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Oranienburg „Es ist wichtig zu lernen, in die Stille einzutauchen“
Lokales Oberhavel Oranienburg „Es ist wichtig zu lernen, in die Stille einzutauchen“
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11:49 14.12.2016
Die Sängerin Maite Kelly schmückte gemeinsam mit Kindern der Grundschule Bredereiche den Weihnachtsbaum im Weihnachtshaus in Himmelpfort. Quelle: Uwe Halling
Himmelpfort

Die Sängerin Maite Kelly schmückte gemeinsam mit Kindern aus der Grundschule Bredereiche den Weihnachtsbaum im Weihnachtshaus Himmelpfort – am 18. Dezember um 13.35 Uhr werden diese Szenen im RBB in der Sendung „Märchenrätsel zum vierten Advent“ ausgestrahlt. Schon früh stand die 37-Jährige als zweitjüngstes Kind der „Kelly Family“ auf der Bühne.

Frau Kelly, welche Verbindung haben Sie zu Brandenburg?

Kelly: Ich finde es ist unglaublich schön hier. Vor allem diese Ländlichkeit, die idyllschen Flüsse und die unfassbare Natur. Als Kelly Family waren wir manchmal in kleinen brandenburgischen Orten untergebracht. Privat bin ich hier nicht so oft unterwegs, möchte aber mehr von der Schönheit dieses Bundeslandes entdecken.

Kürzlich verbrachten Sie für eine Weihnachtssendung des RBB einen Drehtag in Himmelpfort. Wie war es dort für Sie?

Kelly: Es war total süß und ruhig und es gab einen großartigen schönen See in der Nähe. Das alles hat mir ein besinnliches und schnuckeliges Gefühl vermittelt. Ich war wie weg von der Welt. Für die Sendung habe ich im Weihnachtshaus mit Kindern einen Baum geschmückt und über Musik und Werte gesprochen. Ich würde in Zukunft gern dorthin mit meinen Kindern zurückkehren. Und ich muss sagen, die Landschaft dort erinnert mich ein bisschen an Skandinavien.

Wie wichtig ist Ihnen Weihnachten?

Kelly: Das Fest ist mir heilig und ich bin eine praktizierende Katholikin. Für mich fängt Weihnachten schon in der Adventszeit an, wir als Familie pflegen viele Rituale. Advent bedeutet für mich zu sich zu finden und sich zu freuen, vor allem geht es um die Vorfreude. Adventszeit heißt auch Anhalten und still sein. Wir Menschen sind oft nur noch wie Expresslieferanten in allen Fragen des Lebens, es ist eine Wahnsinnshetze. Deshalb ist es wichtig zu lernen, in die Stille einzutauchen. Das ist der beste Weg zum Herzen. Ich nehme mir jeden Tag Zeit mit Gott.

Welche Weihnachtsrituale sind wichtig für Sie?

Kelly: Jeden Sonntag werden Kerzen angezündet und wir verbringen viel Zeit als Familie. An den Wochentagen stehe ich meist vor meinen Kindern auf und zünde mir erst einmal ein Licht an, besinne mich, meditiere, mache Yoga oder bete. Das ist mein Weg, die Welt draußen zu lassen. Denn man muss sich die Zeit nehmen, die Eindrücke der Außenwelt zu verarbeiten. Man sollte dabei aber nicht verkrampfen, denn Abschalten sollte kein Leistungsdruck sein. Meist sind die Leute zu sehr gestresst und legen einen falschen Blickwinkel auf Dinge, die nicht wirklich wichtig sind und sie nehmen sich nicht die Zeit, das zu unterscheiden. Doch die Lebensschule ist, das eine vom anderen zu unterscheiden. Abstand zu sich selbst ist wichtig und Humor hilft, sich selbst und die Dinge nicht zu ernst zu nehmen. Ich finde aber, zynischer Humor motiviert eher Stress.

Werden Sie das Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Geschwister verbringen?

Kelly: Nein, nur mein Mann, die Kinder und ich. Die Bescherung gibt es bei uns nach amerikanischem Brauch erst am 25. Dezember. Für mich ist es toll, wenn meine Kinder mit zerknautschten Augen und verwuschelten Haaren die Geschenke aufmachen. Ich dekoriere auch das Haus sehr amerikanisch, schon mit Beginn des Advents. Neujahr werde ich aber einige meiner Geschwister sehen.

Gerade haben Sie auch ein neues Album veröffentlicht. Was war Ihnen bei Ihrer Musik wichtig?

Kelly: Mir war dabei vor allem die Hingabe zum Leben, zur Liebe und zum Aufbruch wichtig – denn die Menschen spüren Hingabe. Ich wollte Ohrwürmer schaffen, die meine Hörer in wichtigen Momenten, zum Beispiel auf Hochzeiten, begleiten. An dem Album habe ich etwa zweieinhalb Jahre gearbeitet und ich ging mit 30 komponierten Liedern in die Produktion. Am Ende schafften es 17 Songs auf das Album. Ich habe aber schon wieder 100 Skizzen für das nächste Album im Kopf.

Von Melanie Höhn

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