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Fahrradfahrer ignorieren Verkehrszeichen

Polizeiaktion in Oranienburg Fahrradfahrer ignorieren Verkehrszeichen

Kaum eine Woche ohne Polizeibericht mit Fahrradunfällen. Für die Thematik sensibilisieren wollten acht Beamte am Freitag in Oranienburg. Sie platzierten sich an Gefahrenzonen für Radfahrer. 39 von ihnen wurden wegen Missachtung der Straßenverkehrsordnung angehalten.

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Doppelsieg für LG Oberhavel

Revierpolizist Falk Steinert auf Fahrradstreife.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. Die Bilanz der Polizeidirektion Nord (Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz) für 2015 spricht eine deutliche Sprache: Unfälle mit Radfahrerbeteiligung stiegen auf 500 an (in Oranienburg waren es bis Oktober schon über 70). Dabei wurden vier Radfahrer getötet und 381 verletzt.

Revierpolizist Falk Steinert steht Freitag deshalb an einer Hauptgefahrenzone für Radler: Ecke Fischerstraße/Bernauer Straße. Zwölf Kollegen sind in Oranienburg (8), Oberkrämer und Liebenwalde (je zwei) im Einsatz. Ihre Aufgabe: das Verkehrsverhalten von Radfahrern kontrollieren. Sie wollen mit der Aktion sensibilisieren.

„In Oranienburg ist es sehr schlimm“, sagt Polizeikommissar Steinert. „Viele Fahrradfahrer ignorieren Verkehrszeichen, fahren auf der falschen Seite.“ Er setzt sich dafür ein, dass Erwachsene im Straßenverkehr Vorbilder sind. Bei Kindern und Jugendlichen drückt er gerne ein Auge zu. „Bis sie acht Jahre alt sind, müssen sie auf dem Gehweg fahren. Bis zum Alter von zehn Jahren dürfen sie“, klärt er auf. Er will das Rechtsbewusstsein stärken. Schilder gebe es nicht umsonst. Gerade über die Schlossbrücke wird gerne mal in die falsche Richtung gefahren. Oder auf der Straße.

Nicht alle ärgerten sich über ein Bußgeld

Nicht alle ärgerten sich über ein Bußgeld.

Quelle: Marco Winkler

Bei Missachtung des Gesetzes oder der Weigerung, einen ausgewiesenen Radweg zu nutzen, drohen 20 Euro Bußgeld. Schlimmer kommt es für denjenigen, der mit Handy am Ohr oder SMS tippend erwischt wird.

„Das ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit 40 Euro und einem Punkt geahndet wird“, erzählt Polizeihauptkommissarin Jeannette Schulze. Die Polizeiaktion am Freitag habe eine „immens präventive Wirkung.“ Geschwindigkeit sei in der Innenstadt kein Problem. „Das Fahren auf der falschen Straßenseite ist es aber.“ Besonders betroffen: die Kurve am Fischerplatz (unerlaubte Pkw-Linksabbieger sind hier keine Seltenheit) sowie die Ecke Stralsunder/Bernauer Straße.

„Bisher ist mir noch nichts passiert“, so Heike Kroggel (45) aus Sachsenhausen. Sie ist fast jeden Tag mit dem Fahrrad in Oranienburg unterwegs. „Man muss schon die Augen offen halten“, sagt sie.

Fazit der Aktion

In drei Orten war die Polizei stationiert: Schwante, Liebenwalde und Oranienburg. Die Beamten konnten 66 Verstöße festhalten. 27 Pkws wurden angehalten und 39 Radfahrer. Sie fuhren entweder auf dem Gehweg oder entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Kinder und Jugendliche wurden verwarnt. Genau Zahlen können nicht genannt werden. Es seien „leider viele“ gewesen, so die Polizei.

Von Marco Winkler

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