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Oranienburg Filmstar auf vier Rädern
Lokales Oberhavel Oranienburg Filmstar auf vier Rädern
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16:11 03.10.2016
Der ganze Stolz von Otfried und Christa Wolf. Quelle: Fritz Hermann Köser
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Oranienburg

Dieser Filmstar hat vier Räder. In dem ZDF-Mehrteiler „Sturmzeit“ von 1999 zeigt sich der EMW 327/2 in seiner ganzen grau-blauen Pracht, wenngleich nur für wenige Minuten. „Barbara Rudnik saß am Steuer“, sagt Otfried Wolf voller Stolz. Die 2009 verstorbene Schauspielerin spielte die Hauptrolle, es ging um ein Frauenschicksal im Deutschland des 20. Jahrhunderts, vom Ersten Weltkrieg bis zur Wiedervereinigung.

Über eine Autovermietung für Filme hatte es der Cabrio, Baujahr 1954, ins Fernsehen geschafft. Nicht zuletzt dank der unermüdlichen Arbeit des Hohen Neuendorfers. Zehn Jahre hatte Otfried Wolf gebraucht, um das einstige rostige Schrottauto in ein chromblitzendes Juwel zu verwandeln. Das meiste habe er selber gemacht, versichert er.

Sein Schatz war der Blickfang beim fünften Old- und Youngtimer-Treffen auf dem Gelände der Dekra-Niederlassung in Oranienburg am vergangenen Sonnabend an der Walther-Bothe-Straße. Eigentlich ist der EMW ein Vorkriegsmodell, das in den 1950er-Jahren zunächst in Eisenach und später in Dresden gefertigt wurde. Formvollendet. Und dafür gab es einen Preis. Einen Pokal sowie eine Dose Motoröl. Für den schönsten Oldtimer, wie Mitorganisator Carsten Bräuer über das Megafon kundtat. Der Leiter Projektkoordination Dekra freut sich über das breite Spektrum an Wagen und Motorrädern. Trotz des mäßigen Wetters sei die Resonanz sehr gut.

Doch es gab noch eine weitere Disziplin, das Bilderrätsel während der Old- und Youngtimer-Ausfahrt. Über Bötzow, Vehlefanz und Bärenklau ging die Rundreise. Dabei wurden drei Gebäude passiert, die es zu benennen galt. Hier war Michael Wichmann der glückliche Sieger. Der Schmachtenhagener hatte seinen Mercedes W 123, silberdistel-metallic, Baujahr 1980, auf seiner App „Mobile.de“ erblickt. Da war es um ihn geschehen, wie er berichtet. Und das ersehnte Fahrrad, sein ursprünglicher Wunsch, nur noch Schnee von gestern.

Sein Mercedes wirkt immer noch jugendlich, verglichen mit dem blauen Opel von 1935. Ein Scheunenfund, so Frithjof Bloeck aus Oranienburg-Eden. Lenken, den Wagen auf der Straße halten, Zwischengas beim Schalten, all das sei anstrengender und umständlicher als viele glauben, sagt er. Meist fährt er mit dem Opel nur kurze Strecken, etwa „zum Eisessen“.

Otfried Wolf und seine Frau brachte ihr EMW schon bis nach Prag oder Dresden. Manchmal habe der metallene Liebling den häuslichen Frieden etwas gestört, gesteht Christa Wolf. War Besuch im Haus, so war das historische Gefährt meist das einzige Gesprächsthema. Und während ihr Mann schraubte, ackerte sie im Garten. Dennoch, auch sie ist stolz auf den Oldtimer aus Eisenach.

So mussten beide denn auch Barbara Rudnik enttäuschen. Sie wollte den Wagen damals kaufen. Vergebens, die Darstellerin biss bei ihnen auf Granit.

Von Fritz Hermann Köser

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