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Hennigsdorf investiert 14 Millionen Euro

Schulen, Kitas und Wohnungen Hennigsdorf investiert 14 Millionen Euro

Rund 14 Millionen Euro nimmt die Hennigsdorer Stadtverwaltung für Schulen und Kitas in die Hand. Grund ist unter anderem, dass seit Jahren viele Kinder geboren werden. Zudem sei die Stadt gefragt, wenn es darum geht, neue Wohnungen zu bauen.

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Die deutsche Tochter des schwedischen Unternehmens NCC baut Häuser in Nieder Neuendorf.

Quelle: Foto:Roeske

Hennigsdorf. Hennigsdorf wächst weiter. Laut aktuellem Demografiebericht gab es im vergangenen Jahr 224 Geburten, in diesem Jahr wurden 227 kleine Hennigsdorfer geboren. „Vielleicht kommt zum Weihnachtsfest noch das eine oder andere Kindlein daher“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz. Seit fünf Jahren liegt die Geburtenzahl um die 225 Kinder, in den Jahren davor waren es um die 170. Rund 14 Millionen Euro hat die Stadt für den Ausbau von Kitas und Schulen in die Hand genommen. Die Kitas Traumland und Pünktchen&Anton wurden bereits erweitert, die Kita Weltentdecker befindet sich im Umbau. Im kommenden Jahr soll auch die Kita Schmetterling erweitert werden. Allein sieben Millionen Euro investiert die Stadt indes für die Eröffnung der vierten Grundschule an den Havelauen zum kommenden Schuljahr.

Auch in puncto Wohnungsbau soll sich etwas bewegen. „Wir werden uns zu dem Thema Anfang des Jahres zusammensetzen.“ Man müsse nach Grundstücken in der Stadt suchen und mit Trägern ins Gespräch kommen, so Andreas Schulz. Generell ziehe der Wohnungsbau in Hennigsdorf an. Aktuell errichtet NCC Häuser in Nieder Neuendorf, 74 Eigenheime werden gebaut. Auch im Ortskern wird eine der letzten Lücken geschlossen, dort stehen nun vier Gebäude: Ein Doppelhaus, ein Wohn- und Geschäftshaus und zwei Stadtvillen. Gebaut wird auch am Nachbarhaus, der ehemaligen Gaststätte „Schlachteplatte“. Das lange leerstehende Haus hat ein Berliner Geschäftsmann gekauft, der Wohnungen und Gewerbe hineinbringen will.

Den Trend zu höherpreisigen Häusern hat auch die Wohnungsgenossenschaft Hennigsdorf (WGH) erkannt. 2014 wurden in der Schönwalder Straße 32 Luxus-Wohnungen in vier Stadtvillen fertiggestellt, 96 weitere Wohnungen will die WGH auf dem Gebiet zwischen Feld-, Fontane-, Gartenstraße und Heideweg bauen lassen. Hier könnten 24 Wohnungen in drei Stadtvillen entstehen, zudem 40 Wohnungen im mittleren Preissegment und zehn bis 15 Einraumwohnungen speziell für Senioren.

Außerdem ist Andreas Schulz guter Dinge, dass die 3700 Quadratmeter große Freifläche an der Berliner Straße – zwischen Seilerstraße und Albert-Schweitzer- an einen Investor verkauft wird. Geplant sind vier Gebäude mit 63 Wohnungen für ältere Menschen.

Auch die Zahl der Asylbewerber steigt weiter. Aktuell leben im Wohnheim in Stolpe-Süd rund 500 Menschen, 125 haben Wohnungen in der Stadt. Nach dem Ausbau des Heimes sollen im kommenden Jahr nochmal rund 150 Plätze geschaffen werden, so dass dann etwa 800 Asylbewerber in Hennigsdorf leben könnten. In der Verwaltung wird der Fachdienst Familie, Kita und Jugend auch um die Belange von Flüchtlingen kümmern, geplant ist unter anderem ein mehrsprachiger Stadtplan. Zwei Integrationsworkshops für alle Beteiligten gab es in diesem Jahr, auch 2016 soll es regelmäßige Treffen geben. Bürgermeister Schulz ist guter Dinge, dass die Integration der Menschen gelingen kann. „Es leben seit mehr als 20 Jahren Flüchtlinge hier, da haben wir Erfahrungen gesammelt.“

Von Marco Paetzel

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