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Oranienburg Fahrplanänderungen beim RB20: Proteste zeigen Wirkung
Lokales Oberhavel Oranienburg Fahrplanänderungen beim RB20: Proteste zeigen Wirkung
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13:05 07.12.2018
Bauarbeiten sorgen für mehrmonatige Einschränkungen auf der Strecke der RB20 und RB21. (Archivbild) Quelle: Heiko Hesse
Oberhavel

Bereits seit dem 4. Oktober 2018 fährt die Regionalbahnlinie 20, die normalerweise zwischen Oranienburg über Birkenwerder und Hohen Neuendorf bis nach Potsdam verkehrt, nur noch bis Hennigsdorf. Grund dafür sind Bauarbeiten zwischen den Haltestellen Golm und Priort, für die insgesamt eine Dauer von insgesamt fünf Monaten veranschlagt sind und die die Fahrzeit auf dieser Strecke um bis zu 60 Minuten verlängern.

Kritik an Art des Umgangs mit Fahrgästen

„Die Ankündigung dafür kam nur wenige Tage vorher. Gleiches gilt auch für die RB 21. Viele Fahrgäste sind sehr verärgert über die fünfmonatige Sperrung in der Winterzeit, haben aber auch gleichzeitig großes Verständnis für die Notwendigkeit von Bauarbeiten“, erklärt Lukas Lüdtke, Kreistagsabgeordneter der Partie Die Linke aus Hohen Neuendorf. Auf wenig Verständnis sei hingegen die Art des Umgangs mit den Fahrgästen durch die Deutsche Bahn gestoßen. So sei eine öffentliche Information an den Bahnhöfen erst wenige Tage vor Beginn der Bauarbeiten erfolgt, im Internet wurden die Information ebenfalls erst sehr spät und kaum sichtbar eingestellt. „Es wird ein Ersatzverkehr angeboten, der zu einer Verdopplung der Fahrtzeiten führt. Gleichzeitig wird den Fahrgästen empfohlen, dass sie – wenn möglich – über Berlin fahren sollen. Dies erscheint in der Tat sinnvoll für Fahrgäste mit dem Fahrtziel Potsdam, sofern die Regionalbahnlinien ab Friedrichstraße fahren. Leider war auch dies in den vergangenen Tagen nicht immer der Fall“, berichtet Lukas Lüdtke. Insbesondere die RB21 verkehre häufig erst ab Zoo. „Neben einer längeren Fahrzeit entstehen durch die Fahrt über Berlin auch höhere Kosten, da ein ABC-Ticket benötigt wird“, merkt Lukas Lüdtke an.

Deutsche Bahn passt Fahrplan an

In der Summe führte all dies zu starkem Protest der Fahrgäste. Die Politik schaltete sich ein, Lukas Lüdtke wandte sich an das Verkehrsministerium und forderte eine wohlwollende Prüfung ob der Möglichkeit, wenigstens einzelne Fahrten der RB 20 anzubieten. Wie der Kreistagsabgeordnete am Freitag mitteilte, soll „dies nunmehr umgesetzt werden“. So veröffentlichte die Deutsche Bahn am 6. Dezember 2018 auf ihrer Website eine Information darüber, den Fahrplan zum 17. Dezember geringfügig anzupassen, mehr Informationen dazu gibt es unter diesem Link direkt bei der Deutschen Bahn. „Aus dem Fahrplan geht hervorgeht, dass bald einzelne Fahrten ohne Ersatzverkehr mit Bussen möglich sind“, erklärt Lukas Lüdtke.

Forderung nach Nachsteuerung und Entgegenkommen für Mehrkosten der Fahrgäste

„Es freut mich natürlich, dass man bei der Bahn ein offenes Ohr hatte und den Fahrgästen ein wenig entgegenkommt. Durch Warten und Umsteigen in Golm und Hennigsdorf wird es trotzdem lange dauern, bis man am Ziel ist. Hier sollte die Bahn nachsteuern“, findet Lukas Lüdtke und kündigte an, das Thema am 13. Dezember im Nahverkehrsbeirat anzusprechen. Außerdem fordert er weiterhin ein finanzielles Entgegenkommen. So genüge normalerweise ein BC-Ticket bei der Nutzung der RB20 nach Potsdam. Sei man gezwungen, den Umweg über Berlin nehmen, sei hingegen ein ABC-Ticket notwendig. „Wer nachweist, dass er regelmäßig von und nach Potsdam fährt, sollte die Mehrkosten erstattet bekommen“, so Lukas Lüdtke.

Von MAZonline

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