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Farbtupfer im alten Rathaus

Hohen Neuendorf Farbtupfer im alten Rathaus

14 farbenfrohe Bilder zum Thema „Leben“ hängen seit Freitag im ersten Stock des Hohen Neuendorfer Rathauses. Maler sind Schüler der Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule. Anlass: die Teilnahme am bundesweiten Kunstwettbewerb „Jugend interpretiert Kunst“.

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Schüler und ihre Kunst.

Quelle: Ulrike Gawande

Hohen Neuendorf. „Die Bilder sind Farbtupfer in dem alten Gebäude, bringen Leben ins Rathaus. Mir gefallen die Bilder sehr gut, ich bin von dem Projekt begeistert.“ Mit diesen lobenden Worten eröffnete Hohen Neuendorfs Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) am Freitag eine neue Dauerausstellung im ersten Stock des alten Rathauses.

Zu sehen sind 14 farbenfrohe Bilder zum Thema „Leben“. Tiere, Menschen und Landschaften. Gemalt mit Acrylfarben von Schülern der Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule anlässlich der Teilnahme am bundesweiten Kunstwettbewerb „Jugend interpretiert Kunst“. Unter 100 Bewerbern war die Gruppe aus Schülern der neunten und zehnten Klassen Anfang 2016 ausgewählt worden, ihre Werke im Wettbewerbsmuseum Küppersmühle, dem Duisburger Museum für Moderne Kunst, zu präsentieren. „Das war ein einmaliges Erlebnis“, erinnert sich Sina Nimtz, damals Referendarin im Fach Kunst an der Schule.

„Ich bin sehr stolz auf den Erfolg der Schüler, auch wenn es nicht für einen der drei Jugendpreise gereicht hat“, verrät die engagierte junge Frau, die sich für die Teilnahme der Schüler am Wettbewerb, unterstützt von Schulleitung und Förderverein, eingesetzt hatte. Alleine die Fahrt und der Aufenthalt in Duisburg, vom Museum und vom Projektpartner „Evonik Industries“ finanziert, sei für die Schüler ein Abenteuer und ein motivierendes Erlebnis gewesen. „An solchen Erfolgen wachsen die Schüler. Ich hoffe, dass sie es in Erinnerung behalten werden“, so Nimtz, die mittlerweile als Kunstlehrerin in Ludwigsfelde arbeitet. „Toll, dass durch die Ausstellung im Rathaus, die Bilder nun nicht in irgendeiner Kiste verstauben, sondern auch vor Ort die Leistung der Schüler gewürdigt wird.“ Das findet auch Schulleiterin Katharina Schlumm: „Ich bin immer offen für neue Ideen. Die Ausstellung hier ist ein Glücksfall. Es ist wichtig, dass Schüler wertgeschätzt werden.“

Dabei sei das verbindende Bilderthema Leben eher zufällig entstanden, so Nimtz. „Die Bilder des Museums Küppersmühle dienten als Anregung.“ Aufgabe sei es lediglich gewesen, sich einen Künstler, egal ob klassisch oder modern, als Vorbild zu wählen. „Die Bilder wirken vor allem gemeinsam, durch die besondere Art der Hängung als eine Art Puzzle“, erklärt die Kunstpädagogin. Doch bis dahin war es ein langer Weg.

„Das Schwierigste war, sich für eine Kunstform zu entscheiden“, verrät Maike Lorenz, die auf ihrem Bild eine Biene gemalt hat. Sieben Mal hat die 17-Jährige das kleine Insekt vorgezeichnet, erst dann übertrug sie es auf die Leinwand. Gleich zehn Vorversuche benötigte Charleen Domke, die ihr Bild als Hommage an Salvador Dali „Hände aus Wasser“ genannt hat. Für die Darstellung ihrer Hände hat die 16-jährige Hohen Neuendorferin zudem als Vorstudien die Hände ihrer Familienmitglieder fotografiert.

Als Kunstkenner entpuppte sich Levin Prenzlow (16), der ein Fan von Franz Marc und August Macke ist. „Mir gefällt die surreale Malerei und ich liebe die Natur.“ Schwer sei nur das Mischen der Farben gewesen. „Ich finde es toll, dass die Bilder im Rathaus hängen, so kann man wiederkommen und sie angucken.“ Seine Vorzeichnungen hängen bei ihm zuhause an der Wand.

Von Ulrike Gawande

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