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Kerstin Kausche wirft den Hut in den Ring

Oranienburg Kerstin Kausche wirft den Hut in den Ring

Der Stadtverband der Oranienburger CDU hat am Mittwochabend Kerstin Kausche zur Bürgermeisterkandidatin gewählt. Sie bekam 20 von 23 Stimmen und will nun im Herbst 2017 sich der Wahl stellen, um die Nachfolge von Hans-Joachim Laesicke (SPD) anzutreten. Das wollen auch Jennifer Collin (SPD) und Enrico Rossius (Linke).

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Kerstin Kausche mit Ehemann Karsten, der ihr für die Kandidatur den Rücken stärkt

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Ein großes K auf orangem Grund. Zudem Heimatadresse, Handynummer und E-Mail-Kontakt. Das quadratische Visitenkärtchen signalisiert, was Kerstin Kausche besonders wichtig ist, auch wenn es nicht gleich um die Kanzlerschaft, sondern die Nachfolge auf dem Bürgermeisterstuhl geht: „Ich möchte den direkten Draht zu den Bürgern. Will sie ernstnehmen, auch wenn ich bestimmt nicht jedes Problem lösen kann.“ Die Lehnitzerin ist am Mittwochabend in einer nichtöffentlichen Sitzung der Oranienburger CDU zur Bürgermeisterkandidatin gekürt worden. Von den 23 Stimmberechtigten gaben 20 ihr Votum für die 53-Jährige ab. Zwei entschieden sich für den zweiten Kandidaten, Jochen Kiefer. Einer lehnte beide Bewerber ab. Der Stadtverband zählt aktuell 48 Mitglieder.

Die Entscheidung für Kerstin Kausche kam nicht unerwartet. Bis 31. Oktober 2015 war sie Kämmerin der Stadt. Nach dem offiziellen Ende ihrer Amtszeit wurde sie in den Ruhestand geschickt, eine erneute Bewerbung war unerwünscht. Er schätze ihre Kompetenz, hatte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) immer wieder betont. Die Verabschiedung nach 16 Jahren fiel trotzdem dürftig aus. Eine richtige Begründung gab es nicht. Auch ist der Posten des 1. Beigeordneten bis heute unbesetzt. Bei den drei Bewerbungsrunden in der Verwaltung mit acht, sechs, beziehungsweise vier Anwärtern war offenbar nicht der oder die Richtige dabei.

„Ich freue mich total darauf, wenn es klappt“, sagt Kausche mit Blick auf den Herbst 2017. Natürlich habe sie Respekt vor der Aufgabe, „aber ich gebe immer Vollgas“. Und schließlich kennt sie sich im Haus aus. „Ich weiß auch, die Fußstapfen des Bürgermeisters sind groß. Aber man kann auch neue daneben treten.“ Sie selbst wolle jetzt ein knappe Liste aufstellen mit ihren Vorhaben, „die man gut überblicken und später abhaken kann“.

„Meine wichtigste Botschaft: Oranienburg ist unsere Heimatstadt.“ Es sei wichtig, dass die vielen Zuzügler Wurzeln schlagen. „Sie sollen mittun, ich möchte ihre Vorschläge aufgreifen, nicht als Meckerei abtun.“ Derzeit werde in der Verwaltung „jede andere Meinung als Angriff empfunden. Das möchte ich beenden.“ Sie möchte Gräben zwischen Verwaltung und Stadtverordneten zuschütten. Ebenso zur Kreisverwaltung wünscht sie sich ein „Miteinander auf Augenhöhe“, nicht nur „Freude, wenn man sich eins ausgewischt hat“. Und im Schloss sieht sie in Sachen Wertschätzung für die Mitarbeiter Nachholebedarf. In Oranienburg möchte sie „weiter solide haushalten“. Auch in den Ortsteilen soll es künftig „maßvoll“ Bauland geben. „Und wenn schon alles in der City passiert, müssen die Leute auch hierher kommen. Da muss auch ein Bus nach 20 Uhr fahren.“ Dass Anwohner den Ausbau ihrer Anliegerstraße selbst in die Hand nehmen können, möchte sie möglich machen. Beim sozialen Infrastrukturkonzept für Kitas und Schulen sieht sie Oranienburg auf den richtigen Weg.

Nach Jennifer Collin für die SPD und Enrico Rossius für die Linken hat nun Kerstin Kausche den Hut in den Ring geworfen. Und wenn es nicht klappt? „Dann habe ich inzwischen gelernt, dass es auch andere Dinge gibt, die mich ausfüllen. Für die ich mich in Oranienburg engagieren kann.“

Kerstin Kausche (53) hat zwei Kinder und zwei Enkel. Sie lebt in Lehnitz.

Ihr Mann Karsten Kausche (54) arbeitet als Anlagentechniker für Verpackungsmaschinen – derzeit über die Woche in Hannover.

Kerstin Kausche ist seit 2014 Mitglied der CDU. Sie ist studierte Philosophin, Betriebswirtin und Kommunalen Bilanzbuchhalterin.

Sie war 16 Jahre Kämmerin und 1. Beigeordnete in der Stadt. Seit November 2015 ist sie selbstständig, arbeitet in der Fraktion und als Dozentin der Kommunalakademie Brandenburg, zum Thema Finanzen.

Kontakt: kerstin-kausche-fuer-oranienburg.de

Von Heike Bergt

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