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Oranienburg Handys im Unterricht: In Oberhavel nur mit Ausnahmen
Lokales Oberhavel Oranienburg Handys im Unterricht: In Oberhavel nur mit Ausnahmen
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18:48 12.09.2018
In manchen Schulen darf der kleine tägliche Begleiter auf dem Schulhof genutzt werden, in manchen nur außerhalb des Geländes. Quelle: Enrico Kugler
Oberhavel

Die Landesregierung hatte sich die Nutzung von Handys an weiterführenden Schulen vor einem halben Jahr ganz anders vorgestellt. Handys – eigene Smartphones oder Tablets – sollten im Unterricht einschränkungslos nutzbar sein. Nun machte Ministerin Britta Stark (SPD) einen Rückzieher – insbesondere aus Datenschutzgründen (MAZ berichtete). Die MAZ hörte sich zum Thema in den Schulen der Region um.

„Wir haben das so geregelt, dass die Schüler, wenn sie die Schule betreten, ihr Handy ausschalten und in die Tasche packen müssen. Im Unterricht sind Handys tabu“, so die Leiterin der Oranienburger Torhorstschule, Manuela Brüssow. Die Schüler brauchten es im Unterricht auch nicht, für Recherchen oder Präsentationen stünde Technik zur Verfügung. Das Verbot sei einerseits wichtig, „weil wir ja nicht kontrollieren können, was 28 Schüler in einer Klasse im Unterricht damit machen. Und wir wollen verhindern, dass Videos gedreht oder Fotos von Unterricht und Mitschülern gemacht werden. Wir fordern respektvollen Umgang miteinander. Da gehört das auch dazu“, so Manuela Brüssow. Auf dem Schulhof und in den Pausen können die Schüler ihr Handy nutzen.

„Wir haben schon immer ein grundsätzliches Handyverbot. Wenn die Schüler das Schulgelände betreten, müssen sie es in ihrem persönlichen Spind verstauen. Wenn es der Lehrer im Unterricht erlaubt, darf es genutzt werden“, sagt Kerstin Fröhlich vom Mosaik-Gymnasium
in Oranienburg. Während die Schüler der unteren Klassen auf dem Gelände bleiben, „gehen die ab der 10. Klasse zum Essen raus, da haben die meisten natürlich ihr Handy dabei“.

Im Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum in Hennigsdorf wird die Handynutzung im Unterricht im Grunde nicht zugelassen, erklärt Schulleiter Peter Mohr. Dennoch gibt es für die Lehrer Spielraum: „Sie können individuell entscheiden, ob die Schüler die Handys für Unterrichtszwecke nutzen dürfen.“

Im Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten dürfen Smartphones während der Pausen auf dem Schulhof, in der Cafeteria und im Foyer benutzt werden, berichtetet Schulleiterin Claudia Heimen. Jedoch nicht in den Klassenräumen, außer der Lehrer gestatte die Handynutzung für Unterrichtszwecke, so für Recherche oder die Nutzung eines Wörterbuches, aber aus Datenschutzgründen nicht für das Drehen von Filmen oder für Fotos. Erst im Vorjahr habe man die Regelung in Abstimmung mit Schülern, Eltern und Lehrern überarbeitet. „In der Hausordnung stehen transparent die Konsequenzen, wenn sich niemand dran hält.“

Klare Regeln gibt es auch im Marie-Curie-Gymnasium Hohen Neuendorf. Schuleiter Thomas Meinecke: „Grundsätzlich bleibt das Handy aus. Nur wenn der Lehrer es zulässt, darf es angeschaltet werden; wenn es für den Unterricht gebraucht wird.“ Beispielsweise zum Recherchieren oder Filmen. Für eine uneingeschränkte Nutzung der Geräte sieht Thomas Meinecke aufgrund der technischen Ausstattung Probleme. Die eigenen Smartphones oder Tablets beziehungsweise die dazugehörigen Datengeschwindigkeiten seien von unterschiedlicher Qualität. So würde es nie gleiche Bedingungen geben. W-Lan bekäme das Gymnasium voraussichtlich erst Ende des Jahres.

Ähnlich wird an der Libertasschule Löwenberg verfahren. Schulleiter Axel Klicks: „Die Nutzung von Telefonen lassen wir nicht zu. Ausnahme: Wenn der Lehrer es für Unterrichtszwecke anweist.“ Die Schule ist mit Whiteboards ausgestattet, damit sei die Technik teilweise im Haus. Er legt Wert darauf, dass viel in Handarbeit und nicht alles mit moderner Technik gemacht werde. Zudem sieht der Schulleiter eine mögliche missbräuchliche Nutzung von Handy & Co. als Gefahr (Mobbing). „Deshalb sind für mich die Eltern bezüglich der Handynutzung wesentlich mit in der Verantwortung.“

Von MAZonline

Ausstellung in der Aula des Rungegymnasiums und des Oberstufenzentrums Oranienburg läuft noch bis zum 27. September 2018. Anmeldungen sind noch begrenzt möglich.

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