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Oranienburg Kreuzung wird für die Ampel verbreitert
Lokales Oberhavel Oranienburg Kreuzung wird für die Ampel verbreitert
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00:24 06.12.2018
Unfallschwerpunkt Kreuzung am Globus-Baumarkt in Germendorf. Quelle: ARCHIV-FOTO: Enrico Kugler
Germendorf

„Ampel vor dem Globus-Baumarkt ist in Sicht“. So lautete die Überschrift über einem MAZ-Artikel, der vor mehr als einem Jahr veröffentlicht wurde. Die Verkehrsunfallkommission des Kreises hatte sich wenige Tage zuvor (6. November 2017) festgelegt, an der Einmündung auf der L 170 zum Globus-Baumarkt eine Ampelanlage aufzustellen. Befeuert war diese Entscheidung insbesondere durch die Häufung der Unfälle an genau dieser Stelle.

Verkehrstechnische Voruntersuchung

Der Landkreis Oberhavel hat diesen Willen am 30. November 2017 beim Landesbetrieb Straßenwesen – er ist zuständig für die Landesstraße 170 – kundgetan. „Wir haben ihn beauftragt, nach einer Lösung zu suchen“, sagt Constanze Gatzke, Pressesprecherin des Landkreises. Das Sachgebiet Verkehrstechnik des Landesbetriebes Ost veranlasste daraufhin am 31. Januar 2018 eine Angebotsabfrage an mehrere Verkehrsplanungsbüros, um eine verkehrstechnische Voruntersuchung durchzuführen, erklärt Cornelia Mitschka, Pressesprecherin des Landesbetriebs.

Niemand ist an der Kreuzung sicher

Immer wieder kommt es an der gefährlichen Kreuzung zu Unfällen, auch wenn es einige Maßnahmen gab, die den Brennpunkt entschärfen sollten: die Fahrradfurt wurde rot markiert und durchgezogen; an der Straße am Globus steht ein Stopp-Schild; die Schilder auf der Querungshilfe wurden versetzt, weil sie die Sicht der Autofahrer störten. Radfahrer, Fußgänger, Schulkinder – niemand ist an dieser unübersichtlichen Stelle sicher.

Vermessung seit einem halben Jahr abgeschlossen

Die Voruntersuchung, die der Landesbetrieb in Auftrag gegeben hat, beinhaltete die Vermessung der Kreuzung, eine Knotenpunktzählung sowie Vorschläge zur Gestaltung der Schaltung einer Ampel. Laut Cornelia Mitschka sei eine angemessene Angebotsfrist gewährt worden, um den Büros die Möglichkeit zu geben, durchdachte und fundierte Kostenangebote zu erarbeiten. Am 23. März dieses Jahres wurde der Auftrag vergeben. Die Vermessung war Mitte April 2018 abgeschlossen.

Kommentar: Am besten Grün

Gut Ding will Weile haben. Wirklich? Nicht in dem Ampel-Fall Germendorf. Seit Jahren klappert und knallt es an der unübersichtlichen Kreuzung vorm Globus-Baumarkt. Oft entstand Blechschaden, Verletzte gab es auch – bis die Verkehrsunfallkommission sich dafür entschied, an der Stelle eine Ampel zu empfehlen.

Mit jenem Tag fingen die Mühlen an zu mahlen. Ganz langsam. Die deutschen Gesetze verlangen nach viel Zeit. Es wird geplant, geprüft, erwogen, nochmal geprüft, angeordnet. Immer vergehen Wochen und Monate. Dabei rauschen täglich tausende Fahrzeuge über die L 170, hunderte steuern den Baumarkt an. In all den Monaten besteht täglich die Gefahr, dass Stoßstangen kollidieren oder Menschen Unfallopfer werden. Da wird man rot vor Wut und gelb vor Frust. Gebt schneller grünes Licht für dringende Projekte wie die Ampel. Stefan Blumberg

Die Knotenpunktzählung fand am 26. und am 28. April dieses Jahres statt, die Auswertung der Zählungen übergab das Büro am 11. Juni 2018. Am 23. Juli, so Cornelia Mitschka, habe die Verkehrsbehörde Oberhavel einen ersten Signallageplanentwurf zur Abstimmung erhalten.

Radweg wird umverlegt

Zur Zeit ist der Straßenplaner dabei, die notwendige Fahrbahnverbreiterung – Linksabbiegestreifen in Richtung Baumarkt – und die Umverlegung des Radwegs im Knotenpunktbereich unter Beachtung der Entwässerung und der Grundstückssituation zu planen. Wenn dies fertig ist, werden die Unterlagen geprüft. Folgt an der Stelle grünes Licht, gehen die Unterlagen an die Verkehrsbehörde im Landkreis Oberhavel (zur Erteilung der Verkehrsrechtlichen Anordnung der Lichtsignalanlage).

Auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Germendorf wurden gewählte Vertreter und Gäste auf den neuesten Stand gebracht. Der heißt übersetzt: „Bis zum Jahresende kommt die Ampel nicht, auch wenn die Vermessung abgeschlossen.“

Von Stefan Blumberg

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