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Landkreis: Abschieben, wenn nötig

Oranienburg Landkreis: Abschieben, wenn nötig

2016 gab es 123 Rückführungen geflüchteter Menschen in Oberhavel. Von den 123 reisten 68 freiwillig ab, 38 Menschen mussten abgeschoben werden. Der Landkreis betont: Wenn nötig, wird abgeschoben, auch mit „unmittelbarem Zwang“. Auch hält Landrat Ludger Weskamp am Bau von Unterkünften fest – wie jetzt in Hohen Neuendorf.

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Kinder aus der Unterkunft in Lehnitz bedankten sich bei den Kreistagsabgeordneten.

Quelle: Marco Winkler

Oberhavel. Zwei Bilder präsentierten sich in der Sitzung des Kreistages am Mittwoch: Einmal tanzten rund 15 Flüchtlingskinder für die Kreistagsabgeordneten. Die Kinder wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft in Lehnitz. Sie wollten sich bedanken – dafür, dass sie hier im Landkreis so gut aufgenommen worden sind.

Ein anderes Bild: 2016 gab es im Kreis 123 Rückführungen. Gemeint sind damit Menschen, die aus Fluchtgründen dem Landkreis zugewiesen wurden und ihn wieder verlassen mussten. Von den 123 reisten genau 68 freiwillig ab, 38 Menschen mussten abgeschoben werden, 17 wurden nach dem Dubliner Verfahren in das EU-Land gebracht, in dem sie auf ihrer Flucht erstmals registriert wurden. Im Vorjahr verließen insgesamt 218 Menschen den Landkreis freiwillig (viele davon aus Albanien sowie der Russischen Föderation), 32 wurden abgeschoben.

Für alle Fälle gewappnet sein

Die Zahlen legte Landrat Ludger Weskamp auf dem Kreistag am Mittwoch vor. Er betonte, dass der Kreis weiter abschieben werde, wenn dies nötig sein sollte, auch mit „unmittelbarem Zwang“.

Im November wurden Oberhavel 30 Geflüchtete zugewiesen. 1100 leben mittlerweile im Landkreis. Die Zahlen sind seit einer Weile rückläufig. Insgesamt wurden dem Landkreis in diesem Jahr 442 Menschen zugewiesen. 1500 wurden prognostiziert. Dennoch hält der Kreis an der Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten fest.

So soll in der Friedrich-Naumann-Straße in Hohen Neuendorf eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber gebaut werden. „Keiner weiß, wie sich die Zahlen entwickeln“, so Weskamp. „Wir wollen gewappnet sein.“ Sozialdezernent Matthias Rink informierte am Donnerstag im Bauausschuss der Stadt Hohen Neuendorf über den aktuellen Stand des Vorhabens.

Von Marco Winkler

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