Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Huckelfrei

Der Fünfrutenweg in Teschendorf ist jetzt ausgebaut Huckelfrei

Es hat gedauert, aber jetzt kommen die Anwohner des Fünfrutenweges in Teschendorf trockenen Fußes und holperfrei zu ihren Grundstücken. Die gepflasterte Straße ist 3,30 Meter breit.

Voriger Artikel
Wundern über den Winterdienst
Nächster Artikel
Erweiterung ist unerwünscht

Der Fünfrutenweg heute.

Quelle: STEFAN BLUMBERG

Teschendorf. Loch an Loch war gestern. Inselhopping auch. Zu Fuß ist es ein Genuss, den Weg entlangzugehen. Und die Autos rollen huckelfrei. Die letzte unbefestigte Straße Teschendorfs ist „glatt“. Mehr als 13 Jahre lang hatten sich die Anwohner des Fünfrutenweges gemeinsam mit dem Ortsbeirat dafür eingesetzt. Im vergangenen Jahr nahmen die Pläne konkrete Gestalt an, im Sommer wurden letzten Details mit den Anwohnern geklärt, Anfang September war Baubeginn. Jetzt ist er fertig.

Die Freude bei Anwohnern ist da, aber Euphorie gibt es nicht. „Wir müssen ja fast alles selbst bezahlen“, sagt Ottfried Leber. Was ihn nach wie vor unruhig macht, ist die Tatsache, „dass bislang immer nur ungefähre Zahlen genannt wurden“, die als Gesamtsumme in Frage kommen. Für ihn steht fest, dass er sich den Bescheid genau ansehen wird. „Ich werde mir die Berechnungsgrundlage ansehen.“ Im Sommer 2015 wurde den Einwohnern eine Summe von 187 400 Euro genannt, die insgesamt investiert wird. „Diese Summe wird nicht erreicht werden, wir bleiben drunter“, kündigte der Bauamtsleiter des Löwenberger Landes, Manfred Telm, am Dienstag auf Nachfrage an. 90 Prozent sind Anliegerbeiträge

Die schlagen dem Fuhrunternehmer Roberto Borchert genauso auf den Magen wie die Geschwindigkeit, mit der Fahrzeuge jetzt im Fünfrutenweg unterwegs sind. „Es sind 30 Stundenkilometer erlaubt. Dann sollte man auch 30 fahren“, fordert er. Aus seiner Beobachtung sind es weniger die Anwohner, die aufs Gaspedal drücken. Paketdienste und überhaupt Kundendienste würden sich nicht ans Tempolimit halten. Sein Nachbar habe schon einen Spiegel angebracht, um sicherer vom Hof zu kommen. Nichtsdestotrotz will Roberto Borchert nicht verhehlen, dass der Fünfrutenweg sehr schön geworden ist und sich keiner mehr nasse Füße holt.

Das Problem mit dem zu schnellen Fahren ist auch Alexandra Kaluza aufgefallen. „Unser Anliegen war gewesen, aus dem Fünfrutenweg eine Spielstraße zu machen. Aber das ging wohl nicht. Leider halten sich manche Leute nicht an die 30 km/h.“ Sie ist aber froh, dass die Straße jetzt da ist. Die Kinder kämen ohne Schwierigkeiten zum Bus.“Und die Entwässerung funktioniert scheinbar auch. Es gab Zeiten, in denen stand das Wasser bei uns auf dem Grundstück.“ Das ist jetzt nicht mehr der Fall, die Mulde würde ihre Funktion erfüllen.

Ortsvorsteher Michael Grüber ist froh über die Investition. „Ein langgehegter Wunsch ging in Erfüllung. Eine große Erleichterung. Es gab mehrere Anläufe, ehe wir diese kostengünstige Variante hinbekommen haben. Der Fünfrutenweg ist schick geworden.“ Ottfried Leber stimmt da ein: „Die Straßenbauer haben gute Arbeit geleistet und kaum für Unannehmlichkeiten gesorgt.“

Von Stefan Blumberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oranienburg


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg