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Oranienburg Grüne fordern Bau der Behelfsbrücke
Lokales Oberhavel Oranienburg Grüne fordern Bau der Behelfsbrücke
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12:11 29.08.2018
Die Brücke in der Oranienburger Saarlandstraße wird ab 10. September abgerissen. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Die Oranienburger Grünen fordern, dass während der Sperrung der Saarlandstraße die eigentlich vorgesehene Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer doch noch gebaut wird. Die Ersatzbrücke sollte auf der alten Bahnbrücke der ehemaligen Kremmener Bahn über die Havel errichtet werden, das hatte die Stadtverordnetenversammlung im Mai beschlossen.

Während des Neubaus der Dropebrücke und der damit verbundenen Sperrung der Saarlandstraße, sollte so für Radler und Fußgänger eine temporäre Verbindung zwischen Oranienburg-Süd und dem S-Bahnhof Lehnitz geschaffen werden. Weil die Kosten höher zu werden drohten als geplant, hatte der Bürgermeister im Sommer den Bau der Behelfsbrücke abgesagt. Ein Vorgang, den Heiner Klemp, Fraktionsvorsitzender der Grünen, ungeheuerlich findet: „Die Verwaltung setzt sich einfach über Beschluss des Stadtparlaments hinweg und schneidet ein ganzes Stadtviertel von der S-Bahn ab. Das darf nicht sein! Und dann wird diese einsame Entscheidung auch noch Ende Juli mitten in den Sommerferien verkündet, damit erst gar keine Diskussion aufkommen kann. Das ist undemokratisch!“

Im Vorfeld der Sitzung des Hauptausschusses am Montag, fordert die Fraktion der Bündnisgrünen die Stadtverwaltung auf, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, der im Mai mit einer Mehrheit von 32 von 33 Stimmen gefällt wurde, zu respektieren. „Wenn jetzt mit dem Bau begonnen wird, ist die Behelfsbrücke zwar nicht rechtzeitig fertig, bevor die Saarlandstraße gesperrt wird“, sagt Klemp, „aber die Planungen sind abgeschlossen, deshalb könnte die Brücke in zwei Monaten eingeweiht werden und dann eine spürbare Entlastung für die Bürger bringen.“ Eine Entlastung, die bitter nötig ist, denn wenn die Dropebrücke ab dem 10. September abgerissen wird und die Saarlandstraße mindestens ein Jahr lang vollkommen gesperrt wird, müssen vor allem die Bewohner von Oranienburg-Süd spürbar längere Wege auf sich nehmen..

Das Argument der Stadtverwaltung, dass der Bau der Behelfsbrücke entscheidende Mehrkosten verursacht hätte, will Thomas Hebestreit nicht gelten lassen. „80 000 Euro mehr als gedacht soll die Instandsetzung der alten Bahnbrücke kosten“, sagt der grüne Stadtverordnete, „im Vergleich zu den mehr als fünf Millionen Euro, die der Neubau der Dropebrücke insgesamt verschlingt, ist das ist nun wirklich kein Betrag.“ Ursprünglich sollte die neue Dropebrücke nur vier Millionen Euro kosten. „Dass Baukosten steigen, kennt man ja“, sagt der Verkehrsexperte, „aber wenn es um den Autoverkehr geht, dann wird das toleriert und schnell mal ein Nachtragshaushalt beschlossen. Jetzt geht es um Fußgänger und Fahrradfahrer, da ist dann so eine vergleichsweise kleine Summe schon zu viel.“

Hebestreit will die Behelfsbrücke auch deshalb, weil sie der erste Schritt sein könnte zu einer Promenade und Fahrradschnellstraße durch Oranienburg auf der Trasse der ehemaligen Kremmener Bahn. „Auf diesem Schnellweg könnte man Oranienburg ohne Unterbrechung durch Ampeln schnell von Ost nach West mit dem Rad durchqueren“, erklärt Hebestreit, „solche Fahrradstraßen werden in immer mehr Städten gebaut, weil sie dafür sorgen, dass immer mehr Menschen aus dem Auto aus und aufs Rad steigen – und damit den Verkehr entlasten, für bessere Luft in ihrer Stadt sorgen und die Lebensqualität verbessern.“

Von MAZ-online

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