde der jetzige Mitmieter, die Kita „Butzelhausen“ die gesamte Haus übernehmen. Und stockt auch auf.

Ein neues Haus sieht der Entwicklungsplan auch für die „Bäkestrolche“ in Schmachtenhagen vonnöten. Aufgestockt wird von 75 auf 100 Plätze. Das mehrfach umgebaute Haus gebe einen weiteren Anbau aber nicht her. Zudem sei ein Neubau nicht viel teuer. Und er könnte den Platz des alten Heizhauses auf dem Schulcampus vis a vis einnehmen – bis 2021.

Reichlich Bauempfehlungen gibt es ebenso für die Grundschulen: In einen ersten Schritt soll bis Sommer 2018 der Flachbau neben der Havelgrundschule zu fünf Klassenräumen ausgebaut werden. „2017 könnte bei einem Beschluss Baustart sein. Damit wird die Schule durchgängig fünfzügig.“

Für Lehnitz empfiehlt der Bedarfsplan einen Schulanbau, in dem vor allem die Fachkabinette unterkommen. In der Friedrichsthaler Grundschule – vor Jahren noch gänzlich auf der Abschussliste – plädiert die Verwaltung für einen Neubau am Sportplatz: Der werde wenig teurer als die Sanierung des verwinkelten Altbaus, der sich später besser als Wohnstandort eigne. Bis Sommer 2021 soll die Schule stehen. Allerdings seien viele Genehmigungen am Wald- und Trinkwassereinzugsgebiet einzuholen.

Für die alte Comeniusschule liegt die Baugenehmigung für einen Umbau bereits vor: Sie soll ab 2018 bis 2021 als Ausweichquartier dienen für die Kinder der zu sanierenden Kitas Fröbel, Lehnitz und Am Schlosspark. „So sparen wir teure Containerlösungen.“ Anschließend „wollen wir die Schule im Park wieder als zweizügige Grundschule nutzen. Und falls die Schülerzahlen sinken, sei das die erste Schule, die vom Netz geht, argumentiert Oltersdorf.

„Nun sind wir dabei, verschiedene Fördermittel zu beantragen. Müssen sehen, ob der Eigenanteil zu stemmen ist. Und der Haushalt ist auch ziemlich ausgereizt“, gibt Oltersdorf zu bedenken. Der Plan sei natürlich jedes Jahr neu zu überprüfen. „Nun ist die Politik am Zug.“ Am Dienstag diskutiert der Bauausschuss das Papier.

Aktuell stehen in Oranienburg in den Kitas 2054 Plätze für die Kinder im Krippen- und Kitaalter zur Verfügung. Es fehlen bereits 148, die aber durch Ausnahmegenehmigung ausgeglichen werden. Schon bis 2018 werden weitere 281 Plätze gebraucht. Es gibt derzeit 1350 Hortplätze und es stehen 2534 Grundschulplätze zur Verfügung. Das ist derzeit ausreichend. Hier werden perspektivisch bis 2022 rund 500 neue Grundschulplätze erforderlich und es könnten bis 2002 328 in den Horten nötig werden.

Von Heike Bergt

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