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Oranienburg Landkreis-Azubis mit eigener Meinung
Lokales Oberhavel Oranienburg Landkreis-Azubis mit eigener Meinung
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15:59 21.10.2016
Meinungen sind gefragt, und die fallen recht positiv aus. Nur eine lehrreichere Beschäftigung würden sich einige wünschen. Quelle: Marco Winkler
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Oranienburg

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) traf sich am Freitag zur ersten Versammlung in diesem Jahr. Als Teil des Personalrats vertreten die drei Mitglieder Interessen aller Arbeitnehmer unter 18 Jahren und Azubis unter 25 Jahren in der Kreisverwaltung. Die JAV hat dabei Stimmrecht bei Beschlüssen, wenn „die Interessen der jugendlichen Beschäftigten überwiegend oder ausschließlich betroffen sind“, so Kreissprecher Ronny Wappler. Dafür bringen sie ihre Meinung mit ein, nach der sie auf der nicht-öffentlichen Versammlung prompt am Einlass gefragt wurden.

Zufrieden sind sie mit ihrer Ausbildung, ergab die Umfrage. Einstimmig das Urteil über die Atmosphäre in der Ausbildungsstätte: Alle 24 Teilnehmer fühlen sich in der Kreisverwaltung wohl. Differenzierter die Antworten auf die Frage „Bist du in deiner Ausbildung lehrreich beschäftigt?“. 15 Ja-Stimmen, neun verneinten.

Perspektive für junge Menschen

Aktuell sind 46 Auszubildende, darunter fünf Studierende, in der Kreisverwaltung beschäftigt. „Es ist wichtig, dass sie sich untereinander kennenlernen“, so Landrat Ludger Weskamp in einem Grußwort. „Wir brauchen sie.“ Ziel: Selbst für den Nachwuchs sorgen. 150 Stellen sind in der Verwaltung noch unbesetzt. Weskamp beschrieb die Hohe Zahl an Auszubildenden als Win-win-Situation. „Sie haben eine Perspektive für die Zukunft“, sagte er, „und wir gut ausgebildete Menschen.“ 917 Beschäftigte zählt die Verwaltung. Im kommenden Jahr sollen es 1078 sein. Personalkosten: 65 Millionen Euro.

Haben ihr Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen: Juliane Knorn und Claudia Stoldt. Quelle: Landkreisverwaltung/Gatzke

Weskamp betonte: Für Azubis gebe es in der Verwaltung Planungssicherheit. Auch weil Oberhavel nicht von der Kreisgebietsreform betroffen ist. „Wir müssen nicht schrumpfen, unsere Strukturen werden so weitergehen.“ Die Kreisverwaltung habe zudem viel zu bieten. 2011 wurde das duale Bachelorstudium Soziale Dienste eingeführt. Erfolgreich abgeschlossen haben es kürzlich Juliane Knorn und Claudia Stoldt.

Sie erhielten damit die staatliche Anerkennung zur Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin – und sie bleiben in Oberhavel, in der Kreisverwaltung. Juliane Knorn unterstützt den Fachbereich Gesundheit, besonders das Team sozialpsychiatrische Dienste. Claudia Stoldt nimmt eine Tätigkeit im Fachbereich Jugend im Team der sozialpädagogischen Dienste auf.

JAV initiierte den „Tag der Ausbildung“

Neu in diesem Jahr ist die Fachrichtung Öffentliche Verwaltung Brandenburg (Bachelor of Laws) an der Technische Hochschule Wildau. Drei Studenten der Landkreisverwaltung nehmen aktuell die Semester in Wildau in Angriff. Auch ihre Interessen vertritt die JAV. Und die kann schon Erfolge vorweisen.

Auf ihre Initiative hin wurde der „Tag der Ausbildung“ (Team-Tag) für Auszubildende und Ausbilder ins Leben gerufen. „Was auf beiden Seiten sehr großen Zuspruch findet und die Bindung und Kommunikation zwischen Auszubildende und Ausbilder verbessert“, so Kreissprecher Ronny Wappler. Aktuell werde ferner ein „Mentoring Projekt“ erprobt. Azubis aus dem zweiten Lehrjahr sollen dabei die aus dem ersten Lehrjahr betreuen.

Von Marco Winkler

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