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Im Turm: Kameras für mehr Sicherheit

Überwachung in Oranienburger Spaßbad Im Turm: Kameras für mehr Sicherheit

Sieben Jahre lang waren in der Turm Erlebniscity 40 Kameras installiert – auch unter Wasser. Ein Besucher beschwerte sich, der Datenschutz schaltete sich ein, Geschäftsführer Kay Duberow ließ das System abmontieren. 2014 war das. Jetzt gibt es ein neues Sicherheitskonzept – erneut mit Kameras.

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Die Turm Erlebniscity in Oranienburg.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. Dagmar Hartge, Brandenburgs Datenschutzbeauftragte, hat in ihrem aktuellen Jahresbericht offengelegt: Sieben Jahre lang wurden in der Turm Erlebniscity Mitarbeiter und Gäste mit 40 Kameras – teils unter Wasser im Solebecken – ausspioniert. In Auftrag gegeben wurde die Überwachung von den einstigen Geschäftsführern. Angeblich als Präventivmaßnahme, um die Anzahl an Diebstählen zu verhindert. Ein Gast beschwerte sich, das Amt für Datenschutz schaltete sich ein, der Skandal flog auf und der Turm musste 16 000 Euro Strafe zahlen.

„Die Kameras waren aber kein Geheimnis“, sagt Geschäftsführer Kay Duberow, der im Sommer 2014 das gesamte System demontieren ließ. Aufkleber und Schilder hätten darauf hingewiesen. Gespeichert wurden die Videoaufzeichnungen nicht, nur der Polizei bei Verdachtsfällen übergeben. „Es konnten eine Reihe von Straftaten aufgeklärt werden“, so Duberow. „In der Form werden wir ein Überwachungssystem aber nicht wieder in Betrieb nehmen.“

Neues Videoüberwachungskonzept – mit weniger Kameras

Dennoch: Neue Kameras werden bald installiert. Mit dem Betriebsrat und der Datenschutzbeauftragten wurde ein Videoüberwachungskonzept entwickelt, „das nur noch wenige Kameras vorsieht“, so Hartge. Zum Beispiel im Kassenbereich und an den Parkplatzschranken. „Wir klären aktuell die technischen Details“, so Duberow. In empfindlichen Bereichen wie den Umkleidekabinen werde es aber keine Kameras geben, versichert er. Auch unter Wasser nicht. Wobei das laut Duberow durchaus zulässig wäre. Die deutsche Gesellschaft für das Badewesen habe da Richtlinien, die sagen: Der Einsatz ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Aber nur, wenn er die Durchführung der Wasseraufsicht unterstützt.

„Die Kameras in brandenburgischen Schwimmbädern werden wir auch in Zukunft kritisch unter die Lupe nehmen“, so Dagmar Hartge. „In öffentlichen Bädern darf die Videoüberwachung nur konkrete Gefahrenbereiche erfassen. Badegäste sollen sich regelmäßig ohne Videoüberwachung erholen können.“

Von Marco Winkler

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