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Oranienburg Kommissar Kümmel ermittelt im Obst-Theater
Lokales Oberhavel Oranienburg Kommissar Kümmel ermittelt im Obst-Theater
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00:40 27.05.2018
Zehn von insgesamt 16 Darstellern vom Oranienburger Schülertheater „Obst“. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Der Kommissar der Mordkommission trägt am Tatort nur einen statt zwei Gummihandschuhe und die Pinzette zur Fusselanalyse ist ein Kugelschreiber – aber das ist kein Problem. Denn hier ermittelt Kommissar Kümmel (alias Jan Räther, 17) in einem Stück vom Obst-Theater. Titel: „Bei Mord kommen die sofort – eine fusslige Angelegenheit“. Geprobt wird in der Aula vom Friedlieb-Ferdinand-Runge-Gymnasium. Die 16 Darsteller sind Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren. Viele sind „Wiederholungstäter“ und schon seit Jahren dabei. Wie die Regisseurin des Theaters Sophie Altmann (31). „Ich habe hier mein Abi gemacht und schon damals in der Theatergruppe mitgespielt“, erzählt die gelernte Schauspielerin und Theater-Pädagogin. Auch ihre Assistentinnen Sarah Poldrack und Lisa Blumberg haben hier die Schulbank gedrückt.

Bei Mord kommen die sofort

Die bunte Truppe trifft sich immer mittwochs von 15.30 Uhr bis 18 Uhr zur Probe auf den Brettern, die die Welt bedeuten. „Ich liebe es, in andere Rollen zu schlüpfen“, sagt Lisa-Marie Kugler (18), die in dem 90-Minuten-Stück die Rolle der Berta Vogelkorn spielt. „Das ist eine neugierige Person, die dem trotteligem Kommissar helfen will“, sagt Lisa-Marie, die gerne mal einen Psychophaten oder einen richtigen Bösewicht spielen würde.

Jedes Jahr studieren die jungen Leute ein neues Stück ein, das über das Schuljahr hinweg geprobt, und dann am Schuljahresende aufgeführt wird. Auch außerhalb der Schule gab es schon Auftritte wie beim Oranienburger Stadtfest. Ende der 90er Jahre war eine Theatertruppe früherer Jahrgänge sogar schon mal bei Ex-Bundespräsident Roman Herzog (2017 verstorben) eingeladen.

Viele Schüler sind Wiederholungstäter

Darstellerin Emelie Seiert (17) war da noch nicht mal geboren. Ein Jahr ist sie jetzt beim Obst-Theater dabei. „Ich spiele eine extrovertierte Schauspielerin namens Ava Milko, die im Nachthemd sexy rüberkommen soll. Damit das klappt, übe ich die Szenen vor dem Spiegel und übe die Texte mit meinen Eltern. Ich finde es ganz schön schwierig, sinnlich zu flüstern und trotzdem vom Publikum verstanden zu werden.“

Eine Kostprobe gibts für Zuschauer am 1. Juni um 11.20 Uhr – da ist Premiere. Schüler zahlen 2,50 Euro Eintritt, Erwachsene 4 Euro. Am 3. Juni, 18 Uhr, startet die zweite Vorstellung. Und bis dahin hat Kommissar Kümmel dann auch statt des Kugelschreibers eine richtige Pinzette für die Fusselanalyse in der Hand und bestimmt auch Gummihandschuhe an.

Von Jeannette Hix

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