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Oranienburg „Ich bin 91 – aber das habe ich noch nie erlebt“
Lokales Oberhavel Oranienburg „Ich bin 91 – aber das habe ich noch nie erlebt“
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18:58 23.12.2015
Zur Stippvisite bei Jörg Acksel am Bett. Quelle: FOTO: UWE HALLING
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Ganz große Augen machte Ursula Hübner. Sie rückte auch noch einmal ihr Haar zurecht, als sie sah, dass eine ganze Delegation zu ihr ans Krankenbett marschierte, um ihr schöne Weihnachten zu wünschen. „Oh, da freu ich mich aber“, sagte die Zehdenickerin. „Das ist Sitte bei uns“, reagierte Dorothea Mantei, Prokuristin der Oberhavel-Kliniken. „Zu Weihnachten kommen Amtsdirektor, Bürgermeister und Abgeordnete und bringen Ihnen etwas Süßes.“ Diesmal in Person von Frank Stege, Mario Gruschinske, Peter Gogol und Wolfram Sadowski. Auch das leitende Personal der Klinik war dabei. 60 nett verpackte Tüten mit weihnachtlichen Leckereien wurden am Mittwoch auf der Inneren, der Chirurgie, der Intensivstation und in der Tagesklinik verteilt; mit Händeschütteln sowie besten Genesungs- und Weihnachtswünschen.

Freudig überrascht war Liselotte Laege aus Seilershof. Sie hatte Glück, noch Süßigkeiten bekommen zu haben, „denn mein Sohn holt mich jetzt ab, dann geht es nach Hause“. Ein anderer Patient meinte zu seinem Aufenthalt in der Klinik mit einem Augenzwinkern: „Man kann sich ja nichts Besseres vorstellen, als über Weihnachten hier drin zu sein.“ Ähnlich liegt der Fall für Marie-Luise Peters. Am Dienstag wurde sie eingeliefert. „Ich bin über die Weihnachtsfeiertage hier. Wenn es nicht geht, geht es nicht.“ Sie hat die Visite in der Form das erste Mal erlebt. „Ich finde das gut.“ Andere Patientinnen haben sich bei ihrem Krankenhausaufenthalt selbst ein bisschen abgelenkt. „Gemeinsam mit Simone Schröder schmückte ich Weihnachtsbäume im Krankenhaus“, sagt Rosemarie Schirr aus Fürstenberg.

Chefarzt Frank Thierfelder (Innere) weiß aus seiner Beobachtung: „Die Visite kommt gut an. Bei manchen Patienten kullert auch mal eine Träne.“ Einige von den am Mittwoch Beschenkten werden an den Feiertagen  nicht   in der Klinik sein, manche sind schneller zurück, als sie dachten. „Mein Gefühl sagt mir, dass Heiligabend das Haus ab Mittag fast leer ist. Einen Tag später ist es wieder voll.“ Das habe damit zu tun, dass manche unbedingt nach Hause wollen und dann merken, dass es nicht geht.

Für Amtsdirektor Frank Stege zeigt die Visite die Verbundenheit zur Region. Seit den 70er-Jahren wird diese Tradition gepflegt.

Ungläubig schaute Gerda Alkewitz bei dem Aufmarsch drein, die Worte fehlten der Besucherin der Tagesklinik deshalb jedoch nicht. „Ich bin 91 Jahre alt. Aber das habe ich noch nicht erlebt. Ich kriege alles mit, ich lasse mich nicht anschmieren“, so die Zernikowerin, die damit die Lacher auf ihrer Seite hatte. Im Haus gefällt es ihr toll. „Die Kleene hier und der Chefarzt – die sind spitze.“

Von Stefan Blumberg

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