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Oranienburg Munitionsfund in Sachsenhausen
Lokales Oberhavel Oranienburg Munitionsfund in Sachsenhausen
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19:34 31.05.2018
Nachdem bei Bauarbeiten in der Erich-Schmidt-Straße in Sachsenhausen (Oranienburg) Munition gefunden wurde, rückte die Feuerwehr zu einem Großeinsatz aus. Quelle: Julian Stähle
Oranienburg

Großeinsatz der Feuerwehr in der Sachsenhausener Erich-Schmidt-Straße: 9.28 Uhr informierten Arbeiter einer Baustelle die Polizei über einen Munitionsfund auf dem Baugelände. Bei Baggerarbeiten seien möglicherweise zwei Handgranaten gefunden worden, teilten die Bauarbeiter mit.

Kameraden der Feuerwehr eilten zur Fundstelle und sperrten diese mit rot-weißem Flatterband ab. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) der Polizei wurde verständigt und zu Hilfe gerufen. Die vor Ort zunächst im Einsatz befindlichen Polizisten übergaben den Einsatzort schließlich an das Ordnungsamt, welches die weitere Koordination rund um die Fundstelle übernahm.

Bauarbeiter bewachen schließlich den Fundort

Eine erste Begutachtung vor Ort ergab, dass es sich bei den Fundstücken um Kleinstmunition handelte. „Daher wurden die Sicherheitsmaßnahmen der Größe der Munition angepasst“, erklärte Sylvia Holm, Leiterin des Ordnungsamtes Oranienburg. Die Bauarbeiten auf dem Grundstück, welches sich unweit der Gedenkstätte Sachsenhausen befindet, wurden umgehend eingestellt und auf die Ankunft der Kollegen des KMBD gewartet. Feuerwehr und Ordnungsamt verließen die Fundstelle am späten Vormittag, zwei Bauarbeiter des auf dem Grundstück tätigen Unternehmens blieben an der Fundstelle zurück und hielten Aufsicht, dass niemand den abgesperrten Bereich betritt.

Innerhalb von fünf Minuten beendete der KMBD dann den Spuk in der Erich-Schmidt-Straße. Die Beamten erkannten schnell, dass es sich bei den Fundstücken um zwei Panzerfäuste handelte: „Nicht scharfe Übungsmunition aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, von der keine Gefahr ausging“, erklärte Gabriele Krümmel vom KMBD-Direktionsbüro. Die Panzerfäuste wurden von den Mitarbeitern des Bergungsdienstes in ihr Fahrzeug verbracht, 12.50 Uhr war der Vorgang abgeschlossen.

Das Bauunternehmen beseitigte anschließend das Absperrband, 12.51 Uhr lief die Arbeit auf der Baustelle bereits wieder.

Eine Kampfmittelsuche in der Erich-Schmidt-Straße habe in der Vergangenheit – allerdings mit dem Fokus auf Großbomben – stattgefunden, so Sylvia Holm. Daher sei die Straße aus dem Verdacht der Kampfmittelbelastung entlassen worden. Die Existenz von Kleinstmunition könne aber nicht automatisch ausgeschlossen werden, da eben bei der Kampfmittelsuche nur nach größeren Bomben gesucht: „In Oranienburg läuft die Suche nach Bomben von 250 bis 500 Kilogramm, die bei einer Explosion bis zu einem Radius von 1000 Metern fliegen können“, so Sylvia Holm.

Immer wieder Munitionsfunde in Oranienburg

Immer wieder kommt es in Oranienburg zu Munitions- und Bombenfunden. Zuletzt hatte eine Bombenentschärfung am 20. Dezember die Kreisstadt in den Ausnahmezustand versetzt. Es war die 203. Bombe, die in Oranienburg nach dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde.

Lesen Sie zu dem Thema auch: „Wieder ein Ausnahmetag

Im Oranienburger Stadtteil Sachsenhausen kam es Donnerstag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr, nachdem Bauarbeiter bei ihrer Tätigkeit auf Munition gestoßen waren. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde angefordert und wird über das weitere Vorgehen entscheiden.

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Von MAZonline

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