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Oranienburg Frank Penkuhn: Der Herr der Finanzen
Lokales Oberhavel Oranienburg Frank Penkuhn: Der Herr der Finanzen
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00:23 20.04.2019
Frank Penkuhn Quelle: ENRICO KUGLER
Glienicke

So richtig fassen kann es Frank Penkuhn nicht: „Ich habe in diesem Jahr noch keinen Fisch gefangen!“ Die Übersetzung seines Gesichtsausdruckes bei diesem Satz ist die: „Grrrrrr!“ Es kribbelt in seinen Fingern, er will endlich einen Fang landen. Die Tatsache, dass er 2019 bislang wenig angeln konnte (und dann auch noch keinen Erfolg hatte), ist das Zeichen dafür, dass er neben seinem Hobby angeln auch anderweitig sehr gut beschäftigt ist. „Ich habe eine große Familie. Und ich bin Schatzmeister des Kreisanglerverbandes (KAV) Oberhavel“, erklärt der Glienicker. Für seine Tätigkeit als „Finanzminister“ des Kreisanglerverbandes erhielt Frank Penkuhn gerade die Ehrenurkunde des Landesanglerverbandes Brandenburg. „Das ist die höchste Auszeichnung, die es gibt“, sagt Peter Stöwe, der 2. Vorsitzende des KAV. Der Vize-Chef schätzt es, dass der Übergang vom damaligen Schatzmeister Günter Krzebietke zu Frank Penkuhn nahtlos verlaufen sei. „Er hat die wichtigste Position im Verein und führt sie sehr zuverlässig aus, ehrenamtlich“, so Peter Stöwe.

Frank Penkuhn an der Angel. Quelle: Enrico Kugler

Der Kreisanglerverband hat einen Etat von 330 000 Euro. Da müsse man akkurat arbeiten, Schnitzer können fatale Folgen haben. Frank Penkuhn weiß das, erlebte es selbst bei seinem Hausverein AV Glienicke, der vor einigen Jahren ins Schlingern geraten war. Die Turbulenzen überstand der Verein; auch dank der Hilfe von Frank Penkuhn. Er suchte Beistand beim Kreisanglerverband Oberhavel mit seinem damaligen Schatzmeister. Alle wollten den Verein aus der misslichen Situation bekommen. Günter Krzebietke lernte in dieser Phase die Fähigkeiten des Glienickers kennen und sagte: „Du wirst mal mein Nachfolger!“ Diesen Wunsch äußerte er nicht nur einmal. Frank Penkuhn kam dem nach, schaute dem Schatzmeister im Jahre 2011 über die Schulter. Bereits ein Jahr später – frisch gewählt – legte er bei der Jahreshauptversammlung erstmals Rechenschaft über die Finanzen des Kreisverbandes ab. „Ja, das ist schon eine große Verantwortung, die man an der Stelle trägt.“ Quartalsauswertung, Plan-Ist-Vergleiche oder Haushalt abstimmen sind die täglichen Aufgaben. „Aber wir haben mit André Stöwe einen jungen, dynamischen Geschäftsstellenleiter, mit dem ich sehr gut zusammenarbeite und der mir viel abnimmt“, so der 63-Jährige. Er nennt den Verkauf der Beitragsmarken oder Wochenkarten. Das Laptop ist für Frank Penkuhn die Zahlenzentrale. Wenn er in der Oranienburger Geschäftsstelle ist, nimmt er es mit, sonst arbeitet er zu Hause. „Da ist es ruhiger.“

Mitarbeit im Vorstand des AV Glienicke

Die Faszination des Angelns lernte Frank Penkuhn als kleiner Junge im Kindelsee in Glienicke kennen. „Mein Vater nahm mich dorthin mit. Wenn er die Karausche als Köder genau in ein Loch zwischen den Seerosen versenkte und wenig später einen Hecht herausholte, fand ich das toll.“ Der Kindelsee verlandete irgendwann, trocknete aus. Aber geangelt hat er weiter. Später folgte die Mitgliedschaft beim AV Glienicke. Beim 1984 gegründeten Verein mischte er im Vorstand mit, erst als Jugendwart, später als Kassenwart und heute als Revisor. Er trat auch mal aus dem Verein aus, kehrte wieder zurück.

Geschäftsstellenleiter André Stöwe (l.) und Frank Penkuhn. Quelle: Enrico Kugler

32 Kilo schwerer Heilbutt

Wenn Frank Penkuhn heute angeln geht, sind das oft geplante Touren nach Norwegen oder an die Ostsee. „Spontanes Angeln kommt bei mir aus Zeitgründen leider zu selten vor.“ In Skandinavien holte er einmal einen 32 Kilogramm schweren Heilbutt aus dem Wasser, in Lychen war es einmal ein 1,20 Meter langer Hecht, aus dem Ostseewasser an der Insel Rügen einen zwölf Kilogramm schweren Lachs. Dorsch, Zander, Barsch, Lachs oder Schley isst er am liebsten. Die Lieblingsangelseen des Rentners – im November vergangenen Jahres war für ihn nach 40 Berufsjahren bei einem Energieversorger Schluss mit der beruflichen Laufbahn – sind eher die Boddengewässer auf der Insel Rügen. Die Renaturierung des Kindelsees schlug fehl.

Wenn sich Frank Penkuhn auf den Weg zum Angeln macht, kann das auf ganz unterschiedliche Art und Weise sein. „Am liebsten angle ich in Gesellschaft. Die Freude, die man bei einem guten Fang mit anderen teilen kann, gefällt mir.“

Geld ist in Arbeit mit Kindern gut angelegt

Demnächst versucht er erneut sein Glück, um den ersten Fisch des Jahres zu fangen. Das heißt aber nicht, dass der zweifache Vater seine Finanzer-Aufgaben aus dem Auge verliert. „Ich habe den Ruf des geizigen Schatzmeisters. Dabei schaue ich nur, dass wir das Geld nicht mit beiden Händen aus dem Fenster werfen. Für Kinder ist es aber gut angelegt, um sie fürs Angeln zu begeistern.“ Das Budget für sie stieg in den vergangenen Jahren von 1000 auf bis zu 8000 Euro pro Jahr. „Die Nachwuchsarbeit muss in den Vereinen gemacht werden. Wir können das nur unterstützen. Dabei will ich helfen.“

Von Stefan Blumberg

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