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Oranienburg Im Lehrbauhof übers Handwerk informiert
Lokales Oberhavel Oranienburg Im Lehrbauhof übers Handwerk informiert
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08:35 22.09.2016
In den Hallen des Lehrbauhofs wird gelernt – im Hintergrund informieren sich die Pädagogen. Quelle: Marco Winkler
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Oranienburg

Das Handwerk hat es seit Jahren nicht leicht. Fachkräfte gehen in den Ruhestand, die Lücken können kaum gefüllt werden. Ausbildungsplätze sind zwar vorhanden, aber die Auszubildenden nicht. „Es ist wichtig, Schülern Alternativen zum Abitur zu zeigen“, sagte Dirk Hagemann, Geschäftsführer des Lehrbauhofs Oranienburg, am Mittwoch. In der überbetrieblichen Berufsausbildungsstätte startete die diesjährige Berufsorientierungstournee (BOT) unter dem Motto „Goldener Boden – rosige Zukunft in Oberhavel“.

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert vom Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg und der Wirtschafts-, Innovations- und Tourismusförderung Oberhavel (WInTO). „In Oberhavel wird das Angebot gut angenommen“, so Mareike Feeser vom Netzwerk Zukunft. Dieses Jahr steht thematisch das Handwerk im Mittelpunkt.

Frauen sind im Bauhandwerk immer noch eine Seltenheit. Quelle: Winkler

Im Lehrbauhof lernen übers Jahr verteilt 110 Auszubildende. Im Angebot sind dreijährige (Zimmerer, Maurer, Fliesenleger, Straßen- und Gleisbauer) sowie zweijährige Ausbildungen (Ausbau-, Hochbau- und Tiefbaufacharbeiter). „Vor zehn Jahren waren die Bewerbungsstapel noch hoch“, so Vize-Landrat Egmont Hamelow. Heute nicht mehr. „Wir brauchen haben die Aufgabe, Angebote zu schaffen.“ Über genau die informierten sich Lehrkräfte und Berufsberater im Lehrbauhof.

„Die Ausbildungszahlen im Bauhandwerk sind nach unten gegangen“, so Dirk Hagemann. Er strebt einen Erkenntnisgewinn der Jugend an, will informieren, präsentieren, überzeugen. Nicht einfach, wenn das Geld fehlt. So könnte es sein, dass die berufsorientierenden Werkstatttage, eine Kooperation mit der TÜV Akademie Hohen Neuendorf und der 3B gemeinnützige Bildungs GmbH in Zehdenick, bald flach fallen werden.

Die Auszubildenden lernen alles von der Pike auf. Quelle: Winkler

„Es ist eine schwierige Situation fürs Handwerk, wir können mit der Konkurrenz in der Industrie kaum mithalten“, so Hagemann. Große Industriebetriebe können einfach mehr leisten. Positives „Aber“: Da viele Fachkräfte bald in den Ruhestand gehen, sei das Handwerk eine sichere Sache, so Hagemann.

Der Lehrbauhof (offiziell: Lehr- und Öko-Bauhof Niederbarnim) ist ein 1990 gegründeter gemeinnütziger Verein in der Trägerschaft der Kreishandwerkerschaft Oberhavel. Der jetzige Lehrbauhof wurde am 1. September 1998 eingeweiht. „Davor wurde noch in Zelten ausgebildet“, so Hagemann.

Es gibt fünf Ausbildungshallen für die vier Gewerke. Die einzelnen Auszubildenden schnuppern dabei auch immer in verschiedene Bereiche. „Ein Verständnis für andere Gewerke ist wichtig, gerade auf der Baustelle, wo alles Hand in Hand gehen muss.“

BOT-Tournee und youlab-Abschluss

Station macht die siebte Berufsorientierungstournee noch bei den Blechprofis Kruschke in Hennigsdorf am 16. November, bei Eltav in Birkenwerder (25. Januar 2017) und bei Fritz Müller Massivholztreppen in Altlüdersdorf am 8. Februar im kommenden Jahr.

Den Abschluss und auch die letzte Station bildet dann die Studien- und Berufsorientierungsmesse „youlab“ am 15. Februar 2017. Diese findet von 10 bis 16 Uhr in der MBS-Arena der Turm Erlebniscity statt.

Von Marco Winkler

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