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Oranienburg Grundsteinlegung am Fuß des alten Speichers
Lokales Oberhavel Oranienburg Grundsteinlegung am Fuß des alten Speichers
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18:44 26.10.2018
Grundsteinlegung: Vollzogen von Bürgermeister Alexander Laesicke, den Architekten Dennis Hawner und Kathrin Hildebrandt und TAS-Geschäftsführer Peter Schwarz (v. l.). Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Die symbolischen ersten Steine sind seit Freitagnachmittag am alten Speicher in Oranienburg gesetzt: Bis zum Frühjahr 2020 will die Hamburger Unternehmensgruppe TAS in bester Oranienburger Lage, wenige Schritte von Bahnhof und vom Schloss entfernt, 264 Miet- und Eigentumswohnungen bauen. Seit Freitag ist dafür der Grundstein gelegt.

„Wir legen Wert auf eine nachhaltige Immobilienentwicklung und eine aussagekräftige Architektur. Das ist uns wichtig und ich denke, hier in Oranienburg auch gelungen“, so TAS-Geschäftsführer Peter Schwarz. 2016 habe man nach der Besichtigung noch von der Bebauung des Grundstücks geträumt, „jetzt setzen wir die Träume um“.

„Das Projekt ist ein Meilenstein für unsere Stadt auf einer identitätsstiftenden Fläche“, so Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos). Jahrelang habe der Anblick des alten Speichers einen trostlosen Anblick geboten. „Nun wird er zum Leuchtturm für die Stadt, mit dem auch die Fußgängermeile eine neue Qualität erfahren wird.“ Solche Meilensteine brächten natürlich auch Herausforderungen mit sich, in Sachen Zuzug, Verkehrplanung, Kitas und Schulen, „aber solche Probleme kann man sich als Bürgermeister ja eigentlich nur wünschen“.

Nach der Zeit des Papiers und der vielen Zeichnungen übernehmen jetzt die Bauarbeiter das Zepter. 2019 solle Richtfest, 2020 Einzug, so Architekt Dennis Hawner. Auf dem 15 000 Quadratmeter großen Grundstück investiert die Unternehmensgruppe in das Bauvorhaben 70 Millionen Euro. Und das besteht aus zwei Teilen: Zum einen die Neubauten mit Mietwohnungen und im Inneren des neuen Wohnkarrees der alte Speicher, in dem 22 Wohnungen entstehen.

Dessen Antlitz wird sich in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde verändern: Es werden Fenster ein- und Balkone angebaut. Auf jeder Etage entstehen drei Wohnungen. Die wohl attraktivste ganz oben: die Turmwohnung über zwei Etagen mit Rundumblick. Die zwölf fünfetagigen Wohnhäuser drumher­um bilden einen grünen Innenhof, der von Autos nicht befahren werden darf, aber jedem offensteht.

Dass es jetzt losgehen kann, dafür haben in den letzten Wochen vor allem die Mitarbeiter der Firma Keller Grundbau Germendorf gesorgt. Weil bei der Suche nach Blindgängern und möglicher Radioaktivität durch Monazitsande – beides wurde nicht entdeckt – sozusagen kein Sandkorn auf dem anderen blieb, und damit der Untergrund sehr locker geworden war, musste der Boden mit „Rüttelstopfsäulen“ wieder verdichtet werden. 1768 Stück, mit Kies gefüllt, sind bis zu sieben Meter tief eingerammt worden. „Ansonsten holen wir hier nur feinsten Sand raus, der geht gleich zum Autobahnbau“, erklärt Ralf Kaselitz. Insgesamt 29 000 Kubikmeter Boden.

Mitte November soll die Baugrube an allen Stellen in der erforderlichen Tiefe ausgehoben sein, ab März die Bodenplatte gegossen werden.

Von Heike Bergt

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