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Oranienburg Ideenwettbewerb zum „Quartier Fischerweg“ vertagt
Lokales Oberhavel Oranienburg Ideenwettbewerb zum „Quartier Fischerweg“ vertagt
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21:21 11.09.2018
Bauausschusssitzung am Dienstagabend in der Orangerie. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Die Mitglieder des Wassersportclubs Möwe haben Angst, vom Standort des Vereins, der Halbinsel am Louise-Henrietten-Steg, vertrieben zu werden. Der Verein war vor genau 100 Jahren gegründet worden. Die Stadt möchte einen Ideenwettbewerb für das „Quartier Fischerweg“ initiieren (MAZ berichtete). In das städtebauliche Planungsgebiet fallen die Flächen der Kleingartensparte und das Gebiet des Wassersportclubs, die auch für Wohnungsbau vorgesehen sind. Aber auch für Arbeiten und Freizeit.

Andreas Kowal, der die 25-köpfige Jugendgruppe – deren Mitglieder sind zwischen sechs und 27 Jahren alt – des Vereins aufgebaut hat, zeigte in der Bürgerfragestunde des Bauausschusses am Dienstagabend einen Film über die Aktivitäten der Jugendlichen. Die reichen von Trainingscamps mit den Mitgliedern der anderen sieben im Land bestehenden Wassersportclubs bis zu Bastelstunden. An vielen Nachmittagen trainieren sie mit motorisierten Schlauchboten. Sie erzielten nationale und internationale Erfolge. Auch Danilo Wiszowaty, Vater eines sportbegeisterten Jungen, appellierte, den Hafen „als sicheren Hafen für die Kinder zu erhalten“.

Gegen 20 Uhr wurde der Beschlussvorschlag zum Ideenwettbewerb aufgerufen. Baudezernent Frank Oltersdorf betonte, dass mit Kleingärtnern wie mit den Wassersportlern im Vorfeld gesprochen worden sei: „Niemand soll hier vertrieben werden. Es sollen einvernehmliche Lösungen gefunden werden.“ Ansatz der Stadtplaner soll es sein, die Frage zu beantworten, wie man mittelfristig diese innerstädtische und stadteigene Fläche für Wohnen, Gewerbe und Grün nutzen kann. Man wolle dabei nicht durch viele Vorgaben kein Korsett schnüren. Erst später die vorliegenden Ideen diskutieren.

Generell sei die Idee gut, aber „an dieser Stelle darf nicht das Wohnen, sondern das Erleben im Vordergrund stehen“, so Frank Rzehaczek, der einen Antrag der CDU zum Thema einbrachte. Der sollte unter anderem festschreiben: An der Stelle eine Flaniermeile mit Geschäften, Cafés und Biergärten zu errichten, Kulturschaffende und WSC Möwe zu integrieren, den Gartencharter zu erhalten und Räume fürs „Urban Gardening“ zu schaffen. Und bei allen Plänen dürfe nicht vergessen werden, „dass am Alten Speicher bereits 286 Wohnungen gebaut werden. Am Fischerweg muss das Erlebnisgebiet der Innenstadt entstehen, das Oranienburg fehlt“, so Rzehaczek.

„Unbedingt eine Form der Bürgerbeteiligung zu finden. Was wollen die Oranienburger an dieser Stelle“, das forderte Jennifer Collin (SPD).

Besser, zunächst den Atriums-Parkplatz zu bebauen, als das Filetstück, fand Michael Fehlow (Linke).

Und Harald Große fand: „Es treibt uns doch nichts. Mir fehlen Vorstufen der Diskussion.“ Bevor große Architektenträume reiften, „sollten wir sagen, was wir dort wollen.“ Er stellen den Antrag, den Beschluss in der nächsten Fachausschussrunde noch einmal zu diskutieren. Dem stimmten alle zehn Bauausschussmitglieder zu. Die CDU zog ihren Antrag vorerst zurück.

Von Heike Bergt

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