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Zehdenick: Sanierung des Verwaltungsgebäudes wir weiter diskutiert Kommando zurück!

Im Bauausschuss Zehdenick wurde die Notbremse gezogen: Die Pläne für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes sollen noch einmal diskutiert werden, weil einige der Abgeordneten jetzt einen neuen Einblick erhalten haben.

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Aus diesem Eingangsbereich lässt sich mehr machen, sagt der Architekt.

Quelle: FOTO: UWE HALLING

Zehdenick. Die Sanierung des Verwaltungsgebäudes Zehdenicks wird die Stadtverordneten länger beschäftigen als erwartet. Nachdem Architekt Peter Garkisch am Mittwochabend im Bauausschuss das Gesamtprojekt umfassend präsentierte, sah sich Bernd Reinicke (Bürger für Zehdenick) zu dem Satz veranlasst: „Den Vortrag hätten wir vor der Stadtverordnetenversammlung Ende vorigen Jahres hören sollen. Ich würde heute anders entscheiden.“ Im Dezember hatten sich die Abgeordneten mit Blick auf die Haushaltssituation eine abgespeckte Variante favorisiert – obwohl ihnen die detaillierten Pläne in der Deutlichkeit nicht erklärt worden waren.

Nun könnte es noch einmal anders kommen als in der jüngsten Variante vorgesehen. Peter Garkisch erläuterte den Ausschussmitgliedern die Entwürfe. Die fußen insbesondere auf den Eingangsbereich (354 000 Euro), das Archiv (510 000 Euro), den Versammlungsraum (610 000 Euro) für bis zu 200 Personen, das Dach und die Fassade (898 000 Euro) sowie den Außenbereich mit der parkähnlichen Anlage. Alles zusammen kostete nach den Vorstellungen des Architekturbüros Dritte Haut aus Berlin 2,46 Millionen Euro. Gerade dem Eingangsbereich misst Peter Garkisch von dem Büro hohe Bedeutung bei. „Er ist das Gesicht der Stadtverwaltung. Er sollte etwas Besonderes darstellen.“ Garkisch würde den Bau, der vom jetzigen Haupteingang bis fast an die Falkenthaler Straße führen soll, großzügig gestalten (136 Quadratmeter) und mit einer durchaus ungewöhnlichen Form versehen. Darin könnten eine Pförtnerloge und zwei Toiletten Platz finden. Er sollte verglast sein. Außerdem wäre er für Ausstellungen geeignet. Von diesem Foyer – so stellt es sich der Architekt vor – könnte eine Freitreppe zum Hauptfoyer hoch führen, von wo aus die Verwaltung erreichbar ist. Aber dieses „Entree“ wurde genau wie der Versammlungsraum aus den Plänen gestrichen, so dass sich die Gesamtinvestitionssumme für die Sanierung nur noch auf 1,5 Millionen Euro beläuft.

Dieses „Entree“ war für Bernd Reinicke der Grund, die Dezember-Entscheidung in Frage zu stellen. „Das ist ein ehrgeiziger Plan, der mich überzeugt. Wir sollten das Entree irgendwann wieder reinnehmen. Wir tun damit Gutes für Zehdenick. Den Beschluss im Dezember haben wir in Unkenntnis gefasst. Noch können wir ihn korrigieren.“ Michael Schulze (CDU) hakte Richtung des Architekten nach: „Was ließe sich denn vom Foyer noch abspecken? Machen Sie es uns schmackhaft“, sagte er und ergänzte: „Wenn wir jetzt stümpern – ob der Schaden dann noch reparabel ist?“

Entscheidend ist für die Mitglieder des Bauausschusses, wie dessen Vorsitzender André Witzlau sagte, „dass es bezahlbar ist“.

Die Pläne sollen Anfang Februar durch den Hauptausschuss gehen und anschließend in der Stadtverordnetenversammlung erneut aufgerufen werden.

Von Stefan Blumberg

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