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Oranienburg Ist das das marodeste Vereinsheim in Oberhavel?
Lokales Oberhavel Oranienburg Ist das das marodeste Vereinsheim in Oberhavel?
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19:52 13.12.2018
Das Vereinshaus vom Post SV Zehlendorf ist äußerst sanierungsbedürftig. Quelle: ENRICO KUGLER
Zehlendorf

Für Amateurfußballer ist das eigene Vereinsheim die vielleicht wichtigste Begegnungsstätte und ein Ort vieler Geschichten und Mythen. Für viele Hobbykicker ist das eigene Vereinsgebäude sogar neben den eigenen vier Wänden der wichtigste Ort. Bei den Fußballern des Post SV Zehlendorf sieht das ein wenig anders aus. Zufrieden oder gar stolz ist bei den „Postlern“ keiner mehr über das altehrwürdige Gemäuer, dass seine besten Zeiten schon lange hinter sich hat. „Eigentlich ist es nur ein Hausen und Vegetieren, man kann das echt nicht beschreiben. Der Zustand ist katastrophal“, beschreibt auch Männertrainer Kay Kretschmann den Zustand des Gebäudes. Für Spieler Pascal Bergmann ist es sogar „das wohl schlechteste und marodeste Vereinsgebäude Brandenburgs.“

„Attraktiv ist das hier nicht mehr.“

Putz bröckelt von den Wänden, Wasser sickert durchs Dach, Türen und Fenster sind undicht und marode. Ein wirklicher Hingucker ist das Backsteingebäude schon lange nicht mehr. „Das ist sehr schade wie es zerfallen ist, früher war unser Vereinsgebäude mit der integrierten Kegelbahn ein echter Augenschmaus und sehr viele waren auch ein wenig neidisch auf uns“, erinnert sich Platzwart Volker Reusche. Der 72-jährige Rentner betreut zusammen mit Walter Marzillier seit drei Jahren das Vereinsgelände, kennt es aber schon weitaus länger. „In den 1960er Jahren habe ich schon selber dort gespielt, daher kenne ich das Gebäude auch schon seit damals. Leider hat sich auch seit dieser Zeit nahezu nichts verändert. Geredet wurde immer viel über eine Sanierung oder einen Neubau, gemacht wurde aber nichts.“ Gerade für die Attraktivität des Fußballstandortes Zehlendorf keine gute Visitenkarte, wie auch Reusche moniert. „Wenn du junge Spieler dazu holen willst, drehen die doch sofort wieder um, wenn sie in das Gebäude kommen. Attraktiv ist das alles hier nicht mehr.“

Ist das das marodeste Vereinsheim Oberhavels? Eines ist sicher: Hier muss sich einiges tun.

„In und am Gebäude machen wir nichts mehr.“

Da nun im kommenden Jahr ein Neubau entstehen soll, halten sich die Arbeiten am Gebäude in Grenzen, wie Reusche zugibt: „Wir kümmern uns eigentlich nur noch um die beiden vorhandenen Plätze, versuchen diese in Schuss zu halten. In und am Gebäude machen wir gar nichts mehr, da ist Hopfen und Malz verloren.“ Die Kegelbahn ist zwar noch im Gange, wird aber laut Reusche auch nur noch sporadisch genutzt. „Früher war das ein richtiger Anziehungspunkt, die Hütte war immer voll. Das ist aber leider lange her“, bedauert Reusche. Trotz vieler schöner Erinnerungen fiebert man dem Neubau entgegen, in den Augen vieler viel zu spät.

„Normalerweise gehört das Gebäude schon lange gesperrt“, meint auch Bergmann. Für den ehemaligen Zehlendorfer Trainer Dietmar Müller waren Heimspiele auch immer eine Art Fremdschämen: „Man hat sich teilweise geschämt bei Heimspielen, welche Bedingungen man den Gästen anbieten musste. Ich freue mich sehr für den Verein und für seinen Vorsitzenden Udo Neumann, der an diesem Thema immer dran blieb und es angeschoben hat.“ Die Fußballabteilung will sich verjüngen, dann bald ohne das marodeste Vereinsgebäude in Oberhavel.

Neubau im Frühjahr 2019

Mehrheitlich stimmte der Sozialausschuss der Stadt Oranienburg dem Planungsbeschluss für den Bau des Sportfunktionsgebäudes an der Liebenwalder Straße in Zehlendorf zu. Das neue Zuhause kostet 1,125 Millionen Euro. Baustart wird erst im Frühjahr 2019 sein, weil der Fördergeldbescheid noch nicht vorliegt. Gefördert werden 75 Prozent der Summe durch das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF).

Das Sportfunktionsgebäude soll nach achtmonatiger Bauzeit voraussichtlich im Dezember 2019 eröffnet werden. Geplant hat den eingeschossigen, modernen Bau mit Sonnenkollektoren auf dem Dach das Architekturbüro Steffen Weber aus Oranienburg.

Von Knut Hagedorn

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