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Oranienburg Grabenschauen werden häufig unterschätzt
Lokales Oberhavel Oranienburg Grabenschauen werden häufig unterschätzt
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19:57 13.06.2018
Für Grabenschauen, wie hier im Oktober vorigen Jahres in Leegebruch interessieren sich viel zu wenig Leute. dabei sind sie wichtig. Quelle: privat
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Oberhavel

Die Gewässerunterhaltung im Landkreis Oberhavel stand am Mittwochabend im Mittelpunkt der Sitzung des Aussschusses für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz. Nach dem Starkregen im Juni, Juli und August vergangenen Jahres und den daraus resultierenden Überflutungen und Überschwemmungen war klar, dass fast überall im Kreis an dem Gewässermanagement gearbeitet werden muss.

Mehr Leute müssen sich interessieren

Dezernatsleiter Egmont Hamelow (CDU) hob in seinem Vortrag bezüglich der Gewässerunterhaltung vor allem die Bedeutung der Grabenschauen hervor. Diese sind öffentlich und es sei wichtig, dass daran möglichst viele Leute teilnehmen, weil dort über alle notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen jener Gewässer gesprochen werde, für die die Kommunen beziehungsweise die Wasser- und Bodenverbände, deren Mitglieder die Kommunen sind, verantwortlich zeichnen (Gewässer zweiter Ordnung).

Illegale Einleitung und ungenehmigte Bauten

So sei etwa bei diesen Grabenschauen festgestellt worden, dass in den Muhrgraben in Leegebruch illegal eingeleitet werde. Darüber hinaus seien entlang des Hauptgrabens Bauten festgestellt worden, die nicht genehmigt wurden und die Abflusshindernisse darstellen oder den Einsatz von Technik bei der Krautung der Gräben, der Grundräumung oder der Böschungsmahd verhindern.

Gehölzpflege wird oft vernachlässigt

Was die Gehölzpflege betreffe, so werde diese entlang vieler Gräben oft vernachlässigt. Abgeknickte Äste und umgestürzte Bäume würden mit Verweis auf den Naturschutz nicht mehr überall beräumt. Darüber hinaus würden Durchlässe an Straßen oder Bahnlinien, die im Zuge von Baumaßnahmen erneuert oder neu angelegt werden, vielerorts aus Kostengründen viel zu klein geplant und könnten im Bedarfsfall nicht in dem Maße Wasser ableiten, wie das eigentlich erforderlich wäre.

Biberdämme: Keine Untersagung ausgesprochen

Der Kreis, so Egmont Hamelow, habe sich auch mit dem Problem der Biber beschäftigt, vor allem in Leegebruch und der Region um die Gemeinde herum. Mit Blick auf Diskussionen, die aktuell entfacht wurden, wolle er noch einmal betonen, dass es keine Untersagungen seitens der Unteren Naturschutzbehörde gebe.

Nicht hinter allen Hindernissen stecken Biber

alle Bauwerke i Gefahr im Verzug Wenn Gefahr im Verzug ist, sei es auch möglich, „einen Biberdamm zu entnehmen.“ Dies werde in Borgsdorf (Pinnow) geschehen, weil dort keine nennenswerte Stauung also aktuellen Bauaktivitäten zu verzeichnen seien. Bei dem gemeldeten Hindernis in Velten handele es sich laut Egmont Hamelow nicht um einen Biberdamm, sondern um Astwerk, das offensichtlich mit einer Gartenschere abgeschnitten wurde. Wer dies in den Graben geworfen hat, sei unbekannt.

Grad der Stauung ist entscheidend

Der Damm im Graben L 41 oberhalb des Bärenklauer Weges, der in der Oranienburger Gemarkung liegt, sei 1,30 Meter hoch. Dort bestehe die Möglichkeit, den Damm abzusenken, wenn die Stauung zu groß werde. Wenn bei Starkregen Gefahr im Verzug sei, können dieser Damm kurzfristig entnommen werden. Und für den Damm im selben Graben (L 41) auf Leegebrucher Gebiet sei bislang noch gar kein Antrag auf Klärung des weiteren Umgangs mit diesem Abflusshindernis beim Kreis eingegangen.

Von Bert Wittke

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