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Oranienburg Kabarettabend in Hennigsdorf
Lokales Oberhavel Oranienburg Kabarettabend in Hennigsdorf
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07:41 08.03.2016
Martina Brandl philosophiert über zu lange Fingernägel. Quelle: Ulrike Gawande
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Hennigsdorf

Kabarett unterscheide sich von Comedy dahingehend, dass es beim Kabarett auch einmal einen Satz ohne Pointe gäbe. So klärt die schwäbische Kabarettistin Martina Brandl die Zuschauer im gut besuchten Hennigsdorfer Stadtklubhaus am Sonntag gleich zu Beginn auf. Und wenn auch nicht jeder Satz ein Witz war, der Abend wurde ein voller Erfolg.

„Ich kannte Brandl vorher nicht, aber mir gefällt ihre peppige Art, die Vielfalt an Themen“, begeistert sich Grit Liebig aus Hohen Neuendorf. Ein Stuhl und ein Mikrofon, mehr Requisiten braucht die Künstlerin nicht, um ihr Programm „Irgendwas mit Sex“ dem Publikum zu verkaufen. Im ersten Teil noch leger mit Turnschuhen und ihrer typischen Mütze bekleidet, im zweiten Teil dann schick im Kleid und frisch vom Frisör.

Anlass genug für sie von den weiblichen Sorgen eines Frisörtermins zu klagen. Stets ein wichtiger Punkt im Kalender einer Frau, so Brandl. Monatelang im voraus geplant. Nur um beim angesagtesten Hairstylisten einen Termin zu ergattern. Und auch wenn man mit dem haarigen Ergebnis nicht zufrieden sei, werde die Kreditkarte gezückt und ein „Du bist der Beste gesäuselt.“ Schließlich wolle man ja wieder kommen. Und wofür? Dafür, dass der Ehegatte zuhause nur fragt: „Wo warst du denn die ganze Zeit?“

Passend dazu auch der Wunsch der Damen nach manikürten und endlos künstlich verlängerten Fingernägeln. Wie Edward mit den Scherenhänden, lästert Brandl. „Dann haben die Herren Sex und gleichzeitig Beschneidung.“ Das Publikum, darunter auch zahlreiche Männer, johlt vor Vergnügen.

Martina Brandl in Aktion Quelle: Ulrike Gawande

Alles sei eben heute ein Wettbewerb, so Brandl. Die längsten Nägel, die schönsten Haare und im Fernsehen werde der Superstar gesucht, das Kochduell ausgetragen. Und der Zuschauer darf mitmachen. Für fünfzig Cent anrufen. Mitentscheiden.„Aber bei Wahlen, die umsonst sind, da gehen nur 40 Prozent der Bevölkerung hin.“

Brandl: „Jeder will nur das Beste, ein `gut` taugt heute nichts mehr.“ Das fange schon in der Schule an. Die Noten bestimmen die Eltern und das Abitur der `Soraya Kimberleys` werde zum Feierstressmarathon. Gefolgt von einem, von einer Eventagentur organisiertem Entwicklungshelferpraktikum. Brandls Fazit: Es wird nicht mehr agiert, nur noch konsumiert. Und sich präsentiert.

Christina Süßdorf (links) und Horst Rochow lassen sich nach der Show von Martina Brandl ein Autogramm geben. Quelle: Ulrike Gawande

Ob Selfies oder Food-Fotografie – als neue Diätform –, Posten statt genießen. Überhaupt müsse man stets auf der Höhe der Zeit sein. „Ich lass mir ’nen QR-Code auf den Arsch tätowieren“ hieß deshalb der Titel eines der fetzig humorvollen Lieder, die Martina Brandl am Abend zum Besten gab. „Es war super. Eine gute Mischung aus aktuellen Inhalten und Musik“, erklärt Horst Rochow aus Oranienburg und holt sich ein Autogramm von der Künstlerin.

Von Ulrike Gawande

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