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Oranienburg Ganz viel Wasser und ab und zu ein Eis
Lokales Oberhavel Oranienburg Ganz viel Wasser und ab und zu ein Eis
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20:24 31.07.2018
Gisela Damm aus Hennigsdorf war am Dienstag zu Besuch im Seniorenwohnpark und nahm einen großen Schluck Wasser. Quelle: Marco Paetzel
Oranienburg

Flirrende Hitze und drückende Schwüle – der Landkreis Oberhavel erlebte am Dienstag laut den Meteorologen den bislang heißesten Sommertag des Jahres. 34 Grad, gefühlt 37 Grad, meldeten die Wetterstationen. Der Deutsche Wetterdienst gab eine amtliche Warnung vor besonders starker Wärmebelastung von Dienstag, 11 Uhr, bis Mittwochabend, 19 Uhr, heraus.

Kein Wunder, dass in den Rettungsstellen der Oberhavel Kliniken in den vergangenen Tagen vermehrt Patienten mit Schwächeanfällen und Kreislaufproblemen aufgrund des Wetters behandelt werden mussten. „Dabei handelte es sich überwiegend um ältere, zum Teil auch hochbetagte Patienten mit bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck“, berichtet Pressesprecherin Kerstin Neubauer. Der Bevölkerung raten die Medizinexperten, „in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr möglichst nicht nach draußen zu gehen, um sich der Mittagshitze nicht auszusetzen, und regelmäßig zu trinken, um den Kreislauf stabil zu halten“, so Kerstin Neubauer. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtet auch das medizinische Personal in den Kliniken selbst, wo einzelne Bereiche, nicht aber die gesamten Gebäude klimatisiert sind. „Alle Abteilungen werden zu diesem Zweck ausreichend mit Mineralwasser versorgt“, berichtet Kerstin Neubauer.

Annett Scholz (l.) und Julia Holtfeuer sorgen im Krankenhaus in Gransee für Wassernachschub. Quelle: Uwe Halling

In das gleiche Horn stoßen auch die Pflegeeinrichtungen aus der Region. „Oberstes Gebot in diesen besonders heißen Tagen ist es, unseren Bewohnern viele gekühlte Getränke anzubieten. Nach Wunsch, Bedürfnissen und auch Krankheitsbild. Gerade demente Menschen vergessen oft zu essen und zu trinken“, sagt Schwester Beate Schenk, amtierende Pflegedienstleiterin im Louise-Henriette-Seniorenhaus von Michael Bethke an der Bernauer Straße in Oranienburg. Es gebe Kaltschale und auch ein Eisangebot steht bereit. Bei den Beschäftigungsangeboten fällt Sport natürlich aus, „es geht ruhig zu. Wir sitzen im Schatten, aber auch viel in den Räumen, die mit Jalousien abgedunkelt werden. Ab und zu versuchen wir ein Lüftchen in die Räume zu bekommen.“

Damit auch die Pflegkräfte die Hitze überstehen, „gibt es auch für uns kostenlos kalte Getränke“. Zudem werde in Sachen Hygiene ein Auge insofern zugedrückt, „dass man mal leichte, private Dienstkleidung aus luftiger Baumwolle“ tragen darf.

Im Seniorenpflegeheim „Haus Angerhof“ in Glienicke werden aufgrund der Hitze die Außenaktivitäten derzeit ebenfalls in den Innenbereich verlagert, der besser klimatisiert sei, berichtet Pflegedienstleiterin Ramona Ehnert. Für die Bewohner gebe es außerdem ein noch größeres Obst- und Saftangebot als ohnehin schon. „In den Dienstzimmern stehen auch Wasserkisten für die Mitarbeiter bereit.“ Eis zum Nachtisch sei ein weiteres Schmankerl für Bewohner und Mitarbeiter. Außerdem werde darauf geachtet, dass tagsüber die Jalousien geschlossen seien und dafür nachts die Fenster geöffnet und die Räume gelüftet werden. „Das ist das einzige, was man machen kann.“

Sonnenschirme lindern die Hitze in Hennigsdorf etwas. Quelle: Marco Paetzel

Im Hennigsdorfer Seniorenwohnpark ist viel Wasser ebenfalls oberstes Gebot. Im Foyer und in den Wohnbereichen stehen Spender, auch auf den Stationen. „Bewohner, die sich selbst nichts holen können, bekommen genug aufs Zimmer“, berichtet Pflegedienstleiterin Daniela Lenk. Zudem gibt es in diesen Tagen oft Wackelpudding als Nachtisch, denn der besteht fast nur aus Wasser. Draußen im Park gibt es jede Menge Sonnenschirme, unter denen die Senioren rasten können. Als Decken dienen im Sommer nur die Bettbezüge, damit die Senioren nachts nicht unnötig schwitzen. Angehörige werden zudem angehalten, den Senioren die passende Kleidung zu besorgen. Denn die ziehen sich oft zu warm an, sagt Daniela Lenk.

Von MAZonline

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