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Oranienburg Jetzt geht’s rund auf dem Hof
Lokales Oberhavel Oranienburg Jetzt geht’s rund auf dem Hof
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17:05 13.09.2018
Die Mitorganisatoren Max, Michelle und Finn (v.r.) mit Sozialarbeiterin Alexandra Köpp – und weiteren Mitschülern. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

„Das ist immer so. Wir werden hier fast umgerannt“, ruft Michelle Wirth. Und dann geht es nach der Generalprobe am Vortag auch schon los: Finn Kleine, Max Hagemann, Kim Charlet und Michelle verteilen Spielgeräte an ihre Schulkameraden. Sie sind dicht umringt an der Tür zum Hof der Havelgrundschule. Es ist 12.05 Uhr und große Pause. Die ist 25 Minuten lang und da lohnt es sich, Ball, Kreide oder ein Einrad auszuleihen und damit auf dem Hof unterwegs zu sein und sich zu bewegen. Genau das ist das Ziel des Projekts „Bewegte Pause“, das am Donnerstag offiziell in der größten Grundschule der Stadt mit 640 Mädchen und Jungen gestartet ist.

Seit dem letzten Schuljahr 2017/18 gibt es auch an den Grundschulen Schulkonferenzen, in denen jeweils zwei Kinder jeder Klasse ab Klasse vier vertreten sind. Und die haben natürlich überlegt, was sie machen, fordern und auf den Weg bringen könnten. „Wir haben zum Beispiel eine Umfrage gemacht zum Schulessen, bei der viele Smileys rausgekommen sind“, berichtet Finn Kleine. Und dann war da der Wunsch nach Spielgeräten für die dröge Hofpause. „Es gab zwar einen Basketballkorb, aber keinen Ball und eine Tischtennisplatte, aber nur zwei Schläger.“

Das sieht jetzt anders aus. Mit großer Unterstützung von Sozialarbeiterin Alexandra Köpp, die seit einem Jahr an der Schule tätig ist, stellten die Kinder beim Landkreis einen Förderantrag, baten beim Schulförderverein um eine „Finanzspritze“ und bei der DAK. Fazit: Der Kreis machte 500 Euro, der Förderverein 300 Euro und die DAK eine Tonne voller Spielgerät in der Präventionskampagne „Fit for Fun“ locker.

Nun ging es ans Einkaufen. Alexandra Köpp und die Kinder kauften Fußbälle, Einräder, Stelzen, Springseile, Tischtennisschläger und Bälle „und ganz, ganz viel Kreide“, so die engagierte Sozialarbeiterin, die sich freut, mit welchem Feuereifer Michelle, Max, Kim und Finn dabei sind, im Wechsel mit weiteren Kindern die Geräte in der Pause auszugeben – und zum Schluss wieder einzusammeln. Jeder wird namentlich in einer Liste vermerkt, dann wieder abgehakt. „Nur was wir tun, wenn jemand etwas nicht zurückbringt, das überlegen wir noch“, sagt Michelle. Jetzt ist erst mal das Geld alle, sagt Finn. „Nach einem Jahr überlegen wir, was wir noch brauchen.“ Als nächstes macht sich die Schülerkonferenz für einen Wasserspender stark.

Auf jeden Fall war gestern mächtig Bewegung auf dem Pausenhof.

Von Heike Bergt

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