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Oranienburg Handball: Mit Emotionalität zum geforderten Heimsieg
Lokales Oberhavel Oranienburg Handball: Mit Emotionalität zum geforderten Heimsieg
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16:03 17.03.2019
David Sauß (r.) war mit acht Treffern erfolgreichster Werfer des Oranienburger HC. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

„Mehr Emotionen auf dem Parkett“ hatte Trainer Christian Pahl im Vorfeld der Begegnung gegen den MTV Braunschweig von seinem Team gefordert und die Mannschaft des Handball-Drittligisten aus Oberhavel setzte dies um. Nach intensiven und kurzweiligen 60 Minuten landete der Oranienburger HC einen verdienten 30:28-Sieg in der heimischen MBS-Arena.

Das die weiterhin vom Abstieg bedrohten Gäste aus Niedersachsen Emotionen mitbringen würden, verdeutlichte MTV-Trainer Volker Mudrow von der ersten Sekunde an. Wild gestikulierend peitschte er sein Team an, kommentierte jede Schiedsrichterentscheidung und brachte so von Beginn an mächtig Feuer ins Spiel. Beide Teams begegneten sich vom Start weg auf Augenhöhe, erst nach 13 Minuten konnte sich ein Team beim 9:7 für die Hausherren erstmalig mit zwei Toren absetzen. Gerade in dieser Phase vergaben die Braunschweiger viele leichte Wurfmöglichkeiten, der OHC erhöhte auf 10:7 und schien früh die Weichen stellen zu können. Allerdings offenbarte just der Gastgeber dann wieder Schwächen in der Chancenverwertung, so dass Braunschweig nach 24 Minuten zum 10:10 ausgleichen konnte. In der Schlussphase der ersten Spielhälfte konnte OHC-Keeper Simon Herold zwei, dreimal glänzend parieren, so dass die Hausherren mit einem 14:11-Vorsprung in die Kabinen gingen.

Allerdings dauerte es nur wenige Minuten nach dem Wechsel, da waren die bissig agierenden Gäste wieder dran. „Wir haben in der Abwehr nicht immer alles so umgesetzt wie wir wollten, wichtig war aber gerade in der zweiten Halbzeit, dass wir auch die Emotionen voll mit eingebracht haben“, so Pahl nach Spielschluss.

Und die Emotionen kochten gerade mit der zweiten Halbzeit hoch, die gut und gerne 800 Zuschauer peitschten ihr Team nach vorne. Im Mittelpunkt standen aber immer wieder die beiden Schiedsrichter, ihre Entscheidungen ließen beide Bänke immer wieder verzweifeln. „Die Referees waren beide sehr jung und waren glaube ich, mit dem Druck, den beide Bänke ausübten, ein wenig überfordert“, haderte auch Pahl. Nach 46 Minuten stand die Partie beim Stand von 21:21 auf des Messers Schneide, doch in dieser Phase zeigten sich die Hausherren konsequenter in der Offensivbewegung und verschafften sich so einen kleinen Vorsprung (24:22, 52. Minute), der schlussendlich Spielentscheidend sein sollte.

„Es war ein sehr umkämpftes Spiel, wir sind dann aber gerade zum Ende hin an unserer schlechten Chancenverwertung gescheitert“, bilanzierte ein sichtbar gefrusteter Gästecoach Volker Mudrow. Immer wieder hatten nun die Oranienburger eine passende Antwort auf einen Gegentreffer der Niedersachsen und brachten schlussendlich einen verdienten 30:28-Heimsieg über die Ziellinie.

„Ich hoffe, dass wir im kommenden Spieljahr auch wieder herkommen dürfen, was dann bedeuten würde, dass wir die Klasse gehalten haben“, gab Mudrow warme Worte zum Abschluss der Pressekonferenz. Zur Schiedsrichterleistung verkniff sich der Gästetrainer deftige Worte, trotz fast 60-minütiger Kritik am Spielfeldrand: „Sagen wir mal so, sie haben auf beiden Seiten für Unruhe gesorgt.“ Christian Pahl freute sich dagegen über weitere zwei Zähler. „Wir haben jetzt sechs Spieltage vor Saisonende schon genauso viele Punkte wie am Ende der Vorsaison, das ist klasse.“

Von Knut Hagedorn

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