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Oranienburg Loslassen und festhalten
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13:00 08.02.2016
Hannes Kreuziger spielte mal ruhig, mal schwungvoll. Quelle: Köser
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Oranienburg

Mit den Zahlen hat er es nicht so. Ihr habt doch ein Jubiläum hier, merkt Hannes Kreuziger an. Was war das noch gleich? 900 Jahre Oranienburg? Umgehend korrigiert das Publikum in der Oranienburger Orangerie den Singer-Songwriter, der seiner Zeit um ganze 100 Jahre voraus zu sein scheint.

Geschenkt. Zwar sind nur die ersten fünf Reihen im Saal voll besetzt, doch der guten Stimmung tut dies keinen Abbruch. Das Publikum zollt dem sichtlich hoch motivierten Künstler reichlich Applaus.

Seine Songs seien mal ruhig, dann wieder schwungvoll, kündigt er an. Sogleich lässt er den Worten Taten folgen. „Lass mich los und halt mich fest“, bittet er anfangs singend. Ein melancholischer Song, dargeboten mit viel Gefühl, doch ohne unnötige Theatralik. Den Kitsch streift er kein einziges Mal.

Der Sänger sitzt an einem schwarzen Bechstein-Flügel. Schlagzeuger Christian Butsch und Gitarrist Jörg Zinke begleiten ihn. „Das Leben ist voller Fragen, vermutlich geht es Euch auch so“, sagt Hannes Kreuziger. Doch er weiß eine mögliche Antwort. In dem nun folgenden, gleichnamigen Song. Man soll sich einfach so nehmen, wie man ist, heißt es dort sinngemäß. Pfiffige Textzeilen treffen auf eine heitere, beschwingte Melodie, begleitet von einem stakkato-artigen, dann wieder rauschenden Schlagzeug.

Der Singer-Songwriter stammt aus Berlin, lebt inzwischen in Potsdam. Was er an Brandenburg so mag, wurde er mal in einem Interview gefragt. Die Natur und der Umstand, dass er in Potsdam seine Frau kennengelernt habe, so die Antwort. Das werde er der Stadt nie vergessen. Klingt natürlich missverständlich, sagt er grinsend.

Wer sein privates Glück bereits gefunden hat, hilft gerne auch anderen in solchen Angelegenheiten weiter. Etwa einem jungen Paar, das sich gerade kennengelernt hat. Dennoch zieht es den Mann in die Ferne, er will eine Weltreise machen. Die junge Frau sorgt sich um die möglichen Verlockungen, die Mädchen in Kalifornien oder Südafrika sollen ja nicht zu verachten sein. So bittet sie Hannes Kreuziger um einen Song, den sie ihrem Freund gewissermaßen auf den Weg mitgibt. Als ständige Erinnerung an sie.

Im Saal sitzt auch ein kleines Mädchen. Laura sei eigentlich die vierte Musikerin, erklärt der Sänger. Und bittet sie auf die Bühne. „Laura, Laura“, feuert das Publikum die Kleine an. Die nimmt brav auf dem Schoß ihres Papas, dem Gitarristen, Platz. Kopfhörer schützen ihre Ohren vor dem Sound, sie schaut etwas verdutzt drein.

Hannes Kreuziger hat selber Nachwuchs. So sei auch er nur zu gerne dem Aufruf von Schauspieler Matthias Schweighöfer „an alle Musiker“ gefolgt, einen Song zu dessen Film „Vaterfreuden“ beizutragen. Voller Elan machte er sich ans Werk, nach drei Wochen kam endlich eine Antwort vom Management. Wenn Ihr sie wissen wollt, müsst Ihr in den Film gehen, spannt er die Anwesenden auf die Folter. Und dann geduldig bis zum Abspann warten. Hannes Kreuziger: „So erfährt man, dass das Lied nicht genommen wurde.“

Von Fritz Hermann Köser

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