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Oranienburg Nord-Süd-Debatte mit Happy End für Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Nord-Süd-Debatte mit Happy End für Oranienburg
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21:12 10.10.2018
Gestern Abend, kurz vor 20 Uhr im Kreistag: Namentliche Abstimmung zum Bau eines Technik- und Ausbildungszentrums. Quelle: foto: Bert Wittke
Oranienburg

Das neue Technik- und Ausbildungszentrum für den Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Oberhavel (TAZ) wird in der Germendorfer Allee 16 b in Oranienburg gebaut. Diese Entscheidung hat am Mittwochabend der Kreistag in Oranienburg gefällt. Von 49 anwesenden Kreistagsmitgliedern votierten 35 für Oranienburg, zehn stimmten dagegen und vier enthielten sich der Stimme.

Antrag auf Rückverweisung gescheitert

Zuvor hatte die Fraktionsvorsitzende der Linken, Elke Bär, den Antrag gestellt, die Beschlussvorlage in die Ausschüsse zurückzuverweisen. Dort sollte unter anderem noch einmal die Frage erörtert werden, ob die Germendorfer Allee 16 b tatsächlich der einzige Standort sei, der dem Anforderungsprofil für ein TAZ entspricht. Zuvor hatten auch schon einige andere Kreistagsmitglieder jenseits der Fraktionen von SPD und CDU angemerkt, dass sie sich bei der Standortwahl nicht richtig mitgenommen fühlten. Hier und da fiel sogar der Begriff „Geheimniskrämerei“. Der Antrag von Elke Bär wurde mehrheitlich gelehnt.

Zehn Grundstück angeschaut

Landrat Ludger Weskamp (SPD) hatte zu Beginn der Diskussion noch einmal eindringlich für den Standort Oranienburg geworben und dabei erwähnt, dass der Kreis sich zehn Grundstücke angeschaut habe: fünf in Oranienburg, zwei in Gransee und je eines im Löwenberger Land, in Hennigsdorf, Velten und Hohen Neuendorf. Das Grundstück in der Germendorfer Allee sei es schließlich gewesen, dass alle Kriterien erfüllt habe. Und, so Oberhavels Verwaltungschef, es sei Eigentum des Kreises. Was dadurch an Geld gespart werde, könne zusätzlich in die Ausstattung gesteckt werden. Für ihn, so der Landrat, bedeute der geplante Neubau einen „Quantensprung“, weil man eben nicht nur ein Technikzentrum bauen werden, sondern ein Technik- und Ausbildungszentrum. Dies wäre am Standort in Gransee nicht in die Tat umzusetzen gewesen.

Der Norden wird nicht vernachlässigt

Ludger Weskamp versicherte, dass die strukturelle Entwicklung des Nordens von Oberhavel trotz einer Entscheidung für Oranienburg weiterhin nicht vernachlässigt werde. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an das Krankenhaus Gransee und den Ziegeleipark Mildenberg. Obwohl in beiden Einrichtungen finanzielle Defizite gemacht würden, werde sie der Kreis auch künftig im Interesse der Bürger unterstützen. Und was die dringend notwendige Sanierung von Landesstraßen betreffe, die der Kreis mit mehreren Millionen Euro unterstützt, oder bezüglich des Breitbandausbaus werde das nördliche Oberhavel „überproportional zum Zuge kommen“. Der Norden habe den selben Anspruch auf Entwicklung wie der Süden.

Von Bert Wittke

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