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Oranienburg Es wird warm – Kita und Schule wieder geöffnet
Lokales Oberhavel Oranienburg Es wird warm – Kita und Schule wieder geöffnet
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18:32 28.01.2019
Schule und Kita werden von der Schmachtenhagener Biogas GmbH mit Wärme versorgt. Quelle: Robert Roeske
Schmachtenhagen

Das Wichtigste vorneweg: Ab Dienstag findet in der Neddermeyer-Grundschule in Schmachtenhagen normaler Unterricht statt. Bereits am Montagmorgen waren die Heizungskörper wieder warm und die Klassenzimmer dabei, sich auf eine angenehme Raumtemperatur aufzuheizen.

„Noch nie musste Unterricht ausfallen, weil es in den Räumen zu kalt war“, sagte Sabine Nothing, die seit 2009 Schulleiterin in Schmachtenhagen ist. Quelle: Bert Wittke

Dass es hitzefrei gibt, habe sie schon öfter erlebt, sagte Schulleiterin Sabine Nothing am Montag. Dass nicht unterrichtet werden kann, weil die Räume zu kalt sind, sei jedoch auch für sie eine neue Erfahrung. Am Dienstag vergangener Woche habe sich das Unheil zum ersten Mal angedeutet. Obwohl die Heizkörper auf die höchste Stufe 5 gestellt wurden, seien sie nur noch lauwarm geworden. Weil Dienstag und Mittwoch die Sonne geschienen habe, seien die niedrigeren Temperaturen vor allem in den auf der Südseite gelegenen Räumen noch nicht so spürbar gewesen.

Unter 16 Grad Celsius kein Unterricht mehr

Die Verwaltungsvorschrift besage, dass ab einer Raumtemperatur von unter 16 Grad Celsius nicht mehr unterrichtet werden dürfe, erklärt Sabine Nothing. Es sei absehbar gewesen, dass dies ab Donnerstag der Fall sein wird. Deshalb hätten die Kinder am Mittwoch einen Elternbrief mitbekommen, in dem stand, dass an den folgenden beiden Tagen kein Unterricht stattfindet. Der Ausfall sei zudem auf der Homepage der Schule und über die Elternsprecher in den jeweiligen WhatsApp-Gruppen kommuniziert worden.

In der Schule fand von vergangenen Donnerstag bis zum Montag lediglich eine Notbetreuung statt, die nur vvon wenigen Eltern in Anspruch genommen werden musste. Quelle: Bert Wittke

Für Kinder, die nicht daheim betreut werden können, wurde in der Schule ein Notdienst eingerichtet. „Am Donnerstag waren es 15 Kinder, die hier waren, Freitag weniger als zehn“, sagte die Schulleiterin. Da am Freitag noch nicht absehbar war, wann die Heizung wieder funktionieren würde, wurde der Schulausfall für die 236 Mädchen und Jungen der Schule auf Montag erweitert. Auch darüber sei auf der Homepage und über WhatsApp-Chats informiert worden. Am Montag wurde die Notfallbetreuung von acht Schülern in Anspruch genommen. Kein Elternteil sei gezwungen gewesen, Kinder allein daheim zu lassen, versichert Sabine Nothing. Alle Lehrer seien an den Tagen der Notfallbetreuung in der Schule gewesen.

„Wir konnten unsere Kinder zu Hause betreuen“, berichtet Sebastian Bicher aus Bernöwe. Dies sei aber auch nur möglich gewesen, weil sich seine Frau Corinna als selbstständige Tierärztin und er als Revierleiter bei der Bundesforst die Arbeitszeit freier einteilen könnten, als dies bei anderen Eltern der Fall ist.

Corinna Bicher aus Bernöwe achtet darauf, dass Tochter Leni die Aufgaben erledigt, die die Schule den Kindern für die Ausfallzeit aufgegeben hat. Quelle: privat

Deshalb hätten Tochter Leni (6), die die Klasse 1a besucht, und Tochter Klara (3), die in die Kita „Bäkestrolche“ geht, daheim bleiben können. „Ich finde es ein wenig seltsam, dass die Reparaturarbeiten am Heizungssystem so lange gedauert haben“, sagt Sebastian Bicher. Er habe angenommen, dass es für solche Havarien einen Notfallplan gibt und Schule und Kita dann womöglich mit Stadtgas statt mit Biogas versorgt werden.

Marielies Henze aus Zehlendorf hat ihren Sohn Leopold am Donnerstag und Freitag mit auf Arbeit genommen. Das ging, wie sie sagt, weil sie im Büro arbeitet. „Ich habe meinem Chef gesagt, dass ich zwei Urlaubstage brauche oder meinen Sohn mitbringen muss“, erzählt sie. Da habe der Chef entschieden, dass der Junge mitgebracht werden darf. Dass Leopold den ganzen Tag im Hort in Zehlendorf bleiben kann, wo er sonst auch nach der Schule betreut wird, sei leider nicht möglich gewesen. Dies, so habe man ihr gesagt, sei aus versicherungstechnischen Gründen nicht machbar gewesen.

Kita „Bäkestrolche“ seit Montagmorgen geöffnet

In der Schmachtenhagener Kita „Bäkestrolche“, die ebenfalls vom Ausfall der Wärmeversorgung betroffen war, konnte der Betreuungsbetrieb bereits am Montagmorgen wieder aufgenommen werden. Dort hatte nach Informationen der Oranienburger Stadtverwaltung Kitaleiterin Anne Kühne in aller Frühe gegen 6 Uhr versucht, die Eltern auf digitalem Wege von der Wiederaufnahme der Betreuung in Kenntnis zu setzen. Von den 70 Jungen und Mädchen, die derzeit die Kita besuchen, seien, wie es später hieß, etwa 40 dann auch in die Einrichtung gebracht worden.

Geschäftsführer entschuldigt sich bei Eltern

Bert Wolthuis tut die Havarie in der Schmachtenhagener Biogasanlage sehr leid. „Ich entschuldige mich bei allen Eltern vielmals für die Unannehmlichkeiten, die ihnen dadurch entstanden sind“, sagte der Geschäftsführer der Biogasanlage am Montag im Gespräch mit der MAZ. Seit Bestehens der Anlage sei es das erste Mal, dass es einen Fehler im Heizungssystem gegeben habe. Die Wartungsfirma die alles unternommen habe, um den Fehler zu finden, habe einen Wasserverlust und Luft in der Anlage festgestellt. Die Ursachensuche dauere noch an.

Von Bert Wittke

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