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Leegebrucher Gartenparadies

Zwischen Palmen, Kakteen und Rhododendren Leegebrucher Gartenparadies

Jeden Tag werkeln Karin und Gerhard Grimm bis zu fünf Stunden in ihrem Gartenparadies im Palmenhof in Leegebruch. Zum Tag der offenen Gärten öffneten 19 Gärten in Oberhavel ihre Pforten. Darunter auch Grimms in Leegebruch. Rund 100 Interessierte kamen.

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Azaleen und Rhododendren sind die Lieblingspflanzen von Karin Grimm. Hier mit Mann Gerhard.

Quelle: Foto: Gawande

Leegebruch. Seit 1984 haben Karin und Gerhard Grimm schon ihren Garten in Leegebruch. Doch erst vor 15 Jahren haben sie damit begonnen den Garten in das grüne Paradies mit Pflanzen aus aller Welt zu verwandeln, das sich heute vor den Augen des Betrachters ausbreitet. Rund 3000 Quadratmeter. Ein sehenswertes Kleinod.

Viele Besucher kamen am Sonntag zum Tag der offenen Gärten in Oberhavel auch in Leegebrucg vorbei. Rund 100 habe sie gezählt, verrät die 75-Jährige, die mit ihrem Mann bis Jahresbeginn noch die Pension und das Restaurant Palmenhof auf dem Gelände geführt hat. Nun hat Sohn Eckbert Mortensen mit seiner Frau übernommen. Und die beiden rüstigen Rentner haben noch mehr Zeit für ihren Garten. Bis zu fünf Stunden verbringen sie so täglich an der frischen Luft.„Der Garten ist unser Leben. Es ist unser gemeinsames Thema und Interesse“, lautet die einfache Begründung für ihre Begeisterung. Waren sie doch beide gelernte Gärtner, bevor sie ins Gastgewerbe einstiegen.

So entstand auch der große Teich mit vier Sorten Seerosen und 150 Goldfischen durch den Bau der Pension. „Irgendwo muss das Wasser von den Dächern ja hin“, so der trockene Kommentar von Gerhard Grimm. Vom Teich führt dann ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem auf den Rhododendronhügel. Dort ist Karin Grimms Lieblingsplatz. „Ich würde am liebsten die andere Seite des Hügels auch noch bepflanzen.“ Interessierten Besuchern verrät sie zudem ihre Tricks, wie diese feuchtigkeitsliebenden Pflanzen, die zu den Heidekrautgewächsen gehören, auch im sandigen Brandenburg gedeihen. „Rhododendren brauchen nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch Schatten.“ Dafür sorgen zwei mächtige Eichen, unter deren ausladenden Laubkronen Sitzbänke zu einem Moment der Erholung einladen. „Die Besucher mögen unseren ruhigen Garten.“

Woher aber stammt der Name Palmenhof? Von den zahlreichen Palmen, die gerade wie auch die Sukkulenten aus ihrem Glashaus-Winterquartier wieder in den Garten gebracht werden. Am ersten April beginne stets die Räumerei und dauere bis zu sechs Wochen, erzählt Karin Grimm. Doch dürfe man nie die Pflanzen bei Sonnenschein nach draußen stellen, am besten seien Regentage. „Pflanzen erfrieren nicht, sie verbrennen.“

Alle Pflanzen, auch die Palmen, hat Gerhard Grimm aus Samen und Stecklingen selbst gezogen. Er erinnert sich: „Die Mutter einer Köchin lebte in Kalifornien. So haben wir schon zu DDR-Zeiten Palmen züchten können.“ Die höchste misst vier Meter. Eigentlich wollen die beiden Rentner kürzer treten, aber sie genießen auch die Bewegung, die sie durch die Gartenarbeit haben. „Außerdem ist es eine große Freude, wenn täglich etwas neues blüht.“ Karin Grimms Favoriten sind neben Rhododendren, Diptam und Funkien.

Aber nicht nur florales kann man im Palmenhofgarten bestaunen, sondern auch Hühner, Enten, Kaninchen und Hunde sind dort zuhause. Ebenso wie die Insekten in ihrem Insektenhotel. Eine Tiervoliere ist in Planung. „Die Anlage ist schön. Farblich gut abgestimmt, geschmackvoll bepflanzt“, begeistert sich Elke Großklaus aus Berlin am Sonntag.

Doch eigentlich habe sie kein Farbkonzept, widerspricht die Fachfrau. Es sei wohl eher Zufall, dass die Frühlingsblumen vorrangig in rosa, blau oder weiß blühen würden. „Ich lasse vieles die Natur selbst entscheiden.“ Aber nicht alles, denn im Nutzbereich wachsen Kräuter, Salat, Kohlrabi und Blumenkohl, die später direkt auf den Tellern der Gäste landen. „Vom Gemüse gibt es von allem etwas.“ Im Gewächshaus gedeihen zudem Tomaten und Gurken.

Aus dem Beerenobst wird Marmelade für die Frühstücksgäste gekocht, die diesen Service zu schätzen wissen. „Besonders beliebt ist das Gelee aus den Früchten des Pralinenbaums mit viel Vitamin C“, weiß Karin Grimm.

Von Ulrike Gawande

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