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Oranienburg Hennigsdorf: Weihnachtszug soll wieder fahren
Lokales Oberhavel Oranienburg Hennigsdorf: Weihnachtszug soll wieder fahren
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08:00 19.02.2016
Vereinsvorsitzender Walied Schön, S-Bahn-Chef Peter Buchner und FWM-Geschäftsführer Reiner Matthias (v.l.) vor der alten Bahn. Quelle: Foto: M.Paetzel
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Hennigsdorf

Die alte S-Bahn war für ihn immer ein Stück Heimat. „Wenn ich als junger Mann aus dem Urlaub gekommen bin und die Bahn gesehen habe, wusste ich, dass ich bald zuhause bin“, sagt Walied Schön, Vorsitzender des Vereins „Historische S-Bahn“. Eine der alten Bahnen, Baujahr 1938, will er wieder auf die Schiene bringen. Bis 2008 fuhren die zwei Triebzüge und zwei Waggons als Weihnachtszug jeden Dezember Familien durch die Hauptstadt. „Wir tun alles dafür, dass der Zug im Dezember wieder ins Rollen kommt“, sagt Walied Schön. Gestern überreichte Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, Schön und seinen Vereinsmitgliedern einen Scheck über 10500 Euro. „Wenn der Zug fertig ist, bin ich der Erste, der sich eine Karte kauft“, sagte Peter Buchner.

Der Verein kann das Geld gut gebrauchen. Seit 2013 werden die vier Teile der alten S-Bahn in den Hallen der Fahrzeugwerke Miraustraße in Hennigsdorf restauriert. Größtes Problem dabei war die Tatsache, dass die Baupläne der alten Züge nur noch unvollständig im S-Bahn-Archiv vorhanden waren. Da sei viel Recherche und Detektivarbeit nötig gewesen. „Wir mussten die Züge dann am Rechner in 3D-Modelle umwandeln“, erklärt Walied Schön.

Zudem seien etwa zehn Vereinsmitglieder ungefähr dreimal die Woche vor Ort in den Hennigsdorfer Werkhallen, um den Mechanikern mit ihrem Knowhow bei der Sanierung der Züge zu helfen. Teile wie Bremsen und Kupplung seien Originale, allerdings müsse man auch Kompromisse eingehen. „Ein Funkgerät muss heute im Zug sein, sowas gab es damals natürlich nicht“, sagt Walied Schön. Wichtig sei auch das neue Zugbeeinflussungssystem der S-Bahn, das bis 2021 eingebaut werden muss. Es bremst den Zug im Notfall. Andere Baugruppen der Fahrzeuge werden im S-Bahn-Werk Schöneweide und anderen Werkstätten aufgearbeitet und geprüft.

Innen sind die Züge optisch geteilt. Es gibt die Ausstattung anno 1938 mit Holzbänken und jene aus dem Jahr 1964 mit den markanten Kunstledersitzen. „Damals wurden sie zu DDR-Zeiten das erste Mal modernisiert“, erklärt Schön. Rund 300 000 Euro kostet die Sanierung der vier Zugteile, das Geld haben die S-Bahn-Freunde bisher durch Spenden eingesammelt. Damit die Züge zu Weihnachten wieder auf der Schiene sind, brauche es weitere Spenden, so Walied Schön. Insgesamt fehlten noch rund 50 000 Euro.

Für Reiner Matthias, Geschäftsführer der Fahrzeugwerke Miraustraße, ist der Auftrag eine Ehrensache. „Vielleicht“, sagt er, „können wir uns damit bei der S-Bahn für weitere Aufträge empfehlen.“

Von Marco Paetzel

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