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Oranienburg Mit einer selbst gebastelten Papp-Geige fing alles an
Lokales Oberhavel Oranienburg Mit einer selbst gebastelten Papp-Geige fing alles an
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16:59 12.10.2018
Kira Elisabeth Koch (8) spielt sich beim Stadtempfang 2018 in die Herzen der Gäste. Am 25. 11. tritt sie in der Musikwerkstatt Eden auf. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, heißt es ja so schön. Und bei der kleinen Kira Elisabeth Koch (8) passt das alte Sprichwort wie „die Faust aufs Auge.“ Beim Stadtempfang von Bürgermeister Alexander Laesicke am 2. Oktober spielte sich Kira mit ihrer Geige in die Herzen der Gäste. Mit auf der Bühne war auch Kiras Mutter, die Pianistin Karla Haltenwanger. Gemeinsam spielten sie Stücke von Schostakowitsch und den Elfentanz von Jenkinson – Kira an der Geige, die Mama am Klavier. Und wie das bei großen Künstlern so ist, soll Kira bei ihrem großen Auftritt vor der städtischen Polit-Prominenz auch kaum „Muffensausen“ gehabt haben. „Sie hat mir später erzählt, dass sie vor dem Auftritt ganz schön aufgeregt war“, sagt Karla Haltenwanger. „Aber sobald sie die Bühne betreten hat, hat sie sich nur noch gefreut, Musik zu machen. Das ist für mich der Beweis, dass sie die Musik liebt und sie wirklich gerne macht.“

Schon als Zweijährige wünscht sich Kira eine Geige

Und das muss Kira auch. Denn um so professionell ein Instrument spielen zu können, muss täglich geübt werden. Das bekommt Kira schon von ihrer Mama vorgelebt, die jeden Vormittag am Klavier sitzt. „Es ist für uns beide das schönste, wenn wir zusammen musizieren oder ich ihr bei ihren Übungsstunden Gesellschaft leiste. Es macht auch mich glücklich, wenn ich sehe, wie Kira Fortschritte macht und immer besser wird“, sagt Karla Haltenwanger, deren Mutter auch Klavier gespielt hat. Logisch, dass bei Familienfesten auch die Instrumente ausgepackt werden. Und das sind viele. Denn Kiras ganze Familie ist musikalisch. Ihr Papa Ken Koch ist zwar Architekt, spielt aber in seiner Freizeit auch Klavier. Und seine Mutter wiederum ist auch eine professionelle Konzert-Pianistin. „Eine Tante spielt noch Geige, ein Onkel Bratsche und eine Cousine Klarinette“, sagt Karla Haltenwanger. „Familienfeste sind bei uns auch immer kleine Konzert-Zusammenkünfte.“

Beim Stadtempfang 2018 in Oranienburg wird Kira von ihrer Mama am Klavier begleitet. Quelle: Enrico Kugler

Angefangen hat Kiras Leidenschaft für die Musik als sie zwei Jahre alt war. „Wir hatten schon vorher mitgekommen, dass sie andächtig lauscht, wenn Musik aus dem Radio zu hören war“, sagt Karla Haltenwanger. Und dann waren Kiras Eltern echt baff. Als Zweijährige bat sie ihre Mama, mal schnell zum Drogeriemarkt DM zu gehen und ihr eine Geige zu kaufen – dort gibt es schließlich alles. Kira wolle bei YouTube in einem Musikclip mitspielen. „Ich habe ihr dann eine Geige aus Pappe gebastelt“, sagt Karla Haltenwanger. Damals dachte die Musikerin noch, dass sich die Leidenschaft für die Geige von ihrer Tochter noch gibt. Doch denkste! Als Kira fast fünf Jahre alt ist, besuchen Mutter und Tochter ein Geigen-Konzert in der Berliner Philharmonie. Hochbegabte Kinder hatten dort ein Konzert gegeben. Und seitdem war für Kira klar. „Ich will jetzt Geigenunterricht.“

In nur drei Monaten lernt sie Noten zu lesen und zu spielen

Ein-, zweimal die Woche wird ihr der Wunsch erfüllt – eine halbe Stunde bekommt Kira damals Unterricht. Und wieder sind Karla Haltenwanger und ihr Mann überrascht, wie schnell Kira lernt. „Innerhalb von drei Monaten konnte sie Noten lesen und vom Blatt Stücke von Beethoven und Bach spielen“, sagt Karla Haltenwanger. „Dafür brauchen viele Leute dreimal so lange.“ Schon nach einem Jahr Unterricht gewinnt Kira den 1. Preis bei „Jugend musiziert“. Inzwischen wird sie sogar über die Musikwerkstatt Eden gefördert, wo sie bei Michiko Feuerlein Unterricht hat.

Kiras ganze Familie ist hochmusikalisch

Und obwohl Kira inzwischen auch täglich übt wie ihre Mama, vergisst sie trotzdem nicht, Kind zu sein. „Sie liebt es, sich mit ihren Freundinnen zu treffen oder Rollschuh zu fahren“, sagt Karla Haltenwanger. „Obwohl ich zugeben muss, dass ich dann immer etwas angespannt bin. Denn als Musiker muss man auf seine Hände achten. Aber dann denke ich wie Kira – es wird schon alles gut gehen.“

Übrigens. Auch Kiras Bruder Leo (4) scheint das Musiker-Gen in sich zu tragen. Der Steppke hat vor zwei Wochen ein Cello bekommen und soll auch schon super Fortschritte gemacht haben. Na also – der Apfel fällt eben nicht weit weg vom Stamm.

Von Jeannette Hix

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