Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Hamelow kandidiert als Landrat in Neuruppin
Lokales Oberhavel Oranienburg Hamelow kandidiert als Landrat in Neuruppin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 23.08.2018
CDU-Mann Egmont Hamelow (Mitte) soll Landrat in Neuruppin werden, Linke, Freie Wähler und Kreisbauernverband unterzeichnen Kooperationsvereinbarung in Neuruppin. Quelle: Andreas Vogel
Oranienburg

Egmont Hamelow (CDU) kandidiert für den Landratsposten in Neuruppin. Das wurde am Montag auf einer Pressekonferenz in Neuruppin bekanntgegeben. Der Erste Beigeordnete und Vizelandrat des Kreises Oberhavel tritt am 6. September 2018 gegen zwei weitere Bewerber an: den Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD) und offenbar einen Richter, der namentlich noch nicht genannt wurde.

Seit acht Jahren in der OHV-Verwaltungsspitze

Egmont Hamelow kam vor acht Jahren aus dem Kreis Ostprignitz-Ruppin nach Oberhavel und gehört seitdem der Verwaltungsspitze an. „Wenn ich gewählt werde, kehre ich zurück in die Heimat“, sagte der 54-Jährige am Montag bei einem Pressegespräch. Er sprang als CDU-Kandidat für Sven Deter ein, der kurzfristig seinen Rückzug angekündigt hatte.

„Wenn er in Neuruppin antritt, hat er gute Chancen, gewählt zu werden“, sagt Frank Bommert, CDU-Chef in Oberhavel. Das Kräfteverhältnis scheint für Hamelow zu sprechen: SPD und Bündnisgrüne, die sich für Reinhardt aussprechen, haben 15 Sitze; CDU, Linke und die bunte Fraktion aus Bauern, freien Wählern und FDP sowie BVB/Freie Wähler zusammen 30.

„Für den Landkreis wäre sein Weggang“

„Für die CDU in Oberhavel und den Landkreis wäre sein Weggang schlecht, denn er lebt seine Aufgabe. Er ist kompetent und anerkannt, hat viel bewirkt“, so Frank Bommert. Dazu zählen Erfolge in der Wassertourismus-Initiative Nordbrandenburg oder in der Wirtschaftsförderung. „Als Landespolitiker sehe ich seine Bewerbung und seine mögliche Wahl als positiv an. So hätten wir von der CDU einen Landrat mehr“, so der Landtagsabgeordnete Frank Bommert.

Egmont Hamelow war und ist ein Mann aus Ostprignitz-Ruppin. Der 54-Jährige wurde in Wittstock geboren. Von 1986 bis 1993 amtierte er als Bürgermeister der Gemeinde Zaatzke. Ab 1992 war er Leiter des Hauptamtes des Amtes Heiligengrabe, stellvertretender Amtsdirektor und ab 2000 Amtsdirektor von Heiligengrabe und ab 2003 Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe. Im Jahre 2007 wurde er zum Ersten Beigeordneten des Landkreises Ostprignitz-Ruppin gewählt. Seit 2010 arbeitete er in Oberhavel, sein Wohnort blieb aber Heiligengrabe.

Hamelow wurde Anfang Juli im Amt bestätigt

Erst am 4. Juli 2018 wählte ihn der Kreistag Oberhavel für weitere acht Jahre ins Amt des Ersten Beigeordneten, er wurde in seinem Amt (auch Vize-Landrat) bestätigt. Egmont Hamelow hat in den zurückliegenden acht Jahren die Neustrukturierung des Rettungsdienstes in Oberhavel mitorganisiert. Eine der größten Herausforderungen sei es gewesen, Flüchtlinge unterzubringen. 70 Millionen Euro habe der Landkreis seither in Grundstücke, Unterkünfte und Wohnungen investiert. Als kommende Aufgabe bezeichnete es Hamelow, die Balance zwischen Vor- und Nachteile des berlinnahen Raums zu meistern. Wanderten bislang mehr Arbeitskräfte aus der Hauptstadt zu, so kehre sich das Bild nun um.

Sollte er nicht gewählt werden, bleibt er in Oberhavel im Amt.

Von Stefan Blumberg

Die Willy-Brandt-Straße bleibt voraussichtlich noch bis zum Dienstag dicht. Die Baufirma hat eine Verlängerung beantragt.

23.08.2018

Überall in Oberhavel sind am Sonnabendvormittag die neuen Erstklässler begrüßt worden. In Glienicke sprach der Bürgermeister, in Hohen Neuendorf gab es Sekt vom Förderverein, die Veltener feierten in der Ofenstadthalle, in Kremmen wurde die Zukunft gefeiert.

21.08.2018

Am Freitagabend ist es in Oranienburg erneut zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Dabei starb ein 29-jähriger Mann bei einem Motorradunfall.

19.08.2018