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Oranienburg Hundefrust in Oranienburg
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00:20 16.07.2018
Christine Bauer aus Oranienburg mit ihrem Hund Jumper vor der einstigen Brachfläche an der Lehnitzstraße in Oranienburg. Quelle: Nadine Bieneck
Oranienburg

Christine Bauer ist sauer. Täglich ist die 48-jährige mit ihrem Hund Jumper, einem fast achtjährigen Yorkshire-Terrier, in Oranienburg unterwegs. Und immer wieder ärgert sich die zweifache Mutter darüber, dass es „viel zu wenig Hundemülleimer gibt. Viele Hundebesitzer rennen mit ihren Beuteln los und finden dann keine Möglichkeiten, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde auch ordnungsgemäß zu entsorgen.“ Alles andere als schön sei es, „ewig mit den Beuteln rumzurennen, weil weit und breit kein Mülleimer zu sehen ist.“ Weder Hundetoiletten, noch ganz reguläre Müllbehälter. So kommt es oft wie es kommen muss: „Das Zeug wird irgendwo liegen gelassen.“ Nicht von ihr selbst. Sie kann jedoch verstehen, wenn andere Hundehalter die Beutel nicht kilometerweit herumschleppen mögen.

Das Ganze dann wiederum zum Unmut von Passanten oder – noch schlimmer – „Hundehassern, die sich natürlich aufregen, wenn ihnen der Dreck direkt vor die Füße gelegt wird“. Die Meldungen von Giftködern, die von Hundegegnern ausgelegt werden und auch in Oberhavel sowie Oranienburg immer wieder mal auftauchen, beunruhigen Christine Bauer. „Wie soll man sein Tier davor schützen? Das ist schwer.“ Sie hat Angst um ihren Vierbeiner. Aus gesundheitlichen Gründen ist die 48-Jährige seit mehreren Jahren EU-Rentnerin, kann keine weiten Strecken zu Fuß mehr zurücklegen. Nicht einfach für die gelernte Physiotherapeutin, die „stets viel und gern“ gearbeitet hat. Ihre Tiere – neben Hund Jumper auch zwei Katzen – geben Christine Bauer in der schweren Situation Halt und Kraft.

Seit acht Jahren wohnt die 48-Jährige in Oranienburgs Innenstadt. Und sie findet, dass sich die Situation für Hundebesitzer zunehmend verschlechtert hat. „Was wird denn in der Stadt für die Hunde getan? Wofür zahle ich meine Hundesteuer?“ Zuletzt sei vor rund zwei Wochen die Brache an der Lehnitzer Straße dicht gemacht worden, auf der sich auch Yorkshire-Terrier Jumper regelmäßig ausgetobt hatte. Dort enstehen bis Jahresende nun 164 neue Park & Ride Stellplätze für Autofahrer. „Es gibt immer weniger Grünflächen und kaum noch Möglichkeiten, seinen Hund auch mal von der Leine zu lassen.“ Denn nicht nur Hundetoiletten, auch ein Hundeplatz fehlt in der Kreisstadt, findet sie.

Dem widerspricht Susanne Zamecki von der Stadt Oranienburg. Rund 25 Hundetoiletten gebe es. Diese sind „im gesamten Stadtgebiet verteilt, mit dem Schwerpunkt in der Kernstadt“. Die Einrichtung weiterer Standorte sei aktuell nicht geplant.

Besser sieht es allerdings mit Plänen für zusätzliche Auslaufmöglichkeiten für die Vierbeiner aus. Die Einrichtung eines Hundestrandes sei in Planung, etwa 80 Meter nördlich der öffentlichen Badestelle „Weißer Strand“, erklärt Susanne Zamecki auf MAZ-Nachfrage. Notwendig dafür sei jedoch eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde. Der Antrag dafür sei vor wenigen Wochen gestellt worden, das Projekt läuft gerade erst an.

Der geplante Hundestrand soll durch Baumgruppen und Strauchflächen von der Umgebung abgegrenzt werden. Auch eine Hundetoilette mit Tütenspender sowie eine entsprechende Beschilderung sollen vor Ort installiert werden. Vorausgesetzt, die Untere Naturschutzbehörde stimmt zu. „ Das Ergebnis der Beantragung wird für Ende 2018 erwartet“, so Susanne Zamecki. Für Christine Bauer, Jumper und auch alle anderen Hundebesitzer aus Oranienburg heißt das zumindest für diesen Sommer noch, Geduld zu bewahren und woanders nach einer Erfrischung Ausschau zu halten.

Von Nadine Bieneck

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