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Oranienburg Luther-Äpfel haben Wurzeln geschlagen
Lokales Oberhavel Oranienburg Luther-Äpfel haben Wurzeln geschlagen
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18:31 08.11.2018
Abschluss eines Projekts, das nicht nur Oranienburger Frauen verbindet: die letzte Bank wurde am Apfelbaum des Mosaikgymnasiums aufgestellt. Quelle: Foto: H.B..
Oranienburg

Das ließ bei der Übergabe der Apfelbäumchen am 21. Oktober letzten Jahres in der Lutherstadt Wittenberg schon aufhorchen: „Und wieder einer für Oranienburg!“, verkündete damals Andreas Pachali, Leiter der Barnimer Baumschulen im Innenhof der „Leucorea“-Uni. Schließlich gingen mit sieben der insgesamt 95 Luther-Apfelbäume mit Abstand die meisten nach Oranienburg. Gleich am nächsten Tag war der erste an der Germendorfer Kirche in den Boden gebracht worden. Auch die anderen sechs haben inzwischen Wurzeln geschlagen: am Krankenhaus, am Mosaikgymnasiums, an der Johannesberg-Schule, an der Kita Martin-Luther-Straße, am Hospiz und im Schlosspark.

Behindertenarbeit wird unterstützt

Kerstin Kausche hatte von der Idee der Lutherbäume 2012 erfahren, die bis zum 500. Jahrestag der Reformation 2017 gezüchtet, jeder für 500 Euro verkauft und damit die Behindertenarbeit der Hoffnungstaler Werkstätten unterstützt werden sollte. Auch wenn es nicht so gedacht war: Es wurde eine reine „Frauensache“. Immer fünf sind Patinnen eines Baums. Und mit den Bäumen wuchs bis 2017 auch der Zusammenhalt der Frauen aus Wirtschaft, Bildung und Politik. Dann keimte die Idee: Man sollte unter den Bäumen doch auch sitzen können. Je nach Spendeneinnamen wurden Bänke in der Behindertenwerkstatt Schönfließ gefertigt. Und seit gestern Vormittag ist die letzte aufgestellt. Und am Reformationstag letzte Woche waren auch die Schilder fertig geworden, auf denen die Spenderinnen namentlich vermerkt stehen und die dazugehörige Luther-These.

Bäume überstanden den Sommer

Alle Bäume sind gut angewachsen, haben dank Wassergaben den trockenen Sommer gut überstanden. Patinnen haben noch Tulpenzwiebeln in die Baumscheiben gesetzt. „Für Bäume und Bänke sind 10 000 Euro an Spenden gesammelt. Eine tolle Leistung. Danke an die starken Frauen von Oranienburg“, würdigte gestern Pfarrer Arndt Farack. „Über die Aktion sind Freundschaften und ein Netzwerk entstanden“, so Elke Kästner. Und das soll auch bestehen bleiben, so Kerstin Kausche: „Vielleicht feiern wir 2019 den ersten Apfel gemeinsam.“

Von Heike Bergt

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