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Oranienburg Gelbe Tonnen lösen Müllsäcke ab
Lokales Oberhavel Oranienburg Gelbe Tonnen lösen Müllsäcke ab
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00:25 17.03.2019
Gelbe Säcke gehören ab 1. Januar 2020 in Oberhavel der Vergangenheit an. (Archivbild) Quelle: Jacqueline Steiner
Oberhavel

MAZ-Reporterin Jeanette Hix findet: „Na, das wird ja auch mal Zeit. Endlich bekommen die Haushalte hierzulande eine gelbe Tonne vor die Tür gesetzt. Denn mit den gelben Säcken ist es doch eine Qual. Wenn sie vom Regen nass sind, kann man sie nur „mit Samthandschuhen“ zubinden – sonst reißt das Band aus. Ist es windig, fliegen sie über die Straße. Sind sie dann nicht richtig zugebunden, fliegt der ganze Inhalt umher. Kein Vergnügen, wenn man dann wieder Müffel-Mülltüten und Co. einsammeln muss. Und mal ehrlich – es ist ja auch nicht umweltbewusst, wenn Millionen gelbe Plastiksäcke produziert und schließlich wieder zerpflückt und zerfleddert nach dem Abladen in der Müllanlage entsorgt werden müssen. Wie schön wird es da mit der gelben Tonne werden – Mülltüten und Co. rein, Deckel zu, fertig. Aber zugegeben – auch die Tonnen können bei Sturm umkippen. Dafür sind sie aber ewig haltbar und praktisch. Ich glaube, die einzigen, die sich wirklich ärgern, dass die gelben Säcke für immer „eingesackt“ werden, sind die Waschbären. Die können die stabilen Tonnen nicht mehr aufreißen, den letzten Rest vom Schützenfest aufschlecken und den „Grünen Punkt“ auf der Straßen verteilen. Damit die putzigen Tierchen den Deckel nicht anheben können, kann man ja einen Stein oben raufpacken.“

Pro und Contra – Säcke contra Tonnen

 MAZ-Reporter Robert Tiesler hingegen trauert den gelben Säcken hinterher: „Schade, wenn es den Gelben Sack nicht mehr gibt. Ich muss allerdings voranschicken, dass ich sicherlich anders denken würde, wenn ich ein eigenes Grundstück mit einem Häuschen haben würde. Dann wäre es mir herzlich egal, ob ich meine Verpackungen nun in einem Sack sammele oder eben in die Tonne trete. Anders ist es in einem Mehrfamilien-Mietshaus. Da läuft die Mülltrennung momentan sehr simpel. Der normale Müll kommt in die Tonne, das Papier in die Tonne daneben. Das heißt: Wenn nicht beide schon voll sind, weil die Nachbarn und die Geschäfte nicht schon alles in Beschlag genommen haben. Den Müll für den gelben Sack sammele ich schlicht bereits in der Wohnung, da hat der Sack seinen festen Platz, und ist er nach zwei Wochen voll, wird er am richtigen Tag an der Straße abgelegt. Meist unfallfrei. Zumal die Gefahr der Wurschtigkeit besteht. Im doch ziemlich transparenten Sack ließ sich kaum verheimlichen, wenn man da etwas reingeschmissen hat, was da nicht reingehört. In der Tonne ist das viel einfacher, und selbst wenn der Frevel entdeckt wird: Wer von den vielen Nutzern der Tonne soll denn zur Verantwortung gezogen werden? Hinzu kommt, dass der Tonnenplatz begrenzt ist. Wenn mal – warum auch immer – ein Gelber Sack mehr angefallen ist als üblich, war das kein Problem. Aber was ist, wenn die Tonne voll ist?"

Von Jeannette Hix und Robert Tiesler

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