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Oranienburg Kreativer Markt voller Ideen
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17:35 25.09.2016
Petra und Olaf Knape mit ihren selbst gebastelten Waren. Quelle: Marco Winkler
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Sommerfeld

Zwei Wochen braucht Rita Cesal für eine Kette. Sie näht Perle für Perle aneinander, zwei bis drei Stunden am Tag. „Alles handgemacht“, so die 78-Jährige. Die Sommerfelderin ist Schneidermeisterin und verkaufte ihre „Hobby-Ware“ auf dem ersten Kreativmarkt des Dorfes am Sonnabend. Ferner in ihrem Sortiment: Betonschalen und Pflanzenableger (Hortensie, Christrosen, Fette Henne).

Über 30 Händler kamen auf Initiative von Familie Könnecke und dem SV belafarm Beetz/Sommerfeld. „Wir sind ein Dorf und müssen unsere Kräfte bündeln“, sagte Marcus Gansewig vom SV. Nächstes Jahr feiert der Sportclub 60-jähriges Bestehen. „Das hier ist unser Probeballon“, so Gansewig.

Ohne die Feuerwehr geht nichts

Fußball, Förderverein der Kita, Feuerwehr, Karneval. Die Vereine des Dorfes sind aktiv. Doch ein großes Fest, das alle zusammenbringt, fehlte in den letzten Jahren. „Es gibt wenig solcher Möglichkeiten“, so Kerstin Könnecke. Sie und ihr Mann Torsten (beide Veranstalter der beliebten Kurvenfeste vor Jahren) ergriffen schließlich erneut die Initiative. „Wir wollten wieder etwas für den Ort machen.“

Vor 20 Jahren zog das Paar nach Sommerfeld, wurde „nett aufgenommen“ und fühlt sich seitdem verbunden mit seiner neuen Heimat. Doch im Alleingang konnte so ein Fest nicht gestemmt werden. „Ohne die Feuerwehr funktioniert hier nichts und der Sportverein hat die nötige Manpower“, so Kerstin Könnecke. „Der Ortsbeirat und Ortsvorsteher Jürgen Kurth haben uns ebenfalls sehr unterstützt.“ Den ersten Kreativmarkt beschrieb sie als „zauberhaft“. Bei einem Rundgang wurde schnell klar, warum.

Monika Altmann zaubert aus alten Büchern kreative Geschenke. Quelle: Winkler

Petra Knape aus Sommerfeld bot Socken an, selbst gestrickt natürlich. Acht Stunden braucht sie für ein Paar. Daneben: Herzen von ihrem Mann Olaf aus echter Weide. Was ihr an der Marktidee gefällt: „Man sieht wieder Leute, die man lange nicht gesehen hat.“

Monika Altmann konnte ihr da nur zustimmen. Ihr kreatives Angebot: aus alten Büchern bastelt sie Geschenke für Hochzeiten, Jubiläen, Geburtstage. „Jedes ein Unikat.“ Das Fest sei ein guter Anlass, sich wieder zu präsentieren und ins Gespräch zu kommen. Die Arbeit ihres Kleingewerbes (“eigenart4you“) verkauft sie meist übers Internet.

Ulrike Gordian filz kleine Tierchen – ohne Seife und Wasser. Quelle: Winkler

Froh, sich einmal außerhalb ihrer Heimat zu präsentieren, waren die Hennigsdorfer Montagsmalerinnen Melitta von Sychowski, Hannelore Poltmann und Marianne Braun. Ebenfalls aus ihrer gewohnten Arbeitsumgebung heraus kam Ulrike Gordian. Unter dem Namen „Bärwollinchen“ verkauft sie Filzwaren. Trockenfilzen nennt sich das Handwerk der Bärenklauerin. „Die Wolle kommt von unseren eigenen Schafen und ist selbst gefärbt“, erzählte sie.

Kerstin Könnecke war mit dem ersten Markt sehr zufrieden. „Ich bin begeistert“, sagte sie. Und wenn der Sportverein für sein Jubiläum im kommenden Jahr Hilfe braucht, stehen sie und ihr Mann (“Uns gibt’s nur im Doppelpack“) sehr gerne zur Verfügung - für das Dorfleben.

Von Marco Winkler

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